<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286</id><updated>2012-02-16T10:30:03.819+01:00</updated><category term='Reisetagebuch'/><category term='Reisetagebuch Venedig'/><category term='Juister Inseltagebuch'/><category term='Tagebuch'/><title type='text'>Das neue Jahr des Schweins</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>39</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-3830701394960879366</id><published>2011-09-25T13:33:00.002+02:00</published><updated>2011-09-25T15:41:09.504+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Freitag, 23. September 2011: Der letzte Tag - Futura</title><content type='html'>Unser letzter Tag beginnt wieder azzurro - wie wohl Wetter und Temperaturen in Köln sind? Wenigstens wird es da nicht so viele Mücken geben. - Noch einmal den leckeren Cappuccino vom ansonsten immer gleich langweiligen Frühstücksbuffet genießen, Sachen zusammenpacken, auschecken (sieht komisch aus), dabei die "City Tax" bezahlen: 4 € pro Person und Tag, schluck - aber nach 5 Tagen gedeckelt. Je weniger Zeit man mitbringt, umso mehr wird man (relativ) zur Kasse gebeten … ist ja mit dem Museum Pass und dem Chorus Pass genau so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir deponieren die Koffer im Hotel und machen uns auf Richtung Santa Maria del Giglio. Obwohl wir gefühlt mindestens 30 Kirchen besichtigt haben, sind zu meiner Überraschung von den 20, zu denen uns der Chorus Pass berechtigt, nur 7 "abgearbeitet" - diese hier schon mitgezählt. Sie beherbergt den einzigen Rubens in Venedig: Maria mit ihrem Kinde und dem etwa gleich alten Johannes dem Täufer - dass nun aber auch die Kinder schon sooo viel Speck auf den Rippen haben! Das ist doch ungesund! Nicht weit davon hängt ein ausnahmsweise völlig unchristliches Bild: Odysseus, vom Hund Argus wiedererkannt. Wusste gar nicht, dass das ein Hund war. Hatte mir wegen der Augen eher einen Adler vorgestellt - oder rührt der Ausdruck vielleicht von einem groben Missverständnis her? Leider ist nicht überliefert, wie das nun ausgerechnet hier in die Sakristei kommt - oder war das, noch abwegiger, eine Seitenkapelle? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kommen wir doch noch zu unserer Gondelfahrt, und das auch noch supergünstig: Der Traghetto hier wird um diese Uhrzeit bedient, und für 1 Euro nehmen uns die beiden Gondolieri sogar beide mit. Eine ganz schön schwankende Angelegenheit ist das, und ein ziemliches Verkehrsgewühl auf dem Canal Grande auch. Jedenfalls kommen wir so ziemlich schnell auf die andere Seite und können jetzt noch Santa Maria della Salute besichtigen. (Bei mir heißt sie, ich erwähnte es wohl schon, "delle volute", weil sie diese supertypischen lakritzschneckenförmigen Verzierungen, Voluten eben, hat - nur nicht so schwarz, sondern im gleichen fast weißen Stein wie der Rest dieser berühmten Barockkirche des Architekten Baldassare Longhena [der übrigens auch eine der Synagogen ausgestattet hat].) Das ist diese Kirche, die garantiert jeder von irgendeinem Venedigbild kennt: Wenn nämlich nicht der Dogenpalast, die Seufzerbrücke oder der Markusplatz drauf ist, dann dieses groß geratene Cremetörtchen direkt am Canal Grande. Es ist übrigens, wie Palladios Erlöserkirche, eine Dankesgabe für das Ende einer weiteren Pestepidemie. - Es handelt sich um einen Zentralbau mit einem angebauten Chorstück, das heute allein für den Gottesdienst ausreicht. Prachtstück ist eine Madonnenikone. Zur Innenausstattung gehört auch ein Tizian: Die Ausschüttung des heiligen Geistes, in einer der Seitenkapellen im Umgang um den großen freien Raum unter der mächtigen Kuppel, dessen Freiheit einen unverstellten Blick auf den schönen dreifarbigen Marmorfußboden erlaubt. - Mit grimmigem Rasseln eines schlossgespenstwürdigen Schlüsselbundes werden wir um viertel nach zwölf aus der heiligen Halle vertrieben - na sowas, die machen hier über Mittag zu, eigentlich schon ab zwölf! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollen noch die Ca' Rezzonico besuchen, einen weiteren zum Museum umfunktionierten Prachtpalazzo am Canal Grande - ein städtisches Museum und daher schon mitbezahlt. Außer dem Glas- und dem Spitzenmuseum, die auf den Insel Mu- bzw. Burano liegen, hätten wir dann alles "abgearbeitet", mit Ausnahme der Casa Goldoni, die an den berühmten italienischen Komödienschreiber erinnert - das muss ja auch nicht, vor allem, wenn man leider kein Italienisch kann. Aber zu Biennale-Zeiten liegen immer noch Ablenkungen am Wegesrand, in diesem konkreten Fall die Futura-Ausstellung in der Abtei San Grigorio (oder so ähnlich), die gleich neben der Voluten-Maria liegt. Die Eingangstür steht offen, und man steht gleich in einem Kreuzgang, der angefüllt ist mit den unterschiedlichsten Werken. "From Asia to the World", heißt der Untertitel der Ausstellung. Allerdings kommen nicht alle Künstler aus Asien - aber die Nicht-Asiaten leben und arbeiten vielleicht dort - keine Ahnung, ist aber auch egal. Jedenfalls macht die Ausstellung wirklich Spaß - jede Menge Ideen, und nicht NUR Konzept. Burkhards Lieblingsstück ist der Ammonit aus rostigem Spezialstahl, dessen schneckenförmig zusammengedrehte Stränge in Form von gotischen Maßwerkfenstern ausgeschnitten sind. Ich wüsste gar nicht zu sagen, was hier mein Lieblingsstück wäre. Dieser alte Kreuzgang, angefüllt mit so vielfältigen Werken, ist wahrscheinlich als Gesamtkunstwerk so schön. Ein Schatzkästchen zum Stöbern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach ist es endgültig klar, dass wir die ganz nahe gelegene Peggy-Guggenheim-Sammlung nicht besuchen: moderne Kunst soeben schon gehabt, Zeitvorrat schon ziemlich angeknabbert, Anfall von akutem Geiz - wir brauchen jetzt erst einmal noch eine kleine Pause und trinken ein letztes Gingerino. Ziemlich problemlos finden wir danach zur Ca' Rezzonico, die dadurch auffällt, dass die Angestellten da alle recht freundlich sind - deutlich freundlicher als in den anderen MuVe. Es gibt unendlich viele Bilder in den mehr oder weniger original ausgestatteten Räumen eines venezianischen Palazzo, hier noch Schnörkel, da noch Goldornamente, dort noch ein Deckengemälde oder besser gleich ein ganzer Zyklus. Mir ist ein mit Elfenbeinintarsien reich geschmücktes Cembalo besonders in Erinnerung geblieben, vielleicht weil ich anderswo gar keine Instrumente gesehen habe, und auch eine Chinoiserie-Tür. Die stammte wohl aus den Zeiten, als die Leute in Europa noch glaubten, China sei so eine Art Paradies und alle Chinesen glückselig. Für den Dialog zwischen alter und neuer Kunst sorgen hier "lasergeschnittene" Steinköpfe aus interessanten Materialien: kein klassischer Marmor, sondern zum Teil recht heftig gemusterte und vermutlich bei herkömmlicher Bearbeitung gar nicht für die Bildhauerei geeignete Steine und Mineralien mit Adern und Hohlräumen. Oft ist die Oberfläche auch nicht glatt, sondern geriffelt oder extra gestaltet, z. B. wie bei einem Brokatmuster. - Durch die Pinakothek im ziemlich niedrigen vierten Stockwerk (ital. Piano, trotzdem - Gruß aus Kalau, hatte ich in diesem Urlaub noch gar nicht! - ganz ohne Musik, denn das kommt von Plan(o) = Ebene; bei den Italienern geraten schonmal i und l durcheinander, s. a. Piazza = Platz) fliegen wir dann nur noch durch. Sie gestaltet sich fast labyrinthisch, und hier hängt ein Bild voll mit rosigem nacktem Fleisch neben dem anderen, gelegentlich von Heiligen und frommen Büßern unterbrochen (wobei Heilige auch schon mal gern mit - dann aber nicht ganz so viel - rosigem Fleisch dargestellt sind, die hatten nicht immer genug Stoff, um ihre Blöße zu bedecken, die Armen) oder von ernsthaften Porträts junger oder auch nicht mehr so junger Leute. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann heißt es so langsam zurück zum Hotel, Koffer einsammeln, zum Schiffsanleger San Marco gehen (nur zwei Brücken!), den Alilaguna-Schalter finden, Fahrschein lösen, gleich einsteigen, und los geht's. Timing! Allerdings stelle ich rasch fest, dass es nichts wird mit der Abschiedsfahrt durch den Canal Grande - statt dessen gibt es eine Fahrt durch die Lagune, am Arsenal und den Giardini vorbei, am Lido noch Gäste einsammeln, zurück zu den Fondamente Nuove, dann an San Michele vorbei mitten durch Murano, wo eine Glasbläserei neben der anderen liegt. Schon früh hatten die Venezianer die Glasbläser aus der Stadt verbannt wegen allzu großer Brandgefahr durch die heißen Feuer … &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer guten Stunde Schipperei, bei der empfindliche Gemüter (oder Mägen) doch etwas zu leiden gehabt hätten, erreichen wir den Flughafen, noch arg früh. Der Check-in ist noch nicht geöffnet, so dass wir erst noch etwas essen. Dann können wir unser Gepäck loswerden, diesmal sogar "für umsonst" - ich bin schon in Sorge, dass sie es dann nicht mitnehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einsteigezeit ist - ein Wunder, ein Wunder! - um 19:40 Uhr, und das, wo der Flieger doch erst um 19:50 Uhr überhaupt eintreffen soll (und um 19:52 Uhr auch tatsächlich eintrifft). Im Flugzeug müssen wir erst einmal ohne Klimaanlage warten, das wird in Nullkommanix ganz furchtbar heiß - und dann kündigt der Pilot für Köln 10 Grad Celsius an, brrr! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Binnen zweieinhalb Stunden sind wir dann - Timing! - zu Hause in der Vogteistraße. Ah, keine blöden Laken, sondern eine richtige Bettdecke …!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-3830701394960879366?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/3830701394960879366/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/freitag-23-september-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3830701394960879366'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3830701394960879366'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/freitag-23-september-2011.html' title='Freitag, 23. September 2011: Der letzte Tag - Futura'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-970513802874541961</id><published>2011-09-22T23:43:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.540+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Donnerstag, 22. September 2011: Der Biennale zweiter Teil</title><content type='html'>Heute verzichten wir auf das Gassenlabyrinth und gehen wieder - jedenfalls von der Piazzetta aus - an der Bauchseite des venezianischen Fisches Richtung Schwanz. Am Ufer liegt zun&amp;#228;chst ein gro&amp;#223;es Segelschiff mit drei Masten, und dann kommt auch noch der Seven Seas Mariner hereingedampft, eins von diesen schwimmenden Hochh&amp;#228;usern, die hier irgendwie deplaziert wirken (oder schreibt man das seit der Rechtschreibreform auch mit tz? M&amp;#252;sste ja wohl …) Dabei hatten sich heute schon gruppenweise die Passagiere der Holland America Lines &amp;#252;ber den Markusplatz und die dahinter liegenden Gassen ergossen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Bald erreichen wir die G&amp;#228;rten, die Giardini, in denen die Biennale so etabliert ist, dass es allerhand steinerne Pavillons gibt, die so langsam alle ein dreistelliges Alter erreichen. Damit es nicht alles zu m&amp;#252;de und eingefahren wird, gibt es Scharen von Blutsaugern, die auch hier daf&amp;#252;r sorgen, dass die Damen mit den nackten Beinen (Str&amp;#252;mpfe helfen nat&amp;#252;rlich auch nicht) allerhand modische Verrenkungen ausf&amp;#252;hren). Meine Stiche von letzter Woche haben so eine Auffrischung erfahren, damit ich ein paar Venedig-Souvenirs mit nach Hause bringen kann. Sachdochmawas. Toll.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gleich der erste Pavillon, der der Schweiz, war schon ein H&amp;#246;hepunkt. Mit Unmengen von Alufolie, Klebeband, Wattest&amp;#228;bchen, anderen Alltagsmaterialien und tausenden von Bergkristallen (die meinen Mineraliensammler teilweise vor Neid erblassen lassen, obwohl er gar keinen Quarz sammelt) hat der K&amp;#252;nstler den Raum in das kristalline Innere einer Druse verwandelt und verlangt, dass niemand zur Transparenz gezwungen werden kann und jeder das Recht auf Opazit&amp;#228;t hat. Hm - stand nicht in einem der anderen Pavillons, dass Freiheit nur sehr gut ausgeleuchtetes und damit gewisserma&amp;#223;en transparentes Chaos sei??&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der deutsche Pavillon war innen wie eine Medienzeitalterkirche gestaltet - gab bestimmt welche, die mindestens innerlich Sakrileg! gerufen haben -, und in den beiden Seitenfl&amp;#252;geln wurde in memoriam Christoph Schlingensief allerhand von ihm und &amp;#252;ber ihn projiziert. Wusste gar nicht, dass der auch so ein Fitzcarraldo-Projekt hatte, blo&amp;#223; nicht am Amazonas, sondern in Burkina Faso. - Im gro&amp;#223;en Pavillon mit den Ausstellungsr&amp;#228;umen war Deutschland unter anderem noch mit dem 2010 verstorbenen Sigmar Polke vertreten, der uns besonders mit seinem &amp;quot;Polizeischwein&amp;quot; begeisterte. Oink!!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zwischendurch h&amp;#246;rte man dann immer mal einen furchtbaren L&amp;#228;rm - vor dem Pavillon der Vereinigten Staaten von Amerika lag ein Panzer auf dem R&amp;#252;cken, dessen Ketten zumindest gef&amp;#252;hlt mit einem Laufband verbunden waren, und dann kamen immer mal L&amp;#228;ufer mit Sonnenbrille und Sportdress, die der Leibesert&amp;#252;chtigung huldigten und dabei die Ketten in Bewegung setzten (wohl mit kr&amp;#228;ftiger Unterst&amp;#252;tzung eines Motors). Komischerweise hatten die L&amp;#228;ufer gar keinen Geh&amp;#246;rschutz, und da hing auch kein Schild &amp;quot;Listening to these sounds without ear protection may harm your audition&amp;quot; oder so &amp;#228;hnlich. Der Bankautomat mit Orgelverbindung gleich nebenan war auch nicht gerade geh&amp;#246;rschonend …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ja, und so haben wir dann eins nach dem anderen angesehen. Eigentlich wollte ich ja gern hinterher noch mit dem Vaporetto durch den Canal Grande schippern, aber mangels Ticketbude an den Giardini ging das nicht. Seltenfahrer werden hier echt bestraft. Sowas Bl&amp;#246;des! - Statt dessen sind wir auf der Via Garibaldi etwas trinken gegangen, und es ging wieder so wie fast immer: man sitzt ahnungslos da und hat es sich gem&amp;#252;tlich eingerichtet, schwupp! kommen wieder irgendwelche Deutschen und nehmen vom Nachbartisch Besitz. In diesem Fall ein Paar nach dem Biennale-Besuch. Er: Jetzt habe ich wieder einen guten &amp;#220;berblick &amp;#252;ber die internationale Kunstszene. Sie: So? Und wie ist die? Er: Viel Konzeptkunst. Sie: Oooach, das ist doch nichts Neues. Usw. usf.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich aber bleibe dabei: diese ganzen Videoinstallationen werden deutlich &amp;#252;bersch&amp;#228;tzt. Beeindruckend war nur eine im Arsenale-Teil, die ich wohl zu erw&amp;#228;hnen verga&amp;#223;. Das war die Collage aus Filmschnipseln, die sich mit Zeit und Uhren besch&amp;#228;ftigen. Die decken wohl mindestens den Zeitraum 10 bis 18 Uhr ab und laufen in Echtzeit, das hei&amp;#223;t die Punkt-ein-Uhr-nachmittags-Szene des Films wird auch um Punkt ein Uhr projiziert. Ich stelle mir die Herstellung dieser Collage sehr aufw&amp;#228;ndig vor. Wie findet man denn diese ganzen Uhrguckszenen, und vor allem f&amp;#252;r so unspektakul&amp;#228;re Zeiten wie 14:37 Uhr???&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf dem R&amp;#252;ckweg fuhr dann kein Kreuzfahrtschiff ein, sondern aus - dieses war noch gr&amp;#246;&amp;#223;er als das heute Morgen: die Queen Victoria. Ach nein, irgendwie reizt mich der Gedanke an eine Kreuzfahrt aber so etwas von &amp;#252;berhaupt nicht …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Davon abgesehen ist heute unser letzter Abend. Also gehen wir, als im Museo Correr die Fensterl&amp;#228;den zugeklappt werden, noch ins Caf&amp;#233; Florian, das &amp;#228;lteste auf dem Markusplatz. Seit 1790. Da war Rosa Salva von 1879 gestern bei San Zanipolo ja gar nichts! Die Preise konnten in den letzten gut 200 Jahren nat&amp;#252;rlich zu stattlicher Gr&amp;#246;&amp;#223;e heranwachsen. Wie bestellen zwei Kaffeespezialit&amp;#228;ten des Hauses, nicht ohne vorher von einem blasierten Kellner darauf hingewiesen worden zu sein, dass man hier pro Person 6 Euro Orchesterzuschlag zahlen muss. Ja wie gezz?! Und ich dachte immer, die Getr&amp;#228;nke w&amp;#228;ren so teuer, weil die Live-Musik mit eingepreist ist. Wir sitzen daf&amp;#252;r die ganze blaue Stunde &amp;#252;ber da und k&amp;#246;nnen beobachten, wie das Licht des Tages dahinschwindet. Es gibt noch ein paar schweinsrosa Sch&amp;#228;fchenwolken am Himmel, dann wird es blau, die Lichter gehen an. Sieht schon toll aus. Dann zahlen wir unsere 34,50 € und gehen zur&amp;#252;ck zum Hotel. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir essen heute gleich nebenan in der Taverna La Fenice - nicht g&amp;#252;nstig, aber recht gut und vor allem sehr aromatisch. Man kann von den meisten Gerichten eine halbe oder eine volle Portion bestellen - gute Einrichtung. Wir sind es jedenfalls zufrieden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-970513802874541961?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/970513802874541961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/donnerstag-22-september-2011-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/970513802874541961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/970513802874541961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/donnerstag-22-september-2011-der.html' title='Donnerstag, 22. September 2011: Der Biennale zweiter Teil'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-2689685053118084659</id><published>2011-09-21T23:57:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.540+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Mittwoch, 21. September 2011: Tagsüber Heilige, abends ein Schuft!</title><content type='html'>Wir sind heute vergleichsweise fr&amp;#252;h dran, so dass ich denke, ich k&amp;#246;nnte erstmal unser Gep&amp;#228;ck nachbuchen, damit wir auf dem R&amp;#252;ckflug wenigstens nicht ganz so viel daf&amp;#252;r bezahlen m&amp;#252;ssen. Aber so einfach ist das nicht …egal.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir wollen heute das Castello-Sechstel im Nordosten (also zwischen Markusplatz und Arsenal) erkunden, unterwegs aber noch schnell die Biblioteca Marciana (und zur Not das museo archeologico) ansehen, was nat&amp;#252;rlich auch nur mit Diskussion ging, denn angeblich muss man alle &amp;quot;marzianischen&amp;quot; Museen auf einen Schlag ansehen, und wir waren ja vorher schon im Museo Correr. Aber nach besagter Diskussion (es steht auch nirgendwo wirklich, dass es keine getrennten Museen sind) l&amp;#228;sst man uns ja doch ein - seufz. Irgendwie unpraktisch, und wie zur Best&amp;#228;tigung aller Vorurteile, die Deutsche &amp;#252;ber Italiener haben.  ;-)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Bibliothek besteht aus einer gef&amp;#252;hlt quadratischen Vorhalle mit einem sehr sch&amp;#246;nen Marmorfu&amp;#223;boden, einer restaurierungsbed&amp;#252;rftigen trompe-l&amp;#39;œil-Malerei, die ein s&amp;#228;ulengetragenes Zwischengeschoss vort&amp;#228;uscht, und in der Mitte einem Bild der Weisheit von Tizians eigener Hand. Wenn man durch das museo archeologico kommt, betritt man die Bibliothek aber von hinten. Der wunderbar gro&amp;#223;e Saal, in dem es allerdings gar keine B&amp;#252;cher mehr gibt, wird von einer Ausstellung einer &amp;#214;sterreicherin namens Liselotte H&amp;#246;hs mit dem Titel &amp;quot;Animal magnetism&amp;quot; etwas &amp;quot;inkumbriert&amp;quot;; wie hei&amp;#223;t noch gleich ein sch&amp;#246;nes deutsches Wort daf&amp;#252;r? Zwar sind in der Raummitte nur Teppiche ausgestellt, aber dadurch, dass man sie nat&amp;#252;rlich nicht betreten darf und dass sie auch mit dicken roten Trossen abgesperrt sind, wirkt der Raum ganz verstellt. An den W&amp;#228;nden verbreiten &amp;#252;berlebensgro&amp;#223;e Philosophenportraits humanistischen Bildungswillen, an der Decke kann man die sieben mal drei gro&amp;#223;en Rundgem&amp;#228;lde verschiedener Maler mit einem breiten Themenspektrum meist allegorischer Darstellungen (darunter z.B. die Mathematik) bewundern. Aber immer aufpassen, wo man hintritt!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was mich dann doch noch mit Frau H&amp;#246;hs vers&amp;#246;hnt hat, die wohl auch in Teilzeit in Venedig lebt, ist die von ihr erz&amp;#228;hlte Mini-Legende &amp;#252;ber die Entstehung der Lagunenstadt. Die geht wie folgt: Eines Tages kam der allergr&amp;#246;&amp;#223;te Fisch der Adria in die warmen Lagunengew&amp;#228;sser geschwommen und beschlo&amp;#223;, ein Schl&amp;#228;fchen zu machen. Und weil er so sch&amp;#246;ne Tr&amp;#228;ume hatte, wachte er auch gar nicht wieder auf, sondern sprach im Schlaf: &amp;quot;Ich bin Venedig!&amp;quot;, und war&amp;#39;s. Da kam der zweitgr&amp;#246;&amp;#223;te Fisch des Wegs und wollte dem gr&amp;#246;&amp;#223;ten den sch&amp;#246;nen Schlaf nicht g&amp;#246;nnen und beschloss, ihn t&amp;#252;chtig in den Bauch zu zwacken, um ihn so aufzuwecken. Aber das half nichts, und so liegen sie nun beide in der Lagune, buchst&amp;#228;blich etwas verbissen an der Linie des Canal Grande getrennt, und tr&amp;#228;umen gemeinsam vor sich hin. Und seither gilt f&amp;#252;r Venedig: Requiescat in pesce!&lt;br&gt;&lt;br&gt;(Wunderbares Wortspiel. Ende der Geschichte.) - &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das arch&amp;#228;ologische Museum zeigt auch moderne Kunst eines gewissen Bizhan Bassiri (oder so &amp;#228;hnlich): der Fall der Meteoriten. Die Idee ist eigentlich nicht ganz schlecht, die alten, meist hellen Statuen mit schwarzen &amp;quot;Meteoriten&amp;quot;objekten und drahtgeb&amp;#252;rsteten Stahlplatten zu kontrastieren - aber so richtig z&amp;#252;ndet sie nicht.&lt;br&gt; &lt;br&gt;Dann gehen wir in hei&amp;#223;er Sonne am Dalmatiner-Ufer (riva degli schiavoni) bis zum Arsenal, kommen aber gleich zu Anfang an den neuen Gef&amp;#228;ngnissen vorbei, die ja jetzt auch nicht mehr sooo neu sind. Der Palazzo, der sie zur breiten Uferpromenade hin abschirmt, beherbergt den Pavillon von Taiwan, das sich mit einer Tonlandschaft des Geh&amp;#246;rten und Ungeh&amp;#246;rten pr&amp;#228;sentiert. Die Pavillonaufsicht leidet wohl mehr unter allzu oft geh&amp;#246;rten Fragen und weist schriftlich darauf hin, dass es hier KEINEN Eingang zu den prigioni gibt und &amp;#252;brigens auch keine Toiletten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Kirchen San Zaccaria und Santa Maria della Piet&amp;#224; haben geschlossen, so dass wir als n&amp;#228;chstes schon gleich das Schifffahrtsmuseum (Museo storico navale) erreichen, welches der Reisef&amp;#252;hrer in den h&amp;#246;chsten T&amp;#246;nen lobt. Was das Preis-Leistungsverh&amp;#228;ltnis betrifft, kann ich uneingeschr&amp;#228;nkt zustimmen: vier Etagen f&amp;#252;r 1,55 Euro pro Person sind - nun gerade in Venedig! - ungeschlagen. Mir ist es allerdings ein bisschen zu milit&amp;#228;risch: kein Wunder, das Museum wurde 1919 vom Marineministerium gegr&amp;#252;ndet. Es gibt auch einen Raum zu Gondeln (alles Quatsch, die Legenden, steht da: auch die fr&amp;#252;hen Formen der Gondeln hatten normalerweise genau einen Ruderer, der sie steuerte - und zu der Zeit waren sie v&amp;#246;llig symmetrisch) und einen zum Bucintoro, dem Zeremonialschiff, mit dem der Doge einmal j&amp;#228;hrlich die Verm&amp;#228;hlung Venezias mit dem Meer bekr&amp;#228;ftigte. Und, und, und … es wirkt aber alles ein bisschen altbacken, und es fehlt auch ein bisschen der rote Faden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In einem Ristorante vor der Einfahrt zum Arsenal verzehren wir zum Mittagessen eine Pizza, die gar nicht mal so schlecht ist, wie die Lage des Restaurants bef&amp;#252;rchten lie&amp;#223;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Nachmittag ist dann frommen Themen gewidmet: dem Kloster San Francesco della Vigna,  in dem offenbar heute noch Franziskaner wohnen, mit einem Kreuzgang (genau gesagt gibt es derer zwei), einem Bellini, einer Mumie der heiligen Cristina und einer Palladio-Fassade, die hier zwischen den H&amp;#228;usern allerdings nicht so richtig frei &amp;quot;atmen&amp;quot; kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann geht es zur Scuola Dalmata di San Giorgio degli Schiavoni mit dem ber&amp;#252;hmten Bilderzyklus von Vittore Carpaccio in der Eingangshalle, und zum Abschluss besuchen wir noch die gr&amp;#246;&amp;#223;te Kirche Venedigs, geweiht den Heiligen Johannes und Paulus (Giovanni e Paolo), die die Venezianer zum &amp;quot;Bequemsprech&amp;quot; zu einem gewissen San Zanipolo verschmolzen haben. Der Platz davor, der an der Nordseite durch die Marmorfassade der Scuola Grande di San Marco begrenzt wird, hinter der sich heute ein Krankenhaus verbirgt, ist sicher mit der lebendigste. Nach dem Kirchenbesuch g&amp;#246;nnen wir uns hier noch einen Eisbecher bei Rosa Salva, einem Traditions-Leckerlibereiter seit 1879.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und dann hei&amp;#223;t es rasch heimw&amp;#228;rts Richtung La Fenice, um sieben Uhr erwartet uns der Herr Johannes, was dann zu leichter Hektik f&amp;#252;hrt, weil ich halb acht im Kopf hatte. Aber um 18:53 Uhr sitzen wir in (halb-)feinem Opern-Gewand auf unseren Parkettpl&amp;#228;tzen. Was soll da nicht in Ordnung sein?!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-2689685053118084659?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/2689685053118084659/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/mittwoch-21-september-2011-tagsuber.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2689685053118084659'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2689685053118084659'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/mittwoch-21-september-2011-tagsuber.html' title='Mittwoch, 21. September 2011: Tagsüber Heilige, abends ein Schuft!'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-7575338076991836990</id><published>2011-09-20T23:13:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.541+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Dienstag, 20. September 2011: MuVe</title><content type='html'>Nachtrag zu den unentschlossenen Stra&amp;#223;ennamen: schon der Platz vor dem Hotel hei&amp;#223;t Campo Marinoni o de la Fenice, und dann habe ich noch den Campielo Giovanni Andrea della Croce o de la Malvasia anzubieten (sic - alles nicht ganz konsistent, scheint mir; eigentlich w&amp;#228;re der campiello mit Doppel-l zu schreiben, es sei denn, es w&amp;#228;re der venezianische Dialekt, aber dann w&amp;#228;r&amp;#39; auch der Hannes eher mit nur einem n … hm). Sehr einpr&amp;#228;gsam - f&amp;#252;r Briefe dorthin bitte nur DIN C6 lang verwenden.  ;-)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Heute sieht es am Morgen immer noch etwas grau aus, weshalb wir beschlie&amp;#223;en, eine Museumstour zu machen. Auch, um der Tods&amp;#252;nde des Geizes zu fr&amp;#246;nen: der Eintritt in den Dogenpalast kostet pro Person 14 € (schluck!). Auf die Lohsesche Frage &amp;quot;wird das billiger, wenn ich gleich mehrere nehme?&amp;quot;, lautet die Antwort der st&amp;#228;dtischen Museen ja - f&amp;#252;r 11 Etablissements kostet es dann 18 €. (Als Gruppe gehen wir beide hier leider nie durch; das war in China angenehmer, wo wir immer unsere Kleingruppenreisen gemacht haben.)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir steuern als erstes die Ca&amp;#39; Pesaro an, nicht ohne unterwegs noch einen Abstecher zum &amp;quot;Entz&amp;#252;ckendsten, was die venezianische Architektur zu bieten hat&amp;quot; (zitierter Reisef&amp;#252;hrerenthusiasmus) zu machen. Ein bisschen abseits vom Campo Manin liegt ein kleiner Hof, dessen Anwohner bestimmt von den glotzenden Pilgerscharen (kein gutes Gef&amp;#252;hl, wenn ich das so schreibe - was w&amp;#252;rde mich qualifizieren, nicht dazu gez&amp;#228;hlt zu werden?) furchtbar genervt sind. Alle starren auf eine f&amp;#252;nfst&amp;#246;ckige H&amp;#228;userwand. Die f&amp;#252;nf Stockwerke haben zu diesem Hof hin alle eine offene Loggia, und links daneben verbindet eine ebenso offene Wendeltreppe mit Rundbogenarkaden die Stockwerke miteinander: il bovolo, das Schneckenhaus - dabei l&amp;#228;uft die Treppe gar nicht in eine Spitze aus. Allerdings werden die oberen Stockwerke deutlich niedriger als die darunter liegenden. Ja, es sieht nett aus, um nicht zu sagen: Entz&amp;#252;ckend! -&lt;br&gt;&lt;br&gt;In der Ca&amp;#39; Pesaro gibt es moderne Kunst so etwa von Beginn des 20. Jahrhunderts an zu sehen. Ein sch&amp;#246;ner Palazzo mit Prachtfront zum Canal Grande, in dessen Prachtsaal die Hits vergangener Biennalen pr&amp;#228;sentiert werden - schlie&amp;#223;lich ist die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung zeitgen&amp;#246;ssischer keine neue Erfindung, sondern eine altehrw&amp;#252;rdige Einrichtung seit 1895. Hier h&amp;#228;ngt allerlei mit Rang und Namen, Klimt, Chagall, Kandinsky, Liebermann, Mir&amp;#243;, wer k&amp;#246;nnte sich alle merken …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Au&amp;#223;erdem gab es eine Ausstellung von einem gewissen Pier Paolo C. (Wer k&amp;#246;nnte sich den Namen merken?) mit befremdlichen Installationen. &amp;quot;Die Badewanne (Dialog zwischen Wasser und Ei)&amp;quot;, oder die &amp;#252;berlaufende Teekanne, oder die drei Ger&amp;#228;usche produzierenden Kassettenrecorder mit wei&amp;#223;en Federn zwischen zwei moosverkleideten Brettern (mein Vorschlag f&amp;#252;r den Titel: H&amp;#228;uptling Schneeadler l&amp;#228;sst ausrichten, dass der Sommer etwas zu trocken ist), oder das Werk &amp;quot;Paravent&amp;quot;, bei dem hinter dem namengebenden windsch&amp;#252;tzenden Wandschirm eine Arecapalme von einem motorisierten &amp;quot;Apparatismus&amp;quot; alle zig Sekunden angezupft wird und sich dann bewegt, wie wenn ein Windhauch durch die Bl&amp;#228;tter ginge. Oder dieses Werk mit dem wei&amp;#223;goldenen Goldfisch (Pfannenformat, also eine ernstzunehmende Gr&amp;#246;&amp;#223;e), der in einem vergleichsweise engen Becken vor einem vergleichsweise trostlosen Objekt in Form von zwei leicht angerottet aussehenden metallbeschlagenen Brettern ziemlich still herumsteht, mal ein paar Zentimeter vor oder zur&amp;#252;ck oder herauf oder hinunter schwebt (schwimmen kann man das nicht nennen) und eigentlich nur sein Karpfenmaul auf- und zuklappt. Irgendwie trostlos. Und nirgendwo ein Schild, das einem versichern w&amp;#252;rde &amp;quot;no animal was harmed …&amp;quot;. Dabei ist dieses Werk auf 1978-80 datiert - so alt ist der Fisch bestimmt nicht! Eine besondere Spezialit&amp;#228;t von diesem Peterpaul sind gek&amp;#252;hlte Werke mit Reifrand. Politisch-&amp;#246;kologisch heutzutage v&amp;#246;llig inkorrekt, und dann noch in den vergleichsweise warmen, da unklimatisierten Museumsr&amp;#228;umlichkeiten im zweiten Stock!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf der anderen Seite der zweiten Etage befindet sich das Museum f&amp;#252;r ostasiatische Kunst. Es beginnt mit einer riesigen Sammlung von Waffen und R&amp;#252;stungen - die europ&amp;#228;ische Ausgabe davon habe ich gestern im Dogenpalast schon links liegen lassen, und die heute will ich auch nicht sehen. Die Sammlung von Lackwaren war recht gut, der Rest solala, oder in diesem Fall erst recht mamahuhu. Vor allem aber war die Kalligraphie v&amp;#246;llig unterrepr&amp;#228;sentiert, was ihrer Rolle in der asiatischen Kunst absolut nicht gerecht wird. -&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ganz vergessen habe ich ja, dass wir vorher noch in der Kirche San Giovanni Elemosinario waren: der heilige almosengebende Johannes. Von dem habe ich vorher noch nie geh&amp;#246;rt, aber Tizian selbst hat ihn f&amp;#252;r das Altarbild portr&amp;#228;tiert. Gleich hinter dem Eingang war noch eins der &amp;#252;berall mehr oder weniger gleichm&amp;#228;&amp;#223;ig in den Kirchenb&amp;#246;den verteilten Gr&amp;#228;ber ge&amp;#246;ffnet und beleuchtet; es ist aber leer und nur deshalb offen (mit einer Glasscheibe bedeckt), weil an den Seitenw&amp;#228;nden bei genauem Hinsehen noch Fragmente alter Fresken zu erkennen sind. - Hier kostet es auch Eintritt via Chorus Pass, und ich will die Gelegenheit nutzen, einmal lobend die Dokumentationsbl&amp;#228;tter zu erw&amp;#228;hnen. F&amp;#252;r jede Kirche gibt es ein doppelseitig bedrucktes und laminiertes DIN A4-Blatt, vorn eine Kurzbeschreibung der Kirche, hinten ein Grundrissplan mit allen Kunstwerken. Und zwar in mehreren Sprachen, hier auch in Deutsch, w&amp;#228;hrend die meisten Museen sich auf Italienisch, Englisch und Franz&amp;#246;sisch beschr&amp;#228;nken. Und das, wo gef&amp;#252;hlt hier ein Drittel deutschsprachige und ein Drittel franz&amp;#246;sischsprachige G&amp;#228;ste sind; das letzte Drittel teilen sich die restlichen Nationalit&amp;#228;ten. Italiener kommen auch nach genauerer Beobachtung der Sachlage (zumindest tags&amp;#252;ber) fast immer nur als Einzelpersonen vor, telefonieren daf&amp;#252;r aber auch fast immer mit Nachdruck und Mobtel am Ohr. Aber das war nur ein Exkurs; ich war ja gerade dabei, die guten Dokumentationsbl&amp;#228;tter zu loben, die schon mehrfach durch ihr ziemlich tadelloses Deutsch auffielen. Die haben wirklich jemanden gefragt, der sich damit auskennt, und sich nicht auf irgendjemandes halbgare Fremdsprachenkenntnisse verlassen, wie es sonst so oft &amp;#252;blich ist. Umso mehr fiel heute der zwar grammatikalisch v&amp;#246;llig korrekte, aber unfreiwillig komische Hinweis auf &amp;quot;das herrliche Martyrium der heiligen Katharina von Alexandria&amp;quot; auf - aber noch wieder andererseits sah es im Vergleich zu den Laurentius-Grillszenen oder den Sebastian-Pfeilorgien auch gar nicht sooo unangenehm aus: Die M&amp;#228;rtyrerin kniet in einem sehr edlen Gewande auf einem Platz, wird von einem Engel aus dem Himmel bereits mit heiligen Oblaten von einem sch&amp;#246;nen Tellerchen gest&amp;#228;rkt, w&amp;#228;hrend ein nur wenig gewaltt&amp;#228;tig aussehender Mann sie von hinten festh&amp;#228;lt und einen Dolch bei sich f&amp;#252;hrt, mit dem er sie dann vermutlich gleich t&amp;#246;ten wird. [&amp;quot;Wie denn?&amp;quot; - &amp;quot;Stich sie ins Herz, oder schlag ihr den Kopf ab!&amp;quot;] Als Martyrium wirklich eher harmlos - aber &amp;quot;herrlich&amp;quot;?!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach dem vormitt&amp;#228;glichen Kunstrausch ist nun eigentlich Mittagszeit, aber es ist kein brauchbares Caf&amp;#233; greifbar. Statt dessen kommen wir noch einmal bei den Eiermosaiken vor St Stae vorbei und dann am Palazzo Mocenigo. Der beherbergt das Museum und Studienzentrum f&amp;#252;r Textil- und Modegeschichte, soll aber auch einen guten Eindruck vermitteln, wie reiche, adlige Venezianer im 17. und 18. Jahrhundert gewohnt haben. Wir gehen vor allem deshalb hinein (und weil der Eintritt quasi bereits bezahlt ist) und nicht wegen der Ausstellung mit Kleidern der russischen und anderer Emigrantinnen aus der Zeit von Diaghilev, also vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Die zahlreichen R&amp;#228;ume dieses gotischen Palasts sind schon sehr prachtvoll, aber auch dunkel und bestimmt in der kalten Jahreszeit ganz sch&amp;#246;n ungem&amp;#252;tlich gewesen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann ist doch noch Gelegenheit zu einem nicht der Rede werten Mittagsimbiss, bevor wir unser n&amp;#228;chstes Ziel ansteuern: das Naturkundemuseum im Fondaco dei Turchi. Ein echter Geheimtipp! Unbedingt hingehen!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Danach warten wir vergeblich auf einen F&amp;#228;hrmann. Hol &amp;#252;ber!! Aber kein Mensch versieht offenbar um diese Tageszeit den F&amp;#228;hrdienst an der Traghetto-Station San Marcuola. :-(((  Da bleibt uns wohl nichts anderes &amp;#252;brig, als bis zum Bahnhof zu gehen und da den Canal Grande auf der Br&amp;#252;cke zu &amp;#252;berqueren. Wir m&amp;#252;ssen dann nat&amp;#252;rlich erst wieder ein St&amp;#252;ck auf der breiten Touristeneinfallschneise gehen, bevor wir zu einem weiteren Weg durch das Sechstel Cannaregio abbiegen k&amp;#246;nnen. Wir steuern zun&amp;#228;chst den Campo dei mori an, den Mohrenplatz. Der hei&amp;#223;t so, weil an den Hausw&amp;#228;nden steinerne Mohrenfiguren Wache halten. Wie man wei&amp;#223;, dass es sich um Mohren handelt, wo sie doch aus ganz wei&amp;#223;em Stein gemacht sind? Ganz einfach, sie tragen riesige &amp;quot;Vogelnester&amp;quot; auf dem Kopf, die ihre typischen gro&amp;#223;en Turbane darstellen sollen. Neben einem zwar ziemlich schiefen, aber ansonsten besonders sch&amp;#246;nen Exemplar befindet sich das alte Haus von Tintoretto. Au&amp;#223;er den Mohren gibt es hier noch eine Figur, die einem gleich auff&amp;#228;llt, wenn man &amp;#252;ber die Mohrenbr&amp;#252;cke den Platz erreicht, n&amp;#228;mlich durch die dunkle und ziemlich eckige Eisennase im hellen Steingesicht. Leider ist die zugeh&amp;#246;rige Geschichte (jedenfalls mir) nicht &amp;#252;berliefert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ziemlich genau um sechs Uhr erreichen wir die Kirche Madonna dell&amp;#39;Orto, die eigentlich dem heiligen Christophorus geweiht ist. Diese Kirche mit der auff&amp;#228;lligen Fassade hat nun leider schon seit einer Stunde zu - schade. Und auch die Fassade liegt nun schon Schatten: rote Ziegel und lebhafte Akzente mit wei&amp;#223;en Steinfiguren. - Wir spazieren also notgedrungen weiter durch die nicht sehr belebten, aber keinesfalls ausgestorben wirkenden Gassen und Uferstra&amp;#223;en. Pl&amp;#246;tzlich ein Hafenbecken voller bunter Boote, dahinter die tiefblaue Lagune und linker Hand die H&amp;#228;user von Murano, rechter Hand die Ziegelmauer und gr&amp;#252;nen Zypressenspitzen der Friedhofsinsel San Michele mit ihrer Kirche, die man von hier gut sehen kann. Die Fassade leuchtet wei&amp;#223; her&amp;#252;ber.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die ganze Gegend wirkt irgendwie entspannt, vielleicht wie wenn die Last des Tages jetzt im Licht der tiefstehenden Sonne einem entspannten Feierabend weicht? Wir suchen und finden jedenfalls die Osteria &amp;quot;Ai Promessi Sposi&amp;quot; und essen halbwegs preiswert, auf jeden Fall aber recht gut zu Abend. Und nun, wo sich das Ende unseres Venedigaufenthaltes n&amp;#228;hert, wissen wir auch endlich, wie man von hier ohne gro&amp;#223;en Umweg zur&amp;#252;ckfindet zu unserem Hotel. &lt;br&gt;&lt;br&gt;P.S. MuVe sind die Musei civici Veneziani.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-7575338076991836990?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/7575338076991836990/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/dienstag-20-september-2011-muve.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/7575338076991836990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/7575338076991836990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/dienstag-20-september-2011-muve.html' title='Dienstag, 20. September 2011: MuVe'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-536576651954691237</id><published>2011-09-19T22:32:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.541+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Montag, 19. September 2011: An DER Piazza</title><content type='html'>Ich habe n&amp;#228;mlich gelernt, dass es in Venedig eben nur einen Platz gibt, der so bezeichnet wird. Die anderen hei&amp;#223;en alle entweder campo, oder, wenn noch kleiner, campiello. So, wie es wohl auch nur eine strada gibt und zwei vie - standardm&amp;#228;&amp;#223;ig kommen die Stra&amp;#223;en mir hier spanisch vor und hei&amp;#223;en calle. Es gibt noch eine Reihe von Spezialausdr&amp;#252;cken, damit es nicht allzu langweilig wird - und vor allem f&amp;#228;llt mir auf, dass die Venezianer sich oft nicht entscheiden konnten, welchen Namen eine Stra&amp;#223;e oder ein Platz denn nun schlie&amp;#223;lich tragen sollte: h&amp;#228;ufig sieht man Namen mit &amp;quot;oder&amp;quot; - auch wenn ich jetzt gerade kein Beispiel geben kann. Auch gut sind die gelegentlich gesichteten &amp;quot;calle que va al …&amp;quot;, also die Stra&amp;#223;en, die angeblich irgendwohin f&amp;#252;hren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der kleine Exkurs reflektiert die Wetterlage - heute Morgen ist doch wirklich kein Fetzchen Blau am Himmel zu sehen, und es regnet sogar ein bisschen. Aber irgendwann helfen keine Exkurse mehr, und siehe da: es ist zwar weiterhin grau, regnet aber nicht mehr, als wir auf die Stra&amp;#223;e treten. Also gut, irgendwie Museum, wir gehen mal zur Piazza und beschlie&amp;#223;en, dass die Schlange f&amp;#252;r den Dogenpalast nicht zuuu lang ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich bin ziemlich sicher, dass wir vor 19 Jahren den Palazzo ducale auch besichtigt haben, dass das aber damals nur im Rahmen einer F&amp;#252;hrung m&amp;#246;glich war. Muss mich wohl nicht beeindruckt haben, denn wie ich feststelle, erinnere mich praktisch an nichts. Und auch dieses Mal bleibt vielleicht nicht soviel h&amp;#228;ngen - irgendwie sind dunkle Prachtr&amp;#228;ume mit reichlich Goldornamenten und wand- und deckenf&amp;#252;llenden Gem&amp;#228;lden nicht mein Ding. Obwohl … die Landkarten im Schildersaal, in dem der Doge G&amp;#228;ste zu empfangen pflegte, vor allem die von Asien, wie Marco Polo es kannte, haben mir heute doch Spa&amp;#223; gemacht. Am bemerkenswertesten ist aber eigentlich, wie alles einem Ziel untergeordnet wurde: staatstragend zu sein und die Macht der Seerepublik zu erhalten. Alles wurde so zurechtgedreht, dass es in genau diesen Kram passte. Eine &amp;quot;corporate story&amp;quot; gab es, die besagte, dass Gott selbst der venezianischen Oligarchie die Macht in die Hand gegeben hat (mit dem Diebstahl der Knochen des Evangelisten Markus aus Alexandria hat man der Sache ein bisschen auf die Spr&amp;#252;nge geholfen); die Marke Venedig war mit ihrem Markusl&amp;#246;wenlogo &amp;#252;berall pr&amp;#228;sent, und wem das alles nicht passte, der konnte ja sehen, wie er ohne Venezia klar k&amp;#228;me. Venezia &amp;#252;brigens, diese als strahlend-sch&amp;#246;nes Weib pr&amp;#228;sentierte Verk&amp;#246;rperung, wurde ebenso staatstragend einmal im Jahr symbolisch mit dem Meer verheiratet. Ich glaube jedenfalls, dass noch heute jede Unternehmenskommunikationsabteilung hier etwas lernen kann. Zum Beispiel auch zur Instrumentalisierung von Kunst(-handwerk dann wohl, denn kaum instrumentalisiert, d&amp;#252;rfte die Kunst ja wohl keine mehr sein, oder?). Tintoretto war jedenfalls so dankbar, den Auftrag f&amp;#252;r &amp;quot;Das Paradies&amp;quot; ausf&amp;#252;hren zu d&amp;#252;rfen, dass er angeblich gebeten hat, sein Honorar daf&amp;#252;r zu k&amp;#252;rzen. Es handelt sich um das mit 22 mal 7 Metern gr&amp;#246;&amp;#223;te &amp;#214;lbild auf Leinwand der Welt, das das Paradies ziemlich &amp;quot;renao&amp;quot; darstellt, sprich: hei&amp;#223; und l&amp;#228;rmig. Dieser Riesenschinken schm&amp;#252;ckt die Stirnseite des Saals des gro&amp;#223;en Rates, der seinerseits mit 54 mal 25 Metern einer der gr&amp;#246;&amp;#223;ten R&amp;#228;umen Europas ist, und stellt unmissverst&amp;#228;ndlich klar, dass der Doge praktisch direkt an Jesus, den Weltenrichter und -herrscher, berichtet und vom Licht der g&amp;#246;ttlichen Weisheit durchdrungen ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach gut dreieinhalb Stunden sind wir durch; mittlerweile ist der Himmel strahlend blau mit wei&amp;#223;en Wolken. Mit dramatischen wei&amp;#223;en Wolken: das Licht sieht gut aus, also fahren wir (Geiz lass nach: 8 € pro Person) auf DEN Campanile. In der Tat, die Ausblicke sind super.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aber dann verschlechtert es sich wieder. Also gehen wir lieber noch ins Museum Correr. Die haben auch eine sch&amp;#246;ne Sammlung, sollten aber doch einmal &amp;#252;ber eine Auffrischung nachdenken.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach so viel Kultur entscheiden wir uns f&amp;#252;r ein Restaurant, das nur drei Ecken von unserem Hotel entfernt liegt. Bei Blitz, Donner und Wolkenbruch speisen wir trocken unter der Markise, die den ganzen, ansonsten recht kuscheligen Innenhof &amp;#252;berdeckt. Bis wir mal aufgegessen haben, hat der Regen zum Gl&amp;#252;ck so gut wie aufgeh&amp;#246;rt. Dann mal schnell zur&amp;#252;ck ins Hotel und aufw&amp;#228;rmen - es ist ein bisschen frisch geworden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-536576651954691237?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/536576651954691237/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/montag-19-september-2011-der-piazza.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/536576651954691237'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/536576651954691237'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/montag-19-september-2011-der-piazza.html' title='Montag, 19. September 2011: An DER Piazza'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-3644262504759426273</id><published>2011-09-18T21:54:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.542+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Sonntag, 18. September 2011: Allerhand Religiöses</title><content type='html'>Heute Morgen ist es erstmalig nicht ganz blau. Wohl sonnig, wohl ein bisschen blau, aber da sind doch relativ zahlreiche W&amp;#246;lkchen &amp;#252;ber der Fassade des gut renovierten Palazzo, auf den wir aus dem Hotelzimmer schauen. Der Blick ist relativ sch&amp;#246;n, und das Beste ist, dass zu dem Palazzo ein uns zuwandter Garten geh&amp;#246;rt, so dass es zwischen Hotelwand und Palastfassade gen&amp;#252;gend freien Luftraum gibt. Ganz unten f&amp;#252;hrt &amp;#252;brigens kein G&amp;#228;sschen, sondern ein rio vorbei, auf dem, wenn man abends allzu fr&amp;#252;h zur&amp;#252;ck kommt, reichlich Gondeln mit schmalzenden Musikanten verkehren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir gehen schon gleich um viertel vor zehn aus dem Haus bzw. Hotel, weil ich darauf spekuliere, dass um 10 Uhr Messe im Markusdom ist. Wir sind auch um kurz vor zehn da - aber Hochamt ist erst um halb elf. Macht ja nichts: wir d&amp;#252;rfen problemlos hinein, denn Burkhard hat den Fotorucksack nicht dabei, meiner ist klein genug, das kurz&amp;#228;rmelige T-Shirt bedeckt die Schultern, und der knielange Rock wird auch als &amp;quot;nicht unz&amp;#252;chtig&amp;quot; eingestuft. Im Mittelschiff stehen Klappsessel wie beim Konzert, nur besser, weil hier jeder seine eigene R&amp;#252;ckenlehne hat. So haben wir also eine halbe Stunde Zeit, wenigstens die von unserem Platz sichtbaren Mosaiken zu studieren. Die Kirchendiener im dunklen Anzug wachen dar&amp;#252;ber, dass die zahlreichen Touristen (hatte ich mir schon gedacht, dass die Idee nicht soooo originell ist) nicht doch fotografieren. No foto! hallt es immer mal wieder grimmig durch die Kirche. Dann kommt die Abordnung der Priesterschaft, vier oder f&amp;#252;nf in Gr&amp;#252;n, mehrere wei&amp;#223;gewandete, auch eine Messdienerin mit Strassspange im sehr langen Haar. Das hier! Bald breitet sich der Weihrauchhauch bis zu uns aus. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die musikalische Gestaltung liegt zum Gl&amp;#252;ck meistenteils in den H&amp;#228;nden eines ziemlich guten Chores - alles andere als Hausfrauensonderklasse!  Dann kam die Nummer mit dem Zwischengesang: &amp;quot;Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen.&amp;quot; Bei einem ein paar Reihen vor uns Sitzenden klingelt darauf das Mobiltelefon, und er kriegt&amp;#39;s und kriegt&amp;#39;s nicht aus, steht dann auf, geht raus - und ward nicht mehr gesehen. Die zweite Lesung wurde heute auf polnisch vorgenommen, von einem ebenfalls gr&amp;#252;nen Mitbruder aus Polen, der hier zu Gast war. Die Italiener hatten ein buntes Bl&amp;#228;ttchen mit der Gottesdienstordnung f&amp;#252;r heute, f&amp;#252;r die Touris gab es ein Bl&amp;#228;ttchen mit den Texten in vier Sprachen. Zum festen Bestand der Kirche geh&amp;#246;rt das Blatt mit dem Glaubensbekenntnis und dem Vaterunser in Latein, was auch beides so gesungen wurde. - Das Evangelium von heute war dieses Gleichnis von den Tagel&amp;#246;hnern im Weinberg, denen der Besitzer einen Dinar Lohn gibt, egal, ob sie erst zur elften Stunde angeworben worden waren oder &amp;quot;des ganzen Tages Last und Hitze getragen haben&amp;quot;. K&amp;#246;nnte man noch mal in die m&amp;#252;&amp;#223;ige deutsche Gerechtigkeitsdiskussion einwerfen. Daraufhin hat der Gr&amp;#252;ngewandete mit dem kardinalsrot gemusterten Unterkleid gepredigt. Das Sch&amp;#246;ne dabei: er hat vergleichsweise langsam und deutlich gesprochen. Ich habe die Ohren sehr gespitzt und bin fest &amp;#252;berzeugt, dass ich fast alles verstanden h&amp;#228;tte, wenn ich das Manuskript h&amp;#228;tte mitlesen k&amp;#246;nnen.  Inspiriert von den Arbeitern im Weinberg, hat er, glaube ich, einen sehr weiten Bogen gespannt, von der Sch&amp;#246;pfungsgeschichte (seid fruchtbar und mehret euch, und macht euch die Erde untertan: durch Arbeit) bis zum ersten Satz der italienischen Verfassung, die sich auch auf die Arbeit bezieht, und hat &amp;#252;ber die W&amp;#252;rde gesprochen, die Menschen aus der Arbeit beziehen, und &amp;#252;ber die Krise und die schlimme Jugendarbeitslosigkeit. Er hat auch mehrere Kommentare von Papst Benedikt zitiert und von etwas gesprochen, was irgendwelche Kirchenoberen mal zum Thema Arbeit formuliert haben - war das nun im 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts? - Wie auch immer; dann war Kollekte f&amp;#252;r Somalia und Eucharistiefeier, deren Vorbereitung mir irgendwie besonders langwierig vorkam. In der Zwischenzeit kamen durch die Oberlichter unter den Kuppeln zwei Sonnenstrahlen herein, die dank des geweihten Rauchs (gerade noch frisch nachgelegt) wunderbar deutlich schr&amp;#228;g im Raum zu sehen waren. Gegen 11:40 Uhr hie&amp;#223; es dann &amp;quot;Andate in pace&amp;quot;, gehet hin in Frieden. Und das haben wir dann auch gemacht. Die rechten Schurken fangen dann mit dem Fotografieren an, ts, ts, ts.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir gehen erst einmal zur&amp;#252;ck zum Hotel, die restliche Ausstattung einsammeln. Der Plan f&amp;#252;r den Nachmittag ist, das Ghetto zu besichtigen - da ist das Wochenende vorbei. Die eher unr&amp;#252;hmliche Erfindung, Juden in einem Stadtviertel wenigstens nachts einzusperren, geht auf die Venezianer des 16. Jahrhunderts zur&amp;#252;ck. Und weil auf der Insel, die sie daf&amp;#252;r vorgesehen hatten, urspr&amp;#252;nglich eine Gie&amp;#223;erei lag (ital. getto, venez. Geto, sp&amp;#228;ter also Ghetto), hatte diese Institution auch gleich einen Namen. Jedenfalls sei das eine wohl weit verbreitete Erkl&amp;#228;rung. Eine Anekdote am Rand: zuerst gab es in Venedig das neue Ghetto, dann das alte (sic!), und am Ende das neueste. Ungef&amp;#228;hr zu diesen Zeiten muss es wohl die fast 5000 Einwohner gegeben haben, die es erforderlich machten, bis zu achtst&amp;#246;ckige H&amp;#228;user zu bauen: wahre Wolkenkratzer zu der Zeit. Damit sie nicht zuviel kratzten, waren die einzelnen Etagen ziemlich niedrig … Aus dieser F&amp;#252;lle erkl&amp;#228;rt sich auch, dass es auf ganz engem Raum f&amp;#252;nf Synagogen gibt, die nat&amp;#252;rlich auch vorne und hinten nicht gereicht haben k&amp;#246;nnen. Wir haben heute drei der f&amp;#252;nf besichtigt, und die hatten jeweils eher die Gr&amp;#246;&amp;#223;e eines sehr &amp;#252;ppigen Wohnraums. Was daran liegen mag, dass sie nachtr&amp;#228;glich in bestehende H&amp;#228;user eingebaut wurden. In der ersten, der deutschen, wurde auch noch die &amp;quot;Kanzel&amp;quot; (wei&amp;#223; leider nicht, wie das richtig hei&amp;#223;t) gem&amp;#228;&amp;#223; traditionellem Plan in der Raummitte installiert - aber die Statik war dagegen, der Boden sieht auch heute etwas gef&amp;#228;hrlich angebrochen aus. Daher wurde sie hier sp&amp;#228;ter &amp;quot;exzentriert&amp;quot; und in den weiteren Bauten gleich an die Seitenwand gesetzt. &amp;#220;brigens machte nicht nur die Vielzahl der Beter die gro&amp;#223;e Anzahl an Beth&amp;#228;usern n&amp;#246;tig, sondern auch die Unterschiedlichkeit des Ritus. Denn in der venezianischen Seerepublik waren ja Juden aus aller Herren L&amp;#228;nder zusammengekommen, zuerst deutsche und (ost-)europ&amp;#228;ische (ashkenazim), dann italienische vor allem auch aus S&amp;#252;ditalien, die sich mit ersteren zusammentaten, dann spanische (auch &amp;quot;ponentinische&amp;quot;), die zusammen mit den urspr&amp;#252;nglich spanischen von der Levante, also aus dem &amp;#246;stlichen Mittelmeerraum, als sephardim bezeichnet werden und ihrem eigenen Ritus folgen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Heute hat die j&amp;#252;dische Gemeinde von Venedig noch etwa 500 Mitglieder, von denen aber nur noch eine absolut verschwindende Minderheit von vielleicht 15 im Ghetto wohnt. Nach dem Ende der venezianischen Republik wurde 1797 auch die Ghettoisierung aufgehoben, so dass man es seit daher vermutlich vorzog, sich sch&amp;#246;nere Wohnungen zu leisten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Au&amp;#223;er den Synagogen haben wir auch das ganz sch&amp;#246;n hergerichtete Museum besucht. Sehr nett: die Wechselausstellung mit Werken eines offenbar j&amp;#252;dischen (oder doch des Hebr&amp;#228;ischen m&amp;#228;chtigen) K&amp;#252;nstlers, der mit Buchstaben und Zahlen seine Fl&amp;#228;chen f&amp;#252;llt. Sehr typisch, und einige seiner Werke waren auch schon im italienischen Pavillon zu sehen und sp&amp;#228;ter im Schaufenster einer der zahllosen Galerien der Stadt. Aber auch die computergest&amp;#252;tzen Grafiken eines gewissen Franzosen namens Lalou gefallen mir gut - irgendwo an der Grenze zwischen Bild und Kalligraphie. L&amp;#39;aleph s&amp;#39;arrache &amp;#224; soi-m&amp;#234;me pour cr&amp;#233;er le monde (Das Aleph entrei&amp;#223;t sich seiner selbst, um die Welt zu erschaffen) hei&amp;#223;t ein SchriftBild mit dem ersten Buchstaben des hebr&amp;#228;ischen Alphabets. Wobei ich zugebe, dass mich der Titel in diesem Fall vielleicht noch mehr beeindruckt als das Bild selbst - welch eine Idee!&lt;br&gt; &lt;br&gt;Nach der Besichtigung der Ghetto-Sehensw&amp;#252;rdigkeiten sitzen wir noch gem&amp;#252;tlich auf dem gro&amp;#223;en Platz zwischen den alten Hochh&amp;#228;usern, als uns ein sehr pl&amp;#246;tzlicher Platzregen ins Haus treibt. Aber der ist zum Gl&amp;#252;ck auch so schnell vorbei, wie er gekommen ist. Wir gehen am Canale di Cannaregio bis zum Ende der Stadt: von hier kann man prima die Verkehrssituation der Lagunenstadt quasi als Panorama bewundern. Linker Hand liegt die Stra&amp;#223;enbr&amp;#252;cke - quasi die Angelschnur, an der der venezianische Fisch angebissen hat. Es ist reichlich Bus- und PKW-Verkehr. Direkt vor einem und gleich rechts fahren Boote aller Arten, darunter die Vaporetti, die hier in den Canale einbiegen, vor sich kann man die Flieger im Landeanflug beobachten, und gnaz hinten rechts erkennt man bei genauem Hinschauen den Flughafen. Wir gehen am Canale di Cannaregio fast bis zum Canal Grande und dann Richtung Bahnhof. Grauenhaft, diese Touristenstr&amp;#246;me - aber viel schlimmer: die ganzen Buden mit allem Kram, den kein Mensch braucht, aber f&amp;#252;r teures Geld.&lt;br&gt;&lt;br&gt;An der Piazzale Roma (Autoverkehr, igitt!) kann man die neue &amp;quot;Verfassungsbr&amp;#252;cke&amp;quot; (kann ich ja auch nichts f&amp;#252;r, die hei&amp;#223;t halt so) bewundern. Ich benutze sie auch, aber da f&amp;#228;llt wieder Regen in ausgepr&amp;#228;gten Tropfen, und Burkhard hat keine Lust, den &amp;#246;ffentlichen Park auf der anderen Seite des Canal Grande zu besuchen. Also gehen wir zur&amp;#252;ck und essen im Gam Gam angeblich koscheres Essen. Die gemischte Vorspeise mit Falafel ist jedenfalls sehr lecker - wie oft bei Essen aus dem vorderen Orient w&amp;#228;re es das Beste, sich an den 1000 leckeren Vorspeisenzubereitungen satt zu essen und fertig! Der Rest ist ja auch nicht schlecht - aber eben auch nicht sooo gut. Hier gibt es danach auch keinen Espresso, sondern Kaffee im Mokka-Stil. - Auf der Rechnung findet sich &amp;#252;brigens die Position &amp;quot;2 Gedecke - 0,00 €&amp;quot;. Das scheint unter venezianischen Gastwirten ein Glaubenskrieg zu sein (wo ich doch heute &amp;#252;ber allerhand Religi&amp;#246;ses schreibe): soll man das Gedeck in Rechnung stellen oder nicht? Die, die es in den &amp;#252;brigen Preisen einkalkuliert haben und daher nicht separat berechnen, machen damit gern Werbung, am liebsten mehrsprachig. Aber das kann auch t&amp;#252;ckisch sein. Die beste Variante gab es bei den &amp;quot;Sportivi&amp;quot; (ich berichtete), wo man verwundert in der deutschen Variante &amp;quot;Kein Gedeck ohne Aufpreis&amp;quot; lesen kann. Buohahaha!   &lt;br&gt;&lt;br&gt;Fast h&amp;#228;tte ich &amp;#252;brigens vergessen zu erw&amp;#228;hnen, dass wir vor dem Essen noch einen Abstecher zum Mumien-Gucken in der Kirche San Geremia gemacht haben. In einem sch&amp;#246;nen Kleid und mit einer anmutigen Silbermaske auf dem Gesicht liegt hier die heilige Lucia, H&amp;#252;terin des Gesichtssinns, mit gefalteten Mumienh&amp;#228;nden und nackten Mumienf&amp;#252;&amp;#223;en. Das Lucia-Merchandising ist heftig …!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nun bleibt nur zu hoffen, dass der Regen und der ziemlich frische Wind von heute Nachmittag nur ein kurzes Intermezzo waren. Heute abend war es jedenfalls schon wieder weniger frisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-3644262504759426273?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/3644262504759426273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/sonntag-18-september-2011-allerhand.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3644262504759426273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3644262504759426273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/sonntag-18-september-2011-allerhand.html' title='Sonntag, 18. September 2011: Allerhand Religiöses'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-1573942253386596671</id><published>2011-09-17T22:53:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.542+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Samstag, 17. September 2011: La Giudecca und San Giorgio Maggiore</title><content type='html'>Heute wandeln wir angeblich auf Palladios Spuren, denn dieser ber&amp;#252;hmte Architekt hat die drei Kirchen zumindest konzipiert, die so ungef&amp;#228;hr die einzigen Sehensw&amp;#252;rdigkeiten dieser &amp;quot;Inselgruppe&amp;quot; ausmachen, wenn man mal von dem Riesenklotz im Stil der Hamburger Speicherstadt-Geb&amp;#228;ude absieht: il molino Stucky, nach einem fr&amp;#252;heren Neureichen namens Giorgio S. benannt, der sich von keinen stilistischen Bedenken hatte ankr&amp;#228;nkeln lassen. Heute befindet sich im feinst renovierten Ziegelgem&amp;#228;uer das Hotel Molino Stucky Hilton. Seeehr reich, wenn man die asiatischen Prinzipien anwendet und die Gr&amp;#246;&amp;#223;e des Reichtums nach der K&amp;#228;lte der herausschwallenden Luft beurteilt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zuerst haben wir aber noch an den Zattere die Rosenkranzkirche der Dominikaner besichtigt, die allgemein als Gesuati bekannt ist. Reichlich Bilder von Tiepolo, darunter die &amp;#220;berreichung des Rosenkranzes und Dominikus im Himmel. Sehr venezianisch, aber nicht meins. - &lt;br&gt;&lt;br&gt;Zur Giudecca sind wir dann umsonst gekommen - f&amp;#252;r den Ticketautomaten waren wir zu dumm, und f&amp;#252;rs Kassieren war das Boot zu voll. Wir wandern erst zum Hilton, kommen dabei an Harry&amp;#39;s Dolci vorbei, dem ruhig gelegenen Ableger der ber&amp;#252;hmten Bar, und dann an einer Tankstelle gleich vor der Hotelinsel. Die Giudecca ist n&amp;#228;mlich gar nicht eine Insel; es sind ihrer acht. - Dann geht es zur&amp;#252;ck, immer mit Blick auf die Zattere bzw. sp&amp;#228;ter auf den Dogenpalast. Das Wasser ist recht unruhig heute und schwappt an vielen Stellen auf die Uferpromenade. In einem der Caf&amp;#233;s haben die G&amp;#228;ste schon Fu&amp;#223;b&amp;#228;nkchen unter die Tische gestellt bekommen, sonst gibt&amp;#39;s im Sitzen nasse F&amp;#252;&amp;#223;e … aber der Blick entsch&amp;#228;digt ja f&amp;#252;r fast alles.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein Weilchen sp&amp;#228;ter erreichen wir einen zur&amp;#252;ckspringenden Platz, auf dem wir trockenen Fu&amp;#223;es und trotzdem mit Blick eine Kleinigkeit speisen k&amp;#246;nnen. Ristorante il redentore, die gleichnamige Kirche kann also nicht ganz weit sein. Das Essen ist weder Erl&amp;#246;sung noch Offenbarung, aber auch keine Strafe. Solcherart gest&amp;#228;rkt finden wir wenige Meter weiter die besagte Erl&amp;#246;serkirche mit Palladios klassizistischer Fassade, ganz in strahlendem Wei&amp;#223; oder doch in einem ganz frischen Steingrau. Eine Kirche, die der Senat von Venedig dem lieben Gott versprochen hatte, wenn die gro&amp;#223;e Pestepidemie von 1576/77 rasch ein Ende f&amp;#228;nde. Da der schwarze Tod schon so schnell so viele dahingerafft hatte (50.000 - das w&amp;#228;ren heutzutage so ungef&amp;#228;hr alle gewesen), war es dann auch so, dass schon am 21. Juli 1577 eine Dankeswallfahrt dorthin veranstaltet werden konnte (die Kirche war nat&amp;#252;rlich noch nicht fertig), was bis heute an jedem dritten Julisonntag wiederholt wird, in Form einer Br&amp;#252;cke aus Booten. Die Kirche ist innen ganz wei&amp;#223; get&amp;#252;ncht, also ziemlich hell, und f&amp;#252;r venezianische Verh&amp;#228;ltnisse geradezu unversch&amp;#228;mt schlicht. Das verdanken wir angeblich den Kapuzinern, denn der Senat hatte just deren Gebetsplatz f&amp;#252;r den Bau der Kirche ausgeguckt. Die Bettelm&amp;#246;nche haben diese Wahl unter der Bedingung akzeptiert, dass man ihr Armutsgel&amp;#252;bde respektiere, also keine reichen Leute bei ihnen begrabe. Ich wusste gar nicht, dass Reichenbegr&amp;#228;bnisse soooo lukrativ waren!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Spannend ist auch die Sakristei - man muss ziemlich verschlungene Wege gehen, um dorthin zu gelangen, und steht unversehens in einem Kabinett der besonderen Art. Au&amp;#223;er Reliquiaren und einer ganzen Reihe von klein- bis mittelformatigen Bildern fallen hier besonders die meist etwas leidend dreinblickenden Wachsk&amp;#246;pfe von Heiligen und ber&amp;#252;hmten Kapuzinern auf, die gegen das Verstauben irgendwie makaber mit Glasst&amp;#252;rzen gesch&amp;#252;tzt sind. Wirkt fast so, als seien es Originalk&amp;#246;pfe, in Formalin eingelegt - brrrr!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Kirche Le Zitelle (&amp;quot;die Jungfrauen&amp;quot;) hat ihren Namen von einem Hospiz, in dem sch&amp;#246;ne arme M&amp;#228;dchen fromm erzogen und so (vielleicht) vor der H&amp;#246;llenverderbnis gerettet wurden, die solch unbedarften Wesen praktisch &amp;#252;berall auflauerte. Da es heute wohl weniger Bedarf gibt, bleibt die Kirche meist geschlossen - allerdings muss es wohl, dem wei&amp;#223;en Konfetti vor dem Portal nach zu urteilen, gelegentlich dort Hochzeiten geben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Unweit von dieser Kirche sto&amp;#223;en wir auf den russischen Pavillon; die Ausstellung hei&amp;#223;t &amp;quot;Modernikon&amp;quot;. In einer der Videoinstallationen l&amp;#228;uft auf der Tonspur die Internationale - fatal! Die hab&amp;#39; ich ja jetzt noch als Ohrwurm. V&amp;#246;lker h&amp;#246;rt …! Mein Verdacht ist ja, dass hinter der n&amp;#228;chsten H&amp;#228;userecke einer steht und Strichlisten f&amp;#252;hrt, wie viele der Ausstellungsbesucher noch die Internationale vor sich hin pfeifen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf dem St&amp;#252;ck bis zum Ende der Insel liegen jetzt nur noch das Luxushotel Cipriani, das von dieser Seite v&amp;#246;llig unscheinbar daher kommt, und ein v&amp;#246;llig abgeschlossenes Gel&amp;#228;nde der Finanzverwaltung - da m&amp;#252;ssen wir also noch ein St&amp;#252;ck zur&amp;#252;ck, um das Boot nach San Giorgio nehmen zu k&amp;#246;nnen. Diesmal ist es leider nicht zu voll zum Kassieren, und die 1 Minute Fahrt kostet 6,50 Euro.  :-(  Pro Person, versteht sich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In der alten Klosterkirche gibt es zu diesen Biennalezeiten eine Installation namens Himmelfahrt von einem gewissen Anish Kapoor. Mit vier Ventilationss&amp;#228;ulen an den Vierungspfeilern erzeugt er einen Luftwirbel, zentral wird eine leichte Staubwolke (oder sollte es eine Dampfwolke sein?) ausgeblasen, und oben in der Kuppel saugt ein gro&amp;#223;er R&amp;#252;ssel die sichtbar gemachte Windhose &amp;quot;in den Himmel&amp;quot;. Klasse Idee!&lt;br&gt;&lt;br&gt;F&amp;#252;r stolze 5 Euro pro Person kann man auf den Campanile fahren; die Ausblicke &amp;#252;ber die Lagune sind schon sehr sch&amp;#246;n. Von hier aus kann man auch den riesigen Garten samt Swimmingpool des besagten Hotel Cipriani gut ausmachen - vor allem aber die zwei (!) Kreuzg&amp;#228;nge des Klosters und das ornamentale Gartenlabyrinth. Man sieht aber auch, dass alles menschenleer ist, man also vermutlich nichts davon besichtigen kann. Na, wenn das so ist - dann k&amp;#246;nnen wir ja auch davon Gebrauch machen, dass die 6,50 Euro-Tickets eine ganze Stunde lang zum Bootfahren verwendet werden k&amp;#246;nnen. Also zur&amp;#252;ck nach San Marco.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir besuchen noch die Pavillons von Irland und Zimbabwe und ein Projekt eines gewissen Alan Ginzburg - irgendwie ist es, wie wenn ganz Venedig Tag der offenen T&amp;#252;r hat, in so viele ganz normale H&amp;#228;user kann man auf diese Weise hineingehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann ist es schon bald Zeit, ans Abendessen zu denken, nachdem wir zuvor ein Weilchen auf dem h&amp;#252;bschen Platz vor der Taufkirche Vivaldis herumgesessen haben. Wusste ich gar nicht, dass der Venezianer war! Aber das war er wohl, denn er wurde am 4. M&amp;#228;rz 1678 in genau dieser Gemeinde geboren. Hier gibt es auch die Calle della (nichts) - wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass hier das Wort &amp;quot;morte&amp;quot; &amp;#252;bert&amp;#252;ncht wurde. Komisch - wenn die Leute fr&amp;#252;her mit so einer Stra&amp;#223;e leben konnten, warum dann heute nicht mehr?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was das Abendessen betrifft, folgen wir wieder einer Reisef&amp;#252;hrerempfehlung und gehen ins Al Mascaron. Antipasto Misto, Spaghetti mit Meeresfr&amp;#252;chten und eine Grillfischplatte, dazu ein Tiramis&amp;#249; - nicht billig, nicht schlecht. Und der Laden total hip und seeehr gefragt - die Leute standen drau&amp;#223;en Schlange, um auch hier speisen zu d&amp;#252;rfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-1573942253386596671?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/1573942253386596671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/samstag-17-september-2011-la-giudecca.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1573942253386596671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1573942253386596671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/samstag-17-september-2011-la-giudecca.html' title='Samstag, 17. September 2011: La Giudecca und San Giorgio Maggiore'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-1933828381494303274</id><published>2011-09-17T14:02:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.542+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Freitag, 16. September 2011: Das Extra: Barockkonzert</title><content type='html'>Der Hochkultur am Abend geht leider niedere Esskultur voraus: Da wir vorher noch zum Hotel und um acht Uhr am Konzertsaal sein wollen (keine Platzkarten innerhalb der zwei Preiskategorien), wollen wir lieber nur eine Pizza essen. Die speziell empfohlenen Fladenb&amp;#228;cker liegen aber alle f&amp;#252;r besagte Zwecke ung&amp;#252;nstig, so dass wir uns f&amp;#252;r eine zwar farbenfrohe (ich hatte eine recht italienische mit ricotta und spinaci auf dem Tomatensaucengrund), aber insgesamt paradoxerweise ziemlich farblose Pizza auf dem Campo Santo Stefano entschieden. Hinterher ist noch Zeit: Pizza ist eben wirklich ein Schnellimbiss. Aber, wie ich meine, kein Beinahe-Essen (fast food), sondern doch ein wenig besser. Wir g&amp;#246;nnen uns also noch ein &amp;quot;kunsthandwerkliches&amp;quot; Eis (n&amp;#228;mlich artigianale) und besichtigen den Flohmarkt auf dem Campo San Maurizio (?) - da gibt&amp;#39;s auch wirklich nur alten Kram. Aber das ist ja wohl f&amp;#252;r die Flohmarkt-Adepten der Reiz: aus 1000 Schrottartikeln den einen wertvollen herauszufinden und dann wom&amp;#246;glich noch zum Schn&amp;#228;ppchenpreis zu ergattern. Und umgekehrt: f&amp;#252;r Sachen, die man eigentlich nur noch wegwerfen kann, noch Interessenten zu finden und wenigstens kleines Geld zu bekommen, das dann ja fast wie geschenkt kommt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann werfe ich mich in ganz kleine Schale, und wir finden tats&amp;#228;chlich ohne allzu gro&amp;#223;e Umschweife zu dem Platz an dieser einen Kirche zur&amp;#252;ck (super Beschreibung in Venedig, wie auch die Einheimischen, nach dem Weg befragt, angeblich immer mit der Auskunft &amp;quot;sempre diritto&amp;quot; weiterhelfen, immer geradeaus). Jedenfalls liegt hier das Geb&amp;#228;ude der Scuola Grande di San Teodoro, in der sich das Musikereignis begeben soll. Ein nicht mehr ganz junger Herr in wenig stilechtem Ringelpoloshirt sorgt zun&amp;#228;chst daf&amp;#252;r, dass drau&amp;#223;en ordentlich Schlange gestanden wird. Dann d&amp;#252;rfen wir - &amp;#252;brigens: die Damen meist in kleiner Schale, die Herren meist in kompromisslosem Freizeitlook, gern auch mit kniekurzer Schlabberhose - brav in Zweierreihen in die Eingangshalle eintreten und noch braver ganz hinten um die Glasskulpturenausstellung herum bis zum Fu&amp;#223; der Treppe vordringen. Dass wir uns nicht an den H&amp;#228;nden halten m&amp;#252;ssen, erscheint fast komisch.  ;-)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Schlie&amp;#223;lich d&amp;#252;rfen wir doch den Festsaal der Scuola betreten, der nun hier zum Konzertsaal gestaltet ist. Der Saal ist ja nicht schlecht, aber dass dies der prestigetr&amp;#228;chtigste Konzertsaal in Venedig sei, halte ich doch f&amp;#252;r eine dreiste L&amp;#252;ge des Programmzettels. Schon allein deshalb, weil die Stuhlreihen aus stoffbespannten Drahtgestellsesseln bestehen. In der Scuola Grande de San Rocco hatte ich zu demselben Zweck transparente Design-Kunststoffstapelst&amp;#252;hle gesehen …  &lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Nachteil der Sitzgelegenheit: Je drei bilden eine Einheit mit einem gemeinsamen R&amp;#252;ckenlehnenstoffstreifen, sprich: wenn eine/r sich vorbeugt, fallen die anderen ein St&amp;#252;ck nach hinten, und vice versa. Welcher Designer verbricht sowas??!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Halbwegs p&amp;#252;nktlich um halb neun kommen f&amp;#252;nf Damen und ein Herr in mehr oder weniger sorgsam angelegter Kleidung des 18. Jahrhunderts herein, mit mehr oder weniger liebevoll aufgesetzten wei&amp;#223;en Per&amp;#252;cken. Zwei Violinen (die erste mit strenger Brille und irgendwie ungehalten wirkend), eine Viola (umwerfendes L&amp;#228;cheln!), ein Cello (knallrote Brille, nicht ganz stilecht zum cremefarbenen Gewand, aber in sich ruhend) und ein Kontrabass (leicht unsicher wirkend). Der kniehosige Herr mit den wei&amp;#223;en Kniestr&amp;#252;mpfen bedient das Tasteninstrument, das mal als Cembalo, mal als Orgel daherkommt; die moderne Technik macht&amp;#39;s m&amp;#246;glich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das erste St&amp;#252;ck ist ein Concerto von Vivaldi, nichts besonders Bekanntes - die Barock-Hitparade f&amp;#228;ngt erst danach mit Albinonis Adagio an. Di-daadadaadadaaaaaada, du-daadadaadadaaaaada, di-dudidadidadaaaa … und so weiter. Danach r&amp;#252;ckt die ungehaltene erste Geige einen Notenst&amp;#228;nder in die Mitte der B&amp;#252;hne: Applaus f&amp;#252;r die allererste Geige, diese nun aber m&amp;#228;nnlich. Man nimmt das Herzst&amp;#252;ck des heutigen Abends in Angriff: die vier Jahreszeiten (ouf! So ein Gl&amp;#252;ck, dass es nicht die zw&amp;#246;lf Monate sind.  ;-)) ).&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dieses Werk ist ja nun vom vielen H&amp;#246;ren schon ganz abgegriffen (schiefes Bild, ich wei&amp;#223; - aber schon fast wieder reizvoll schief!), insofern ist es gut, wenn durch live-Darbietung die Aufmerksamkeit noch einmal neu fokussiert wird. Ich &amp;quot;oute&amp;quot; mich jetzt auch wieder als H&amp;#246;r-Banausin (bin halt ein Augentier), wenn ich bekenne, dass die Klangf&amp;#252;lle mich stets zu dem Glauben verleitete, die Jahreszeiten seien ein Orchesterst&amp;#252;ck, wo doch ein Streichsextett mit Cembalobegleitung voll ausreicht. Die Mimik der allerersten Geige ist auch sehenswert - zumindest meine Hand will die ganze Zeit mittanzen. Was mir (Augentier!) jetzt noch fehlt, ist die verfilmte Version: der Nebel, der sich &amp;#252;ber die Wiesen senkt, oder waren da auch Jagdh&amp;#246;rner, die ich im Herbst geh&amp;#246;rt habe? Die klirrende K&amp;#228;lte, das bunte Treiben auf dem Eis … gibt&amp;#39;s bestimmt; f&amp;#252;r sachdienliche Hinweise meiner werten Leser bin ich dankbar.  &lt;br&gt;&lt;br&gt;In der Zwischenzeit &amp;#252;berf&amp;#228;llt mich noch ein sprachphilosophischer Gedanke. Streicher kann man offenbar sehr unterschiedlich betrachten. Die Engl&amp;#228;nder schauen sehr auf die Saiten (&amp;quot;strings&amp;quot;), die Italiener mehr auf die B&amp;#246;gen (&amp;quot;archi&amp;quot;) - da finde ich doch das Deutsche mit dem Schwerpunkt auf der Aktion des Mit-dem-Bogen-&amp;#252;ber-die-Saiten-Streichens sehr ansprechend, wenn auch die noch Pingeligeren einwenden k&amp;#246;nnten, es g&amp;#228;be schlie&amp;#223;lich auch pizzicato.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Jedenfalls war das ein sehr nettes Konzert, auch wenn wir uns hinterher gut gek&amp;#252;hlt trollen. Auf einer Sorte Plakat stand zwar &amp;quot;hall fully heated&amp;quot;, aber das war wohl nur eine missverstandene &amp;#220;bersetzung f&amp;#252;r &amp;quot;klimatisiert&amp;quot;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-1933828381494303274?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/1933828381494303274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/freitag-16-september-2011-das-extra.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1933828381494303274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1933828381494303274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/freitag-16-september-2011-das-extra.html' title='Freitag, 16. September 2011: Das Extra: Barockkonzert'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-2720119016391332546</id><published>2011-09-16T23:21:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.543+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Freitag, 16. September 2011: Das ist Pauls Kreuz! San Polo und Santa Croce</title><content type='html'>Am nicht mehr ganz so fr&amp;#252;hen Morgen - ich musste erst noch eine halbe Stunde im Reisef&amp;#252;hrer lesen - machen wir uns auf Richtung Rialtobr&amp;#252;cke, denn wir wollen den anderen Kernbereich der Stadt erkunden. Nicht das Sechstel San Marco, sondern das Drittel San Polo und Santa Croce - oder ist K&amp;#252;rzen hier unzul&amp;#228;ssig? Oder, um es in Shanghaier Begriffen auszudr&amp;#252;cken: da w&amp;#228;re der Canal Grande der Flu&amp;#223; (Huang)Pu, wir wohnen in PuDong (&amp;#246;stlich des Flusses), und wollen PuXi (den Stadtteil im Westen) besuchen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gleich hinter der Rialtobr&amp;#252;cke, die irgendwie &amp;#252;berhaupt kein Flair hat, liegt die angeblich &amp;#228;lteste Kirche der Stadt. Ganz klein, mit einer Kuppel und einem simplen Vordach auf alten S&amp;#228;ulen. Vergleichsweise &amp;quot;intim&amp;quot;, aber auch nicht so richtig - da k&amp;#246;nnen die venezianischen Kirchen nach meinem Geschmack mit den romanischen (von der Dorfkirche bis zu den Resten von Cluny) einfach nicht mithalten. Und was die Br&amp;#252;cke betrifft: au&amp;#223;en die &amp;#252;bervollen Treppen mit den von Abermillionen Touristen glattpolierten Steinquadern als Gel&amp;#228;nder, die leicht abgewrackten Bretterr&amp;#252;ckseiten der kleinen Ladenbuden, innen die besagten L&amp;#228;den mit dem &amp;#252;blichen Touristenkram. Nicht, dass ich spontan w&amp;#252;sste, wie man es besser machen k&amp;#246;nnte - aber daf&amp;#252;r k&amp;#246;nnte die Stadt ja mal einen Ideenwettbewerb ausschreiben: Gebt der Rialtobr&amp;#252;cke eine neue Seele!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir streifen durchs Sechstel. Es ist ziemlich touristisch, au&amp;#223;erdem scheint es hier eine H&amp;#228;ufung von Schuhgesch&amp;#228;ften zu geben. Eins ist auch dabei, in dem es schicke Variet&amp;#228;ten von Gummistiefeln gibt. Wieso nur eins? M&amp;#252;sste hier nicht die Welthauptstadt der Gummistiefelmode sein? Wo sonst w&amp;#228;re es so n&amp;#246;tig wie hier, schn&amp;#246;des Plastik modisch aufzupeppen? Den Wattw&amp;#252;rmern in der Nordsee ist es egal, und den Wildsauen, deren Suhlen inspiziert werden sollen, vermutlich auch … aber wenn man elegant &amp;#252;ber den (Hochwasser-)Laufsteg trippelt, sollte es ja schon nach etwas aussehen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach diversen Kirchen, Pl&amp;#228;tzchen, Br&amp;#252;cken, Gassen und Kan&amp;#228;len &amp;#246;ffnet sich pl&amp;#246;tzlich der weite Platz San Polo, auf dem es leider nur zwei oder drei schattige B&amp;#228;nke gibt, die nat&amp;#252;rlich alle besetzt sind. Da bleibt uns nur der Sitzplatz mit Getr&amp;#228;nk, was ja auch nicht schlecht ist, denn es ist heute wieder hei&amp;#223; und schon fast Mittag. Angeblich ist dieses der gr&amp;#246;&amp;#223;te Platz in Venedig, wo fr&amp;#252;her B&amp;#228;renhatzen (!!) und andere Volksbelustigungen veranstaltet worden seien - aber wenn da erst Volk drauf ist, bleibt ja nicht mehr viel Raum f&amp;#252;r B&amp;#228;ren, geschweige denn f&amp;#252;rs Hetzen.   &lt;br&gt;&lt;br&gt;In der namengebenden Kirche des heiligen Paul entschlie&amp;#223;en wir uns dann doch, den &amp;quot;Chorus Pass&amp;quot; zu erwerben. Eintritt in 16 kostenpflichtige Kirchen f&amp;#252;r 10 Euro pro Person - das erscheint ja sehr akzeptabel, wo es einzeln immer gleich leicht unversch&amp;#228;mte 3 Euro sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Unser wichtigster Programmpunkt heute sind die Frari-Kirche (eigentlich: Santa Maria Gloriosa dei Frari) und, gleich gegen&amp;#252;ber, die Scuola Grande di San Rocco. Unterwegs kommen wir an einem reisef&amp;#252;hrerempfohlenen Schokoladenladen mit dem sch&amp;#246;nen Namen Laster Tugend (vizio virt&amp;#249;) vorbei. Im Schaufenster stehen lauter w&amp;#228;rmeempfindliche Kleinkunstwerke zu meist nicht genannten Preisen - wir widerstehen tapfer. Gegen&amp;#252;ber gibt es einen Laden f&amp;#252;r Gondel-Rudergabeln; das ist auch ein Thema f&amp;#252;r sich, aber das Widerstehen ist so unendlich viel leichter als bei der Schokolade … Die Rudergabeln (ital.: forcole, als G&amp;#228;belchen) sind komisch geformte Holzteile, traditionell wohl aus Walnu&amp;#223;holz, die es erlauben, auf &amp;quot;tausend&amp;quot; Arten das eine Gondel-Ruder anzulegen, was zusammen mit der schiefen Konstruktion der Boote (viiiiiel schiefer als gedacht, wenn man mal genau hinschaut) erlaubt, mit nur einem Ruder geradeaus zu fahren und ein superwendiges Gef&amp;#228;hrt aus der doch recht gro&amp;#223;en Gondel zu machen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erfreulicherweise gilt der Chorus Pass auch f&amp;#252;r die riesengro&amp;#223;e Frari-Kirche, die neben zwei (schrecklichen) Mausoleen f&amp;#252;r Tizian und Canova auch mehrere Dogengr&amp;#228;ber und nat&amp;#252;rlich jede Menge Gem&amp;#228;lde enth&amp;#228;lt. Das ber&amp;#252;hmteste: Mariens Himmelfahrt, 3,90 mal 6,90 Meter, auf dem Hochaltar. Zu seiner Zeit wohl ein Skandal, heute ziemlich entr&amp;#252;ckt (buchst&amp;#228;blich) und nicht mal per Foto greifbarer, denn Fotografieren ist schon wie in fast allen Kirchen verboten. - Der weite, hohe gotische Raum mit edlem Chorgest&amp;#252;hl ist schon recht beeindruckend.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gegen&amp;#252;ber, in den R&amp;#228;umen der Rochusbruderschaft, dominiert Tintoretto. Trotzdem erscheinen mir die R&amp;#228;ume fast eher be- oder gar erdr&amp;#252;ckend denn be-ein-druckend, was daran liegen mag, dass sie insgesamt sehr dunkel sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In San Stae (eigentlich: San Eustachio) befindet sich eine weitere Kunstinstallation, oder genauer: zwei. Bienenstock und Schicksalstrommeln, oder so &amp;#228;hnlich. Mich beeindruckt aber das namenlose Grab mitten in der Kirche mehr. Au&amp;#223;er Totenkopf mit gekreuztem Knochenpaar ist rechts und links der Grabplatte je ein sensenschwingendes Skelett als Marmoreinlegearbeit deutlichster Hinweis auf die Verg&amp;#228;nglichkeit, und die lateinische Grabinschrift besagt: Name und Asche wurden zusammen mit der Eitelkeit (vanitas) begraben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Vor San Stae gibt es weitere Eiermosaiken (s. Bericht &amp;#252;ber den ukrainischen Pavillon), und daneben noch eine Ausstellung mit drastisch-unverst&amp;#228;ndlichen S/W-Fotos eines taiwanesischen K&amp;#252;nstler: Das Festmahl des Chun-Te.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann machen wir uns so langsam auf den R&amp;#252;ckweg, denn f&amp;#252;r heute Abend haben wir Konzertkarten. Es gibt im Wesentliche Vivaldis vier Jahreszeiten und als Dreingabe noch ein paar von den Loussier&amp;#39;schen Baroque Favorites, so Albinonis Adagio und Pachelbels Kanon. Aber davon vielleicht separat mehr, jetzt muss ich schlafen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-2720119016391332546?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/2720119016391332546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/freitag-16-september-2011-das-ist-pauls.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2720119016391332546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2720119016391332546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/freitag-16-september-2011-das-ist-pauls.html' title='Freitag, 16. September 2011: Das ist Pauls Kreuz! San Polo und Santa Croce'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8043233644140063490</id><published>2011-09-15T22:30:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.543+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Donnerstag, 15. September 2011: San Michele und das goldene Haus</title><content type='html'>Heute muss ich mal B&amp;#246;tchen fahren und raus aus der Stadt, auf die Friedhofsinsel San Michele. Eigentlich wollen wir vorher in die Ca d&amp;#39;Oro, aber die hat heute ausnahmsweise &amp;#252;ber Mittag geschlossen. Besichtigt wurden also auf dem Weg zur Vaporetto-Haltestelle &amp;quot;Fondamente Nuove&amp;quot; nur diverse Kirchen, die zwar theoretisch alle ihren Tintoretto oder Tizian haben, praktisch aber nur Kopien ausstellen. Bei den heiligen Aposteln h&amp;#228;ngt die Tintoretto-Kopie lieblos in einem &amp;quot;Schmuckst&amp;#252;ck&amp;quot; von Renaissancekapelle von einem gewissen Mauro Codussi (mir gef&amp;#228;llt&amp;#39;s trotzdem nicht), prachtvoller geht es schon in der Jesuitenkirche der himmelgefahrenen Maria zu. Hier meint der Reisef&amp;#252;hrer &amp;quot;eine Orgie aus gr&amp;#252;nem und wei&amp;#223;em Marmor&amp;quot;, und das stimmt wohl auch. Die ziemlich gro&amp;#223;e Kirche ist mit dieser Orgie (Einlegearbeiten im Stil venezianischer Tapeten aus dem besagten Marmor in zwei Farben) daf&amp;#252;r zwar etwas sehr pomp&amp;#246;s, aber doch auch einheitlich gestaltet. Der Tizian gleich vorne links ist schon beeindruckend, was den Umgang mit Licht und Finsternis betrifft. Es zeigt das Martyrium des heiligen Laurenz, der bekanntlich auf dem gl&amp;#252;henden Rost gegrillt wurde. Die Feuerglut von unten und eine g&amp;#246;ttliche &amp;quot;Lichtexplosion&amp;quot; von oben dominieren die dunkle Szenerie.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Apropos Licht: zwischendurch waren wir noch beim lettl&amp;#228;ndischen Biennale-Kollateralereignis: artificial peace, k&amp;#252;nstlicher Friede, hei&amp;#223;t das Werk einer K&amp;#252;nstlerin aus Riga. Eine Installation von vermutlich leicht kolorierten Leinw&amp;#228;nden mit Schwarzlicht. -&lt;br&gt;&lt;br&gt;Noch ein paar Meter nach Norden, und man hat die &amp;quot;R&amp;#252;ckenflosse&amp;quot; des venezianischen Fisches erreicht (einfach mal einen Plan der Lagunenstadt anschauen, dann erschlie&amp;#223;t sich das Bild). Hier an den Fondamente Nuove fahren die Linien 41 und 42, die auf der Friedhofsinsel anlegen. Ich kaufe Tickets und verlange &amp;quot;zweimal nach San Michele&amp;quot;, was mir die leicht verwunderte R&amp;#252;ckfrage &amp;quot;und zur&amp;#252;ck?!&amp;quot; einbringt. Sicher doch, ich will ja nicht gleich da bleiben!&lt;br&gt;&lt;br&gt;W&amp;#228;hrend wir noch auf den (oder das?) Vaporetto warten, f&amp;#228;hrt ein Motorboot mit blumengeschm&amp;#252;cktem Sarg darauf voraus, ein zweites mit der Trauergesellschaft hinterher. Als wir sp&amp;#228;ter die Kirche erreichen, stehen Sarg, Gesellschaft und Priester schon zum Abmarsch bereit im Kreuzgang und schreiten dann auch unmittelbar zur Beisetzung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gleich vorn in diesem Geb&amp;#228;udekomplex befindet sich ein Gedenkstein f&amp;#252;r Christian Doppler, den Finder des gleichnamigen Effekts. Auch sonst gibt es ein paar Ber&amp;#252;hmtheiten zu besuchen, wenn auch nicht so viele wie auf den Pariser Friedh&amp;#246;fen sind. Und der Zettel, den man als Findehilfe bekommen kann, leistet dem Vorurteil Vorschub, die Italiener seien chaotisch und unorganisiert. Diaghilev und Strawinsky finde ich trotzdem, und noch einige mir unbekannte Prominente. Auch einen gewissen Modest Bakunin - aber der ist nirgendwo genannt. Scheint auch mit dem russischen Revolution&amp;#228;r oder was der war nichts zu tun zu haben. - Auf dem griechischen und dem evangelischen Teil des Friedhofs liegen sowieso die interessantesten Gr&amp;#228;ber - jede Menge Ausl&amp;#228;nder von &amp;#252;berall her, die in Venedig dahingeschieden sind. Demenstsprechend sieht man auch Grabdenkm&amp;#228;ler in allerhand Sprachen; auf dem griechischen Teil viele auf Russisch oder eben Griechisch, auf dem evangelischen Teil auch Englisch, Schweizerisch, Holl&amp;#228;ndisch, Ungarisch, Deutsch, &amp;#214;sterreichisch  (&amp;quot;Schlummere sanft!&amp;quot;) … die Gr&amp;#228;ber sind oft ziemlich alt, aus dem 19. Jahrhundert - wenn man nun so gar keinen Platz hat, k&amp;#246;nnte man vielleicht doch mal ans Auflassen denken, zumal viele Denkm&amp;#228;ler schon ganz verfallen sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie immer hat so ein Friedhof so viele unerz&amp;#228;hlte Geschichten: das Doppelkindergrab, geb. 21.12.1957, gest. 24.12.1957 das eine, geb. 29.3.1959, gest. ?.8.1959, wie traurig. Oder die junge Amerikanerin aus New York, die Angetraute von Dottore Angelo Zucchi, die im Alter von 26 Jahren starb und drei Bambini hinterlie&amp;#223;. Oder der gut &amp;#252;ber siebzigj&amp;#228;hrige Vater (?), der zwei Jahre vor seinem Tod noch den Sohn im Alter von 34 1/2 Jahren zu Grabe hatte tragen m&amp;#252;ssen. Und, und, und. Mittlerweile, so habe ich gelesen, werden Erdbestattungen m&amp;#246;glichst vermieden, da der Boden sehr salzhaltig sein soll, was die Verwesung behindert - geht wohl mehr in die Richtung &amp;quot;Salzheringe&amp;quot;. In einer Ecke standen auch mehrere massive (Linden-?)Holzpfl&amp;#246;cke … wenn die da alle so gut erhalten sind … Allerdings machen die M&amp;#252;cken m&amp;#246;glichen anderen Blutsaugern heftige Konkurrenz. Meine Beine sind ja schon von den Vortagen mit roten Quaddeln verziert, die anfallsweise heftig jucken - aber hier haben alle M&amp;#228;dels pl&amp;#246;tzlich lange Arme mit Kratzh&amp;#228;ndchen dran. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Vorsichtshalber ist die Insel auch ganz von Mauern umgeben. Im S&amp;#252;den geben drei vergitterte Tore einen Blick auf die ziemlich unspektakul&amp;#228;re Skyline von Venedig frei. Hier f&amp;#252;hren auch Stufen ins Meer, aber weiter als bis vor die vergitterten Tore kommt man nicht. - Unweit von dieser Mauer&amp;#246;ffnung steht eine Bank im Schatten der Zypressen, auf der es sich wunderbar aushalten l&amp;#228;&amp;#223;t: die Luft ist warm und (wirklich keine &amp;#220;bertreibung!) durchtr&amp;#228;nkt vom Zypressenduft, eine sanfte Brise weht von der Lagune zum Tor hinein und vertreibt wohl auch die M&amp;#252;cken, und vom Bootsverkehr drau&amp;#223;en abgesehen ist es ruhig und still. Da h&amp;#228;tte ich stundenlang sitzen bleiben k&amp;#246;nnen! Das Einzige, was mich anficht: ich habe San Michele irgendwie ganz anders in Erinnerung. Sprich: den Erinnerungen ist nicht zu trauen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Insel in der Zwischenzeit nennenswert umgestaltet wurde, erscheint doch extrem klein. Im Moment soll es allerdings ein Erweiterungsprojekt geben, das bis 2013 fertiggestellt w&amp;#228;re …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir fahren aber dann doch zur&amp;#252;ck; die Fahrt ist in Nullkommanix vorbei. So richtig als B&amp;#246;tchentour kann man es eigentlich gar nicht gelten lassen. Wir kehren zun&amp;#228;chst in einer Bar ein und trinken DAS Modegetr&amp;#228;nk, einen Gingerino: knallorange, knalls&amp;#252;&amp;#223;, knallbitter. Nicht unangenehm und hier zu ungef&amp;#228;hr jeder Tages- und Nachtzeit buchst&amp;#228;blich in aller Munde, oft wohl auch mit was-wei&amp;#223;-ich gemischt. Dann noch einen Cappuccino; das muss reichen f&amp;#252;r den Besuch der Ca d&amp;#39;Oro, die den Beinamen Galleria Franchetti tr&amp;#228;gt. So der Name des M&amp;#228;zens. Wir sind aber ein bisschen entt&amp;#228;uscht: so toll erscheint uns die Sammlung nun auch wieder nicht. Jaja, Andrea Mategnas sorgf&amp;#228;ltig dekorativ mit Pfeilen durchbohrter heiliger Sebastian. Jaja, die Landschaften der holl&amp;#228;ndischen Schule. Mir sagt sowohl des Titels wie des Sujets wegen mehr die &amp;quot;Madonna mit dem Sack&amp;quot; zu - v&amp;#246;llig unzwingend hat sich ein dicker runder, fast wei&amp;#223;er Sack - irgendwie schweinsf&amp;#246;rmig! - die Gesellschaft der heiligen Mutter erschlichen. - Interessant ist schon eher das Projekt, zwischen den alten Meistern einen Zeitgenossen ausstellen zu lassen. Seine Personen haben meist Schn&amp;#228;bel statt Nasen, die meisten Bilder sind &amp;quot;senza titolo&amp;quot;, ohne Titel (wie &amp;#228;rgerlich! Meiner Meinung nach sollten K&amp;#252;nstler sich zwingen, ihren Sch&amp;#246;pfungen Namen zu geben - Namenloses verbleibt doch irgendwie im Embryonalstadium. Ist es in der biblischen Sch&amp;#246;pfungsgeschichte nicht auch so, dass ein jedes seinen Namen bekommt und damit erst vollwertiger Bestandteil der Sch&amp;#246;pfung wird??), und auf Erkl&amp;#228;rungstafeln stehen schwer verdauliche Texte &amp;#252;ber die Kunst an sich. Mir gef&amp;#228;llt der kleine Interviewausschnitt am besten. Sinngem&amp;#228;&amp;#223; geht der ungef&amp;#228;hr so: (Frage einer Journalistin:) Zuletzt haben mehr und mehr K&amp;#252;nstler auch &amp;#252;ber Kunsttheorie gesprochen und ihre Position im gesellschaftlich-politischen Diskurs unter besonderer Ber&amp;#252;cksichtigung des philosophischen Environnements verdeutlicht; Ihre ist bislang im Dunkeln geblieben. Wollen Sie uns etwas &amp;#252;ber Ihre Position sagen? (Sorry, verhohnepipelt, aber irgendwie klang es genau so. Antwort des K&amp;#252;nstlers:) Ja, also, wenn ich an gro&amp;#223;formatigen Werken arbeite, tue ich das im Stehen. Bei kleineren Formaten ziehe ich eine sitzende Position vor. Nichts anderes als Loriots ber&amp;#252;hmtes &amp;quot;Wir schlafen im Liegen!&amp;quot;, nur dass in der transskribierten Version die verdeutlichende Geste fehlt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Erw&amp;#228;hnenswert ist auch noch der kleine Hof der Ca d&amp;#39;Oro. Die sch&amp;#246;nen gotischen Fenster, ein Terrakottabrunnen, sparsam verteilt Skulpturen &amp;quot;als greco&amp;quot; und der auff&amp;#228;llig &amp;#252;ppige vielfarbige Marmorfu&amp;#223;boden vom Anfang des 20sten Jahrhunderts. -&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am Abend essen wir im &amp;quot;Ai Barbacani&amp;quot; - recht &amp;#252;ppig, mit lokalem Einschlag (sarde in saor, seppie alla veneziana) und sehr nett. Wir w&amp;#228;hlen ein gutes Verfahren: eine italienische UND eine deutsche Speisekarte. Und nicht lachen, auf letzterer gibt es n&amp;#228;mlich die Rubriken &amp;#39;Vorspeisen&amp;#39;, &amp;#39;Ernster Gang&amp;#39; (sic!), &amp;#39;Zweiter Gang&amp;#39;. Wenn ich nur nicht so furchtbar satt w&amp;#228;re. Und das ganz ohne Dessert!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8043233644140063490?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8043233644140063490/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/donnerstag-15-september-2011-san.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8043233644140063490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8043233644140063490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/donnerstag-15-september-2011-san.html' title='Donnerstag, 15. September 2011: San Michele und das goldene Haus'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5858317767422828412</id><published>2011-09-14T22:04:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.543+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Mittwoch, 14. September 2011: Auf dem harten Rücken: Dorsoduro</title><content type='html'>Ans Fr&amp;#252;hst&amp;#252;ck haben wir uns schon fast gew&amp;#246;hnt - und der Cappuccino aus der Maschine schmeckt wirklich gut, der entsch&amp;#228;digt sogar f&amp;#252;r die Croissants, die entweder klebrig lackiert sind und dann mit z&amp;#228;her Marmelade gef&amp;#252;llt oder puderzuckerbeschneit und dann mit dicker Creme vollgespritzt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Heute geht es zielstrebig zur Accademia-Br&amp;#252;cke. 52 Stufen hinauf, 53 hinunter - die venezianischen Br&amp;#252;ckenbauer sind sehr menschenfreundlich und gestalten ihre Br&amp;#252;cken mit den ganz flachen Stufen, die man ganz l&amp;#228;ssig &amp;#252;berschlendern kann, ohne sich anstrengen zu m&amp;#252;ssen. Schon ist man an der Galleria dell&amp;#39;Accademia, eins der wichtigsten &amp;quot;Schinkenmuseen&amp;quot; in Venedig. Mit Kontrollen, Regeln und Aufsicht scheint man es sehr locker zu nehmen - aber ich hoffe angesichts der Bilder, dass das nur so aussieht. Es ist jedenfalls angenehm. Die R&amp;#228;umlichkeiten machen daf&amp;#252;r zum Teil einen ziemlich abgewrackten Eindruck, und mehrere sind auch wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Ich entdecke, dass der bereits erw&amp;#228;hnte Vittore Carpaccio keineswegs ein Zeitgenosse von Harry war, dem Gr&amp;#252;nder und Namensgeber seiner Bar, sondern um ca. 1460 geboren wurde. Wie kam der Koch blo&amp;#223; auf die Idee, sein hauchd&amp;#252;nn aufgeschnittenes Rindfleisch nach dem zu benennen?? Wahrscheinlich wegen der Assoziation mit den alten Schinken … von Herrn Carpaccio sind besonders diverse Ursulinenschinken &amp;#252;berliefert, darunter die Ankunft in K&amp;#246;ln, das damals auf den Stadtfahnen wohl noch nur die drei Kronen zeigte - die 11(tausend) Tr&amp;#228;nen waren ja erst noch in Arbeit. Gemetzel s. n&amp;#228;chstes Bild. Ziemlich blutberauscht werden da die zahlreichen z&amp;#252;chtigen jungen Damen massakriert. Aber Ende gut, alles gut: das dritte gro&amp;#223;formatige Gem&amp;#228;lde zeigt die Apotheose der heiligen Ursula und ihrer Gef&amp;#228;hrtinnen. Liegt das jetzt nur an meiner Darstellung, oder war das ein bisschen zynisch?!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Eigentlich habe ich mich aber heute auf die Bellinis konzentriert. Und nicht auf die klassischen Cocktails, die bei Harry erfunden und so getauft wurden, sondern auf die Gem&amp;#228;lde von Johannes Bellinus, der auch noch mit Johannes signiert hat und nicht als Giovani. So liebliche Madonnen, so vertr&amp;#228;umte Blicke! Und dann das ber&amp;#252;hmte Gewitterbild mit der stillenden Mutter im Gr&amp;#252;nen und dem Blitz am dr&amp;#228;uenden Himmel, von dem ich ziemlich sicher bin, dass ich es vor 19 Jahren in einer Ausstellung in der Ca d&amp;#39;Oro gesehen habe. Jedenfalls anderswo.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Danach machen wir uns auf den Weg durchs Viertele, von einer Kirche zur n&amp;#228;chsten, von einem campo zum campiello. An der Universit&amp;#228;t in der Ca Foscari findet irgendein Symposium statt, man h&amp;#246;rt internationales Geplauder beim Mittagsimbiss. Die venezianischen Kirchen erscheinen mir noch zahlreicher als z.B. die K&amp;#246;lner - wozu &amp;quot;zum Teufel&amp;quot; braucht man so viele? Es gibt zwei Klassen: die, die man umsonst betreten kann, und die, in denen es Eintritt kostet. Dann immer gleich drei Euro pro Person, und blo&amp;#223;, weil dann da irgendwelche dunklen Bilder in dunklen Ecken h&amp;#228;ngen oder von schr&amp;#228;g einfallendem Licht in matt reflektierende Fl&amp;#228;chen verwandelt werden. Och n&amp;#246;. Was die Atmosph&amp;#228;re betrifft, machen die meisten venezianischen Kirchen sowieso nicht viel her. Lobend zu erw&amp;#228;hnen hier vielleicht die etwas abseits gelegene Kirche San Nicol&amp;#242; dei Mendicoli. Zwar alles sehr &amp;#252;berladen und mit mehr oder weniger finsteren Gem&amp;#228;lden im Gro&amp;#223;format, aber irgendwie einheitlich und ganz wirkend, nicht wie ein Zoo von Versatzst&amp;#252;cken, der bei Verf&amp;#252;gbarkeit von Budget um das n&amp;#228;chste Werk erg&amp;#228;nzt wurde.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zur Mittagszeit sind wir auf dem Campo Santa Margherita, wo wir im Ristorante &amp;quot;ai sportivi&amp;quot; speisen - es erschien mir aber auch nicht sportlicher als anderswo. Vielleicht h&amp;#228;tte ich intensiver versuchen sollen, die v&amp;#246;llig schmerzfreien Tauben, die einem da zwischen den F&amp;#252;&amp;#223;en herumwuseln, mit etwas Zitronensaft zu betr&amp;#228;ufeln: das w&amp;#228;re bestimmt f&amp;#252;r alle Beteiligten sportlicher gewesen. Burkhard bestellt aus nostalgischen Gr&amp;#252;nden frittura mista, aber die dauert erstens ewig und ist zweitens auch nicht mehr das, was sie mal war. keine kleinen Fischchen, die sich als Pommes frites verkleidet haben - jetzt gibt es Tintenfischringe und Garnelen. Ach nee, Tante Mechthild!&lt;br&gt;&lt;br&gt;W&amp;#228;hrend wir da so sitzen und essen, sehe ich Heerscharen von Leuten mit Eis vorbeigehen. Aha! Da hinten scheinen die Leute f&amp;#252;r hausgemachtes Eis anzustehen. Da gehen wir dann auch hin und holen uns noch einen Nachtisch. Mascarpone-Eis mit Feigen, Fior di latte (&amp;quot;Milchblume&amp;quot;) und Dogen-Creme mit (glaube ich) kandierten Kumquat-St&amp;#252;ckchen schmecken gut, haben mich aber total umgehauen. Vorher war ich noch gar nicht soooo satt. Aber jetzt, wo ich dies schreibe, ist es fast neun Uhr und wir haben beschlossen, dass wir heute kein Abendessen mehr ben&amp;#246;tigen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In der Sonne ist es jedenfalls tags&amp;#252;ber ganz sch&amp;#246;n hei&amp;#223;, wir sind immer froh, wenn wir durch enge Gassen oder auf dem schattigen Ufer gehen k&amp;#246;nnen. Aber um etwa vier Uhr erreichen wir die Zattere, den alten Uferweg im S&amp;#252;den des Dorsoduro am Canal der la Giudecca, der vermutlich vor noch nicht allzu langer Zeit in die halbwegs mond&amp;#228;ne Uferpromenade verwandelt wurde, die sie jetzt ist. Es ist allerdings nicht sehr voll, was wohl auch an den Temperaturen liegen mag. Als wir das &amp;quot;Spitzensegment&amp;quot; der Halbinsel erreichen, liegen dort die alten Bootsh&amp;#228;user, die sich auch hervorragend f&amp;#252;r Kunstausstellungen eignen. Eine der wohl besonders hochkar&amp;#228;tigen Ausstellungen im Rahmen der Biennale (auf Englisch: collateral events) findet sich gleich in einem der ersten &amp;quot;Schuppen&amp;quot;: Anselm Kiefers &amp;#39;Salz der Erde&amp;#39;. Eintrittskarten muss man aber ein paar zig Meter weiter hinten kaufen. Gleich daneben liegt der gemeinsame Pavillon von Katalonien und den Balearen, den man umsonst besichtigen kann und deren &amp;quot;Bewacher&amp;quot; wohl schon leicht genervt sind, weshalb sie mit dickem, schwarzem Filzstift in Gro&amp;#223;buchstaben einen Zettel beschriftet haben: THIS IS (unterstrichen) NOT THE EXHIBITION OF ANSELM KIEFER (next door on the left) AND (unterstrichen) NOT THE TICKET OFFICE (100 mt on the right). This is the Pavillion of CATALUNYA &amp;amp; BALEARIC ISLANDS. FREE ENTRY. Thank you.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Diese Videoinstallation ist sogar ganz nett; es geht (glaube ich) darum, dass so unendlich viel gleichzeitig passiert, dass es Bilder gibt und Geschichten. Letztere kann man erz&amp;#228;hlen, erstere nicht. Nebenan stellen diverse arabische K&amp;#252;nstler unter dem Thema The Future of the Promise aus (die Zukunft des Versprechens), was ja nun, da das Versprechen der Zukunft vielleicht weniger eingel&amp;#246;st scheint denn je, die zweckm&amp;#228;&amp;#223;igere Fragestellung sei.&lt;br&gt;&lt;br&gt;W&amp;#228;hrend wir noch zur Halbinselspitze weitergehen, f&amp;#228;hrt eins von diesen Kreuzfahrtschiffen vorbei. Alle Passagiere stehen an Deck Spalier … ach nein, ich glaube, das ist nichts f&amp;#252;r mich. Die Inselspitze &amp;quot;ziert&amp;quot; ein ziemlich unzwingender nackter wei&amp;#223;er Plastikj&amp;#252;ngling, der mit spitzen Fingern einen Frosch am Hinterbein h&amp;#228;lt. Herren in Uniform (allerdings von einem privaten Sicherheitsdienst) verbreiten Sicherheit und Zigarettenqualm.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Als wir schlie&amp;#223;lich bei Santa Maria della Salute ankommen, die bei mir nur Santa Maria delle Volute hei&amp;#223;t (Voluten: spiralf&amp;#246;rmige Ornamente, von denen es hier reichlich gibt), ist sie schon geschlossen. Da bleibt uns nur noch, weiter durch Stra&amp;#223;en und Gassen zu streifen und noch in zwei Etablissements einzukehren, um diverse Getr&amp;#228;nke zu uns zu nehmen. Schon klasse, wenn man - und sogar ich, die ich schon mal leicht verfroren bin - bis zehn Uhr abends gem&amp;#252;tlich drau&amp;#223;en sitzen kann!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5858317767422828412?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5858317767422828412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/mittwoch-14-september-2011-auf-dem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5858317767422828412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5858317767422828412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/mittwoch-14-september-2011-auf-dem.html' title='Mittwoch, 14. September 2011: Auf dem harten Rücken: Dorsoduro'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-4247052664562956496</id><published>2011-09-13T21:59:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.544+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Dienstag, 13. September 2011: vita brevis ars longa: der Biennale erster Teil</title><content type='html'>Oder wie sprach noch der Lateiner? Dies w&amp;#228;re ja &amp;quot;kurz ist das Leben, lang ist die Kunst&amp;quot; - f&amp;#252;r uns heute l&amp;#228;nger als sechs Stunden. Die erste Tat nach dem Fr&amp;#252;hst&amp;#252;ck war heute aber, im sicher ber&amp;#252;hmtesten Opernhaus der Welt (oder etwa nicht??!!), dem venezianischen Ph&amp;#246;nix - La Fenice -, nach Eintrittskarten f&amp;#252;r eine beliebige Vorstellung zu fragen. Klasse! Jetzt haben wir zwei sch&amp;#246;ne Platzkarten im Parkett. Am 21. September gibt es Don Giovanni. Nu&amp;#39; hab&amp;#39; ich ja von Opern keine Ahnung, aber ist das nicht der Inbegriff des Mozart-Oper? - Ich hatte ja schon bef&amp;#252;rchtet, dass die Kartenvergabe so &amp;#228;hnlich funktioniert wie bei den Salzburger Festspielen: 10 Jahre vorher buchen, dann kann man auch viel besser drumherum planen. Die Dame an der Opernkasse hat mich &amp;#252;brigens wie selbstverst&amp;#228;ndlich auf Franz&amp;#246;sisch bedient, was, als ich das einmal bemerkt hatte, ja zwar kein Problem war, aber trotzdem lustig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gleich gegen&amp;#252;ber beginnt die Biennale. Sozusagen. Eine Kirche dient als &amp;#252;beraus passender ukrainischer &amp;quot;Pavillon&amp;quot; f&amp;#252;r ein &amp;#252;berdimensioniertes byzantinisches Mosaik aus Abertausenden von - wer w&amp;#252;rde das je erraten, wenn er&amp;#39;s nicht gesehen hat? - kunstvoll bemalten Ostereiern. 120 in einer Reihe, ungez&amp;#228;hlte Reihen. Zum Gl&amp;#252;ck sind es Holzeier, sonst w&amp;#228;re es wohl allzu fragil. Es zeigt ein nachdenkliches Gesicht (Christus?), darunter ein Medaillon und darunter (schon in der Horizontalen) ein Gotteslamm. Das Mosaik f&amp;#252;llt quasi den ganzen Kirchenraum aus; man tritt auf einer schwarzen Rampe vor das Bild. Eine Klanginstallation mit geheimnisvollem Gefl&amp;#252;ster und fallenden Wassertropfen komplettiert das Gesamtkunstwerk. Wir erkennen jetzt auch das Mosaik wieder, das uns am ersten Abend vom Canal Grande aus schon aufgefallen war. Da hatten wir uns noch gefragt, aus was es wohl best&amp;#252;nde …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann schl&amp;#228;ngeln wir uns wieder durch das venezianische Gassenlabyrinth. Um diese Uhrzeit muss man aufpassen, dass die starken jungen M&amp;#228;nner mit den Speziallastkarren einen nicht umfahren (Betonung auf &amp;#39;um&amp;#39;). An einer Gassenm&amp;#252;ndung riefen pl&amp;#246;tzlich drei so etwas wie Vorsicht!, was aber nichts anderes hei&amp;#223;t als Platz da! Ich wusste schon gar nicht, wohin noch ausweichen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Gut, dass die Sonne es meist nicht bis auf den Grund der Stra&amp;#223;enschluchten schafft - wenn doch, wird es gleich furchtbar hei&amp;#223;. Unterwegs kommen wir an einem Palazzo vorbei, das anno siebzehnhunderteinundsiebzig den eben schon genannten Salzburger K&amp;#252;nstler beherbergt hat. Als wir in die N&amp;#228;he des Arsenals kommen (eine der beiden Haupt&amp;quot;austragungsorte&amp;quot; der Biennale), nimmt die Pracht der H&amp;#228;user ab, der Abglanz fr&amp;#252;herer Genies fehlt ganz, und auch die Touristendichte sinkt merklich. Daf&amp;#252;r h&amp;#228;ngt mehr W&amp;#228;sche auf den Leinen, die die Gassen &amp;#252;berspannen, und es wirkt irgendwie intimer. Hier muss man sich aber auch auskennen: anders als gestern mussten wir ein paar Mal auch wirklich umkehren, da der Weg unversehens an einem r&amp;#237;o endet, so hei&amp;#223;en die kleinen Wasserwege. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Schlie&amp;#223;lich finden wir aber die Einfahrt zum Arsenal mit den T&amp;#252;rmen und der &amp;#252;ppigen L&amp;#246;wenskulptur, und unweit davon auch einen Eingang zum Arsenal-Gel&amp;#228;nde des alle zwei Jahre stattfindenden Kunst-Karnevals. Vorher besuchen wir noch eine Video-Installation von Yi Zhou. Mamahuhu, w&amp;#252;rde ich sagen: Pferd Pferd Tiger Tiger. -&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Ausstellung steht dieses Jahr unter dem Motto Illuminazione, Nazione kursiv geschrieben, was auch auf Englisch funktioniert und sogar auf Deutsch, jedenfalls wenn man es bei dem Fremdwort bel&amp;#228;sst. Der Eintrittspreis erscheint mir mit 20 Euro noch halbwegs zivil - daf&amp;#252;r kann man einen Tag im Arsenal verbringen und einen anderen - nicht einmal den n&amp;#228;chsten - in den Giardini, den G&amp;#228;rten. Das sind wohl hier die G&amp;#228;rten an sich, die keiner weiteren n&amp;#228;heren Bestimmung bed&amp;#252;rfen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die gro&amp;#223;en Hallen des Arsenals sind gerade recht als Rahmen f&amp;#252;r moderne Kunst. Teils rohe Ziegelw&amp;#228;nde, massive Ziegels&amp;#228;ulen, hohe Decken, die den Blick in die filigran wirkende Dachkonstruktion freigeben. Lang und breit. Die ersten R&amp;#228;ume in einer langen Flucht sind fensterlos. (Alte Lagerr&amp;#228;ume? F&amp;#252;r was wohl? Munition, Getreide?) Wie bei solchen Anl&amp;#228;ssen &amp;#252;blich gibt es jede Menge interessanter Ideen, die in meiner pers&amp;#246;nlichen Bewertung von inspirierend &amp;#252;ber ansprechend bis abstrus oder auch einfach nur &amp;quot;erschlie&amp;#223;t sich mir nicht&amp;quot; reichen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Videoinstallationen werden gemeinhin &amp;#252;bersch&amp;#228;tzt - besonders dann, wenn der K&amp;#252;nstler oder die K&amp;#252;nstlerin darin &amp;#252;ber mehr als eine Minute Konzepte ausf&amp;#252;hrt. Mein eigenes Sehverhalten und das der anderen Besucher legt nahe, dass diese Konzepte im Leben nicht ankommen. Interessant war allerdings der Aufzug vom Subkontinent - eine Aufzugskabine mit vertikal abgespielten Filmen auf allen drei Seiten (T&amp;#252;r auf der vierten), die in Nullkommanix den Eindruck vermittelt, dass man wirklich Etage um Stockwerk nach oben saust und jedesmal gleich in ein anderes Interieur blickt. Eine indische Idee.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der italienische Pavillon erscheint bunt und wild, das Mafia-Museum aus ??? ist auch vertreten, richtet sich aber vor allem an die italienischen Besucher, denn hier ist fast nichts zweisprachig. Die 10 Faktenkabinen, in denen man zulassen kann, dass einem unangenehme Wahrheiten auf die Pelle r&amp;#252;cken, gleichen Saunakabinen - dass man schweissgebadet herauskommt, ist in erster Linie wohl doch den Temperaturen geschuldet und nicht den Fakten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Den alten Meister (war&amp;#39;s nun ein Tiepolo oder ein Tintoretto?), den man stolz als Zentrum der Ausstellung angek&amp;#252;ndigt hatte, gab es jetzt nicht mehr; wenn mein Italienisch ausreicht, hat das Verhalten des Publikums es unm&amp;#246;glich gemacht, das Werk weiter h&amp;#228;ngen zu lassen. Ts, ts, ts!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Keinesfalls unerw&amp;#228;hnt lassen darf man auch den Gesamteindruck des Ortes. Wir sitzen sp&amp;#228;ter eine ganze Weile am Ufer und beobachten den regen Verkehr auf der Lagune. Ganz am Ende bemerke ich noch den chinesischen Pavillon, in dem ich auf das Werk sto&amp;#223;e, das sofort mein pers&amp;#246;nliches Glanzlicht wird: eine Videoinstallation (nun doch), in der auf die zwei mit Tuschebildern von reifen Lotusbl&amp;#252;ten bemalten W&amp;#228;nde eines von Mondtoren begrenzten Wandelgangs der Schnee von Buchstaben aus englischsprachigen (wohl kunsttheoretischen)Texten f&amp;#228;llt. Klingt etwas kompliziert, ist aber eigentlich sehr einfach.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann haben wir genug gesehen und machen uns auf den R&amp;#252;ckweg. Ich habe neue Schuhe, und die F&amp;#252;&amp;#223;e tun mir darin ganz sch&amp;#246;n weh. :-(&lt;br&gt;&lt;br&gt;Unterwegs machen wir in der Pizzeria da Roberto halt und dann noch einmal auf den steinernen B&amp;#228;nken im Wandelgang des Dogenpalastes. Irgendwie muss ich es hinbekommen, tags&amp;#252;ber schon ein bisschen mehr zwischendurch zu schreiben …&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-4247052664562956496?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/4247052664562956496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/dienstag-13-september-2011-vita-brevis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4247052664562956496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4247052664562956496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/dienstag-13-september-2011-vita-brevis.html' title='Dienstag, 13. September 2011: vita brevis ars longa: der Biennale erster Teil'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-1695055599854042130</id><published>2011-09-12T22:01:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.544+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Montag, 12. September 2011: Sich treiben lassen</title><content type='html'>Das kontinentale Fr&amp;#252;hst&amp;#252;cksbuffet hier in Venedig ist im Vergleich zu den Buffets in Asien ein Trauerspiel, aber der Fr&amp;#252;hst&amp;#252;cksraum voll mit gro&amp;#223;formatigen Kunstwerken ist ansprechend. Da ich im Traum keine Eingebung hatte, f&amp;#228;llt mir nur das Naheliegende ein: warum nicht gleich als erstes die Mosaiken im Markusdom bewundern gehen? Die Gassen haben auch ihren Reiz, und wir lassen uns nur halb zielstrebig Richtung Markusplatz treiben. Angeblich gibt es t&amp;#228;glich um halb elf eine F&amp;#252;hrung. Als wir aber vor dem Portal ankommen, ist es zwar erst viertel nach zehn, aber die Schlange reicht bis fast zum Wasser! Unser &amp;quot;Arbeitsplan&amp;quot; erf&amp;#228;hrt eine kurzfristige &amp;#196;nderung.&lt;p&gt;Wir machen uns also auf einen Rundweg durch das Viertel San Marco, das hier aber kein Viertel ist, sondern ein Sechstel. Venedig scheint mir die einzige Stadt zu sein, die ihre &amp;quot;Abschnitte&amp;quot; einfach ganz undogmatisch gez&amp;#228;hlt hat. Sechs Sechstel machen ein Ganzes, und nicht siebzehn Viertel!&lt;p&gt;Wir beginnen da, wo wir sind (genial!  ;-)) ), vor dem Dogenpalast, und gehen an Harry&amp;#39;s Bar vorbei, in der in den 1930er Jahren der Koch das Carpaccio erfunden und nach einem Maler mit dem Vornamen Vittore benannt haben soll. Weiter geht es an der k.u.k. Hof-Hutfabrik von 1862 vorbei zur Kirche San Mois&amp;#232;. Darin wird es pl&amp;#246;tzlich so finster - drau&amp;#223;en auch. Der Donner grollt und Burkhard l&amp;#228;uft rasch zum Hotel, den Schirm holen. Warum aber so pessimistisch?? Die dunklen Wolken trollen sich bald, nicht ohne ein paar Tropfen zwar, aber die waren wirklich nicht der Rede wert. Am Nachmittag strahlt die Sonne, es ist lan lan de tian, wie die Chinesen sagen: blauer, blauer Himmel. Es ist in der Sonne schon fast zu hei&amp;#223;. Auf dem Campo Santo Stefano nehmen wir einen Eiskaffee zu uns - die Vermutung ist, dass das eine Kreation ausschlie&amp;#223;lich f&amp;#252;r deutsche Kunden ist, derer es reichlich gibt. Es scheint von allem reichlich zu geben. Franzosen, &amp;#214;sterreicher, Engl&amp;#228;nder, Amerikaner, aber auch jede Menge Asiaten. Spanisch ist meinen Ohren bisher noch nicht so aufgefallen - bestimmt nur Zufall.  &lt;p&gt;Der Eiskaffee ist mit 11 Euro fast geschenkt - so sind hier die Preise. Wer preiswert Urlaub machen will, ist hier definitiv falsch. La Serenissima, die Allerheiterste, besch&amp;#228;ftigt sich gar nicht mit dem schn&amp;#246;den Mammon. - der Kellner gibt uns als Dreingabe noch Italienischunterricht: es sei nicht n&amp;#246;tig, Espresso zu bestellen. Man k&amp;#246;nne einfach caff&amp;#232; verlangen, der Standardkaffee sei in Italien eben Espresso. Gerade eben haben wir das Gelernte nach dem Abendessen anwenden wollen - wieder verkehrt: Espresso?, kommt prompt die R&amp;#252;ckfrage der Bedienung. Ja doch!!  &lt;p&gt;Wir lassen uns weiter treiben, immer wieder zum Canale Grande, und immer wieder zur&amp;#252;ck in das Labyrinth von G&amp;#228;sschen, Stra&amp;#223;en und Kan&amp;#228;len. Es gibt jede Menge Kunstgalerien und L&amp;#228;den mit Sachen, die die Welt nicht braucht. Aber auch jede Menge Kiiiirchen (bin Westf&amp;#228;lin!), die entweder noch als Gotteshaus genutzt werden oder auch nicht. In San Maurizio gibt es eine Ausstellung historischer Streich- und Zupfinstrumente, darunter auch einige Experimentalgeigen mit Schalltrichter: das hat sich wohl nicht so durchgesetzt. Die Skelettgeige hingegen konnte neuerdings als e-Violine doch noch implementiert werden!&lt;p&gt;Santa Maria del Giglio lassen wir aus - wegen mehrerer Tintoretti und anderer Werke venezianischer Meister kostet es hier Eintritt, obwohl der Kirchenraum gar nicht attraktiv aussieht. Die Front ist daf&amp;#252;r recht ausgefallen dekoriert, unter anderem mit reichlich Galeerenszenen, aber auch mit einer Reihe von &amp;quot;Stadtpl&amp;#228;nen&amp;quot;.&lt;p&gt;Sp&amp;#228;ter landen wir wieder am Campo Santo Stefano und betreten diesmal auch den sehr ungew&amp;#246;hnlichen Kirchenraum. Sehr gro&amp;#223; und weit, mit get&amp;#228;feltem &amp;quot;Himmel&amp;quot; in Form einer L&amp;#228;ngstonne, die den Querschnitt eines Kleeblatts mit f&amp;#252;nf Rundungen hat. Fotografieren und schulterfreie Bekleidung sind verboten; ein Herr im karierten Hemd sorgt f&amp;#252;r die Einhaltung. Nur allzu oft muss er mit erhobener Stimme durch die gro&amp;#223;e Halle Leute zur Ordnung rufen.&lt;p&gt;Schlie&amp;#223;lich landen wir an der Rialtobr&amp;#252;cke. Der Name soll von rivo alto kommen, hohes Ufer - na, so hoch ist es ja nun nicht. &amp;#220;berall in den Stra&amp;#223;en und Gassen lagern Stapel von &amp;quot;Tischplatten&amp;quot; und recht kurze &amp;quot;Tischbeine&amp;quot;: die mobilen Laufstege, die so immer schnell aufgebaut werden k&amp;#246;nnen, wenn die Ufer mal wieder nicht hoch genug waren.&lt;p&gt;Wir gehen zum Fischmarkt, und ich gebe hiermit ausdr&amp;#252;cklich zu Protokoll, dass die Ca d&amp;#39;Oro jetzt nicht einger&amp;#252;stet ist. Gestern Abend war sie sogar vom Schein bunter Neoninstallationen erleuchtet - heute warten wir in der blauen Stunde vergeblich. Vorher haben wir nett und teuer, aber nur m&amp;#228;&amp;#223;ig gespeist: gleich neben den Markthallen mit Blick auf den Canale Grande und die mit der Abendsonne verblassenden H&amp;#228;userfronten. Wunderbare Farben! - Daf&amp;#252;r bin ich jetzt zu m&amp;#252;de zum Korrekturlesen und hoffe, dass die S&amp;#228;tze alle stimmen und auch sonst nicht soviel Fehler darin sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-1695055599854042130?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/1695055599854042130/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/montag-12-september-2011-sich-treiben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1695055599854042130'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1695055599854042130'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/montag-12-september-2011-sich-treiben.html' title='Montag, 12. September 2011: Sich treiben lassen'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5868796250498817013</id><published>2011-09-12T00:02:00.001+02:00</published><updated>2011-09-24T13:53:55.545+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reisetagebuch Venedig'/><title type='text'>Sonntag, 11. September 2011: Nach Venedig</title><content type='html'>Unser neues Zuhause liegt ja sooo bequem, wenn man ab K&amp;#246;ln fliegen m&amp;#246;chte: 5 min zur S-Bahn, 18 min Fahrt zum Flughafen. Viel bequemer geht es ja nicht!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Daf&amp;#252;r m&amp;#252;ssen wir unser Gep&amp;#228;ck extra bezahlen - miese Gesch&amp;#228;ftspraktiken von Online-Reiseanbietern. Das ist aber das Schlimmste an einem so denkw&amp;#252;rdigen Datum (s.o.). Vor zwei Jahren bin ich auch schon am 11. September geflogen, aus den USA &amp;#252;ber Mumbai nach Shanghai, wenn ich mich recht erinnere …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir fliegen leicht versp&amp;#228;tet ab. Die &amp;quot;Schuldigen&amp;quot;, drei Sch&amp;#252;ler, kommen abgehetzt an, bekommen die Ohren langgezogen und er&amp;#246;ffnet, dass ihr Gep&amp;#228;ck schon wieder ausgeladen ist, aber sie selbst d&amp;#252;rften noch gn&amp;#228;digerweise mit. Wir selber waren diesmal allzu fr&amp;#252;h - wollten ja nicht wie vor 19 Jahren auf unserer Hochzeitsreise den Flug verpassen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Jetzt sind wir schon in der Lagunenstadt und n&amp;#228;hern uns in einem wohl etwas defekten Wasserbus der Linie Alilaguna dem Canale Grande. &lt;br&gt;&lt;br&gt;--- (Stunden sp&amp;#228;ter)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir haben das Hotel la Fenice et des Artistes gefunden, unser rot-golden tapeziertes Zimmer in Beschlag genommen und einen kleinen Gang zum Markusplatz gemacht. Der Abend war wie ein lauer Sommerabend, mit Vollmond und stickig-engen Gassen, und diversen Kapellen, die auf dem Markusplatz vor m&amp;#228;&amp;#223;ig gef&amp;#252;llten Tischchen, aber daf&amp;#252;r noch jeder Menge Stehpublikum launig aufspielten. Jede Menge Tango! &lt;br&gt;&lt;br&gt;Jetzt muss ich schlafen und auf eine Traumeingebung f&amp;#252;r das morgige Programm warten. Leider bin ich vorab nicht so recht zum Lesen und Vorbereiten gekommen - und die eine heute gelesene Geschichte habe ich schon ausprobiert: an der vierten S&amp;#228;ule auf der Seeseite des Dogenpalasts vorbeigehen, ohne von der Stufe zu fallen: ein Ding der Unm&amp;#246;glichkeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5868796250498817013?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5868796250498817013/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/sonntag-11-september-2011-nach-venedig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5868796250498817013'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5868796250498817013'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/09/sonntag-11-september-2011-nach-venedig.html' title='Sonntag, 11. September 2011: Nach Venedig'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-1107587915301882613</id><published>2011-04-10T17:29:00.000+02:00</published><updated>2011-04-10T17:29:37.518+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Blaues Band</title><content type='html'>Jetzt ist der Winter aber doch wohl vorbei - es gibt Spargel. S-P-A-R-G-E-L, den ersten seit fünf Jahren! Wo mein Spargeltopf ist, wusste ich immerhin - mit dem großen dicken Topf steht er wie &lt;a href="http://www.warming.dk/fy__bi_vartegn_2B.jpg"&gt;Pat und Patachon&lt;/a&gt; oben auf den Küchenschränken. Und dass man ihn schält, die geschälten Stangen in einem feuchten Tuch frisch hält, die Schalen auskocht und dann die Stangen in der Spargelbrühe mehr simmern als kochen lässt, das wusste ich auch noch - vermutlich auf Stammhirnniveau, oder im vegetativen Gedächtnis, oder wie das heißt. Dazu gab es neue Kartöffelchen und mit Dillcreme gefüllte Lachsröllchen. Köstlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Erdbeertörtchen hatte ich schon am Nachmittag in unserem neuen Stammcafé - oder sollte ich sagen beim Stamm-Bäcker? - gegessen, bei &lt;a href="http://www.bastians-baecker.de/home.html"&gt;Bastians&lt;/a&gt;. Ja, Bäcker, die auf sich halten, haben heutzutage auch eine schicke Website. Und der Laden ist ziemlich angesagt, weshalb es auch oft nicht leicht ist, einen Platz zu bekommen. Alle wollen die leckeren Kuchen (besonders beliebt: die schmalen Stücke aus den Bienenstich-Wagenrädern) oder herzhaften Kleinigkeiten oder auch einfach den gemischten Brotkorb, die es hier rund um die Uhr gibt. - Immerhin ist die Platzsituation ab sofort ein bisschen entspannt, da ja jetzt fast jeder draußen sitzen will. Obwohl es mir persönlich dazu noch ein bisschen zu kühl war. Und auch wenn es warm genug ist, muss man sich das gut überlegen ... da sitzt nämlich schon mal leicht ein Raucher am Nachbartisch!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-1107587915301882613?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/1107587915301882613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/04/blaues-band.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1107587915301882613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1107587915301882613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/04/blaues-band.html' title='Blaues Band'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8750759765203235125</id><published>2011-03-24T23:28:00.000+01:00</published><updated>2011-03-24T23:28:07.034+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juister Inseltagebuch'/><title type='text'>Die Inselpostille</title><content type='html'>Wenn man nach über fünf Jahren mal wieder nach Juist kommt, ist vieles so wie vorher, vieles aber auch anders, manches neu. Hier ist eine unvollständige Liste, oder besser deren drei:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie eh und je:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die autofreie Zone auf der ganzen Insel. Gut so!&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Wollschaf, der Laden für Gestricktes und noch zu Strickendes. Ein bisschen in die Jahre gekommen, Laden, Besitzerin und das Schaf aus Holz und Fell. In den noch sehr spärlichen Öffnungszeiten steht es vor der Tür und trägt ein Schild um den Hals: "Liebe Kinder, ich bin alt und schwach. Bitte nicht auf mich setzen."&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zum Glück das &lt;a href="http://www.juist-gastronomie.de/"&gt;Lütje Teehuus&lt;/a&gt;. Es gibt immer noch Ostfriesentee, Milchreis, Waffeln und allerlei andere Leckereien in Mieles früherer guter Stube.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Buchhandlung Koch - hat gerade 60jähriges Jubiläum.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Restaurant Gabeljürge - wobei ich natürlich nicht sagen kann, ob es ist wie eh und je, denn seit einem Besuch und einer zweiten verpatzten Chance boykottiere ich es wie eh und je.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.heino-juist.de/frame.htm"&gt;Wattführer Heino&lt;/a&gt; ist immer noch da, und seine Vorträge konkurrieren immer noch mit denen im Nationalparkhaus. Jedenfalls manchmal.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Domäne Bill. Zwar leider im Moment wegen Renovierung noch geschlossen, aber wie man hört, ist die Renovierung auch mit Ausbau verbunden. &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Nicht mehr da:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Feinkost Altmanns - das ist jetzt ein Preiskauf. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;(Oder fast nicht mehr ...) Der Juwelierladen ArtHus - das Gebäude steht zum Verkauf. Im Moment sieht der Laden nach Schlachtfeld aus. Da steht zwar, dass hier gerade renoviert wird ... aber soll man das glauben??&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Juister Wattfahrwasser: Vor der Wilhelmshöhe ist jetzt hohes Watt, da kommt kein Schiff mehr durch. Interessant, wie ich's bemerkt habe. Im Nationalparkhaus gab es eine von diesen Prismenkarten, mit denen man zwei Bilder auf einer Karte unterbringen und ineinander übergehen lassen kann. Diese zeigt Juist bei Flut und bei Ebbe. Ich habe auf dem Ebbebild gar keine Fahrrinne mehr gesehen und sagte das zu Burkhard, der daraufhin auf der S.I.-Urlaubskarte 1:25.000 an besagter Stelle den Schriftzug "ehemaliges Juister Wattfahrwasser" entdeckte. Jetzt geht es durchs Memmert-Wattfahrwasser weiter im Süden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Torfschichten am Westende. Waren auch gar keine richtigen Torfschichten, sondern alter Salzwiesenboden - woraus man entnehmen kann, dass Juist schon einmal über sich selbst hinweggewandert ist. Aber jetzt sind sie schon abgetragen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Neu:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Wattführer Ino - He weg, Falten weg: Heinos Sohn muss jetzt in Opa Alfreds und Papas Gummistiefel treten und weitere Heerscharen von Juister Gästen ins Watt und wieder heil zurück führen. Aber das mit der Flutbeobachtung an der Fahrrinne vor der Wilhelmshöhe geht jetzt wohl nicht mehr so, siehe oben.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weltnaturerbestatus für das Wattenmeer seit Juni 2009. Die Teile in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in den Niederlanden haben es geschafft. Das Stück vor Dänemark noch nicht - die Dänen müssen erst noch Hausaufgaben machen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Wattwanderungspreise - 18 Euro pro Nase finde ich schon arg happig.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Marina mit dem &lt;a href="http://view.stern.de/de/picture/1503940/Hafen-Nordsee-Mond-blaue-Stunde-Wattenmeer-Juist-510x510.jpg"&gt;Aussichtsturm&lt;/a&gt;, der aus jeder Richtung so aussehen soll wie ein windgeblähtes Segel.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Dünen am Kalfamer sind jetzt mit der Dünenlandschaft der Insel durchgängig verbunden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Viersternehotel Atlantic mit Shisha Lounge. Konkurrenz für das &lt;a href="http://www.hotel-achterdiek.de/"&gt;Hotel Achterdiek&lt;/a&gt;? &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der Otto-Leege-Pfad in den Dünen, ein ökologisch-künstlerischer Inselpfad unter anderem mit einer &lt;a href="http://www.windklangkunst.de/index.html"&gt;Windharfe von Jutta Kelm&lt;/a&gt;. Und mit einem der chinesischen Bronzebecken, in denen man das Wasser durch Reiben an den Griffen zum Tanzen bringen kann. Die meisten anderen Stationen sind wohl noch nicht fertig. Plantermin: Frühjahr 2011. Dann mal los!&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8750759765203235125?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8750759765203235125/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/die-inselpostille.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8750759765203235125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8750759765203235125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/die-inselpostille.html' title='Die Inselpostille'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8616676132987739490</id><published>2011-03-23T19:14:00.000+01:00</published><updated>2011-03-23T19:14:23.023+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juister Inseltagebuch'/><title type='text'>Kleine Betrachtungen über das Brechen</title><content type='html'>Während ich heute am Strand so ausgiebig, fast meditativ, die kleinen  Brecher betrachtete, kamen mich unversehens kleine Betrachtungen  über das Brechen an. Vielleicht hatte der kürzlich gelesene  Verlagsprospekt über &lt;a href="http://www.steidl.de/pages/de/buecher/6019-grimms-woerter.html"&gt;Grimms Wörter&lt;/a&gt; (verdammt gut gemacht, man bekommt  unmittelbar Lust sowohl auf das Buch als auch auf das Hörbuch) auch sein  Scherflein dazu beigetragen, geht es doch in diesem Werk auch um den  Reichtum der deutschen Sprache - wer weiß. Wie auch immer: zu Brechen  kann einem mit Leichtigkeit mehr einfallen als hundselende Kinder,  die zu viel durcheinander gegessen, oder grüngesichtige Erwachsene, die zu viel  durcheinander getrunken haben. In alphabetischer Reihenfolge habe ich (ohne Internetrecherche!!)  vorzuschlagen:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt; Arm, Auge, Achse, Aus&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Bein, Brot, Blumen&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Chinesische porzellanvase (na ja ...)&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Damm, Deich&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Eis, Eisen (vor allem in Kombination mit Marmorstein), Eid, Erwachsene (s.o.), Ein&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Flügel, Fingernagel, Fasten&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Glück, Glas, Gabel, Gesetz&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Hals, Herz&lt;/li&gt;&lt;li&gt; I&lt;/li&gt;&lt;li&gt; J&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Kinder (s.o.), Knochen&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Liebesschwur&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Mast, Marmorstein, Mut&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Nasenbein&lt;/li&gt;&lt;li&gt; O&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Pfefferminz (oder woher käme der trotz quietschender Süße allseits beliebte Pfefferminzbruch?)&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Qualle? Nein, die nun gerade nicht!!&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Rippe, Rückgrat, Regel, Rose&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Siegel, Schot, Speiche, Spannungsbogen, Stimme, Sich einen ab ;-))&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Teeblätter&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ulme (o.k., o.k. …)&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ver-, Veilchen&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Widerstand, Wille, &lt;b&gt;Welle&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Xylophonton (oder wie heißt dieses Brettchen für einen einzelnen Ton auf dem Xylophon?)&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Yakhorn (jaja …), Yetiknöchel&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Zunge, Zauber&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8616676132987739490?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8616676132987739490/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/kleine-betrachtungen-uber-das-brechen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8616676132987739490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8616676132987739490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/kleine-betrachtungen-uber-das-brechen.html' title='Kleine Betrachtungen über das Brechen'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5081489482629151576</id><published>2011-03-22T21:34:00.000+01:00</published><updated>2011-03-22T21:34:05.953+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juister Inseltagebuch'/><title type='text'>Laufkurort?</title><content type='html'>Am Samstag war Kaiserwetter, am Sonntag war Kaiserwetter, am Dienstag war Kaiserwetter. Am Montag war Inselwetter. Dafür mit schöner Brandung und Flut gegen viertel vor eins, so dass man am Nachmittag gefahrlos überall hingehen konnte - ohne fürchten zu müssen, dass einem die Flut den Weg abschneidet. Das ist übrigens eine der Neuerungen hier - früher hing in jedem Infoschaukasten ein Gezeitenkalender. Jetzt gibt es gerade mal am Rathaus noch einen. Wie gut, dass jeder sein Internet dabei hat und zum Beispiel &lt;a href="http://gezeiten-kalender.de:9099/locations/juist"&gt;hier&lt;/a&gt; nachsehen kann, wann genau das tägliche Kommen und Gehen stattfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, es war also Inselwetter, und eigentlich hatten wir gar keine Lust. Die Westbake stand mir so klar vor Augen, wollte und wollte aber nicht näher kommen. Da wir ja nun diesmal versehentlich im Ostdorf gelandet sind, musste ja erstmal das Kurhaus kommen. Und dann das Westbad. Und dann das Loogbad. Und dann der vordere Aufgang zum Hammersee. Eigentlich das höchste der Gefühle. Aber die Westbake ... Und der hintere Aufgang zum Hammersee ... hier ist auch der Strand erschreckend schmal; die Dünen haben eine Abbruchkante. Kein Wunder, schon bei normalen Verhältnissen reicht die Flut ja schon recht nah an den Dünensaum heran! Und dann war da ja noch der Dünenübergang zur Domäne Bill. Deren Betreiber sind immerhin so nett, in jeden Infoschaukasten einen Zettel zu hängen, dass wegen Renovierung bis Ostern geschlossen ist. Seeehr gut, denn wie frustrierend wäre es, hinzukommen und vor verschlossenen Türen zu stehen! So brauchen wir uns gar nicht vom Weg abbringen zu lassen, die Westbake ist schon ganz nah - und wenn man schon da ist, kann man ja auch noch bis zum Westende gehen, das sind ja nur noch 500 Meter ... oder so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis hierher ans Inselende haben wir schon knapp drei Stunden gebraucht - und in meinen Stiefeln herrscht feucht-kühles Meeresklima. Zuviel Schwapp von der schönen Brandung ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machen auf dem Absatz kehrt (nein, herumgehen ist einfach zu öde) und sehen ein langes, gerades Stück Strand vor uns. Huch, jetzt den ganzen Weg zurück! Nach ca. fünfeinhalb Stunden sind wir wieder im Ort angekommen. Aber auf dem letzten Stück bescheren mir die nassen Socken noch Blasen, wie lästig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wollte ich daher ja am liebsten an windgeschützter Stelle draußen sitzen und die Seeluft genießen, aber Burkhard meinte, der Hammersee sei gerade richtig. Immerhin gehe ich gummistiefelfrei mit normalen Schuhen - es sieht alles recht trocken aus. Dann wird es wohl auch am Hammersee nicht so schlimm sein. Falls ich denn so weit kommen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hammersee ... fast so weit wie die Westbake, gefühlt genau so weit. Und so war es auch, denn am Ende haben wir für den Weg rund um den Hammersee auch etwa fünf Stunden gebraucht. (Von unserer Wohnung aus natürlich.)&amp;nbsp; ;-))&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Aussichtsdüne begegneten wir einem Jogger, der dem Weg auf der Südseite des Hammersees - so wunderbar verwunschen wie eh und je, heute vielleicht nicht so schnatermannmäßig wie sonst bei Regenwetter und feuchtem Boden - so gar nichts abgewinnen konnte. "Nichts zu sehen, und wenn man ankommen will ..." Ja, wo will der denn ankommen? Wo wäre der Weg mehr das Ziel als hier?? Zugegeben war die Nordseite heute spektakulärer, denn dank superblauem Himmel ("lanlan de tian", wie die Chinesen sagen) war die immer kleiner werdende Wasserfläche heute tiefblau. Burkhard meinte, darauf Haubentaucher auszumachen; auf jeden Fall waren auch reichlich Gänse anwesend, wie unschwer am Geschnatter zu erkennen war. Eine gut getarnte Fasanenhenne brach durchs Unterholz (ohne ihr Gepolter hätte man sie kaum entdecken können). An der Domäne Loog (die auch geschlossen hat) betrachteten die Pferde des Juister Reitvereins die Passanten.&amp;nbsp; Ich denke die ganze Zeit, die Eindrücke sollten mich zu Haiku-Dichtung inspirieren, aber keiner fliegt mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheußlich aber war das Café Kiebitzeck im Loog. Auf dem Hinweg hatten wir jede Menge Hinweisschilder gesehen, und allerlei einladende Tafeln: "durchgehend geöffnet", "hier sind Sie am Ziel". Ich hatte mich schon auf einen schönen Ostfriesentee gefreut und wir sind extra auf dem Rückweg einen Umweg gegangen, um hier einzukehren - da steht vor der Eingangstür eine Tafel "heute Ruhetag". Wie gemein! Banausen! Und mit Teedurst und kleinem Groll ist der Weg vom Loog nach Juist-City ja soooo weit! Und die Teezeit war natürlich vorbei, als wir dort ankamen. Da half nur noch der Gang zum Inselbäcker Remmers, frisches Brot zum Abendessen kaufen. "Das hier ist ein reines Mischbrot", verkündete die Verkäuferin sibyllinisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5081489482629151576?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5081489482629151576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/laufkurort.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5081489482629151576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5081489482629151576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/laufkurort.html' title='Laufkurort?'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8110878723166588406</id><published>2011-03-20T21:14:00.000+01:00</published><updated>2011-03-20T21:14:30.522+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juister Inseltagebuch'/><title type='text'>9 coole Arten, sich über den Strand zu bewegen</title><content type='html'>&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Mit dem Strandsegelboot&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mit dem Surfdrachen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Im gestreckten Galopp mit wehenden Mähnen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Hoch zu Ross&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Auf dem High-Tech-Ultra-Dingens-Bike &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Im Dauerlauf mit mp3-Stöpseln im Ohr&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Energisch ausschreitend mit Nordic Walking-Stöcken&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zügig mit Funktionsbekleidung und Trekking-Schuhen über den feucht-festen Sand gehen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ins Gespräch vertieft, hin und wieder nach dem Hund schauend, an der Waterkant lang spazieren&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Oder mit 'ner ollen Hose in Gummistiefeln, den Blick fest am Boden auf der Suche nach Bernstein und Schalen seltener Schalentiere, durch den Sand schlurfend, den kleinen selbst generierten Sandsturm genießend. Aber man kann auch in Priel oder Brandung das kalte Wasser durch die Gummistiefel die Füße kühlen spüren. Und immer darauf achten, dass der nächste Schwapp noch gerade unterhalb der Stiefeloberkante bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hilft auch nichts, dass meine Gummistiefel mit Geist sind, oder jedenfalls von Esprit. &lt;a href="http://bilder.baur.de/pool/formata/3459280.jpg"&gt;Mit Plastikschnallen.&lt;/a&gt; Das macht es auch nicht hip. Gummistiefel sind uncool.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und warum habe ich diese geistvollen Gummistiefel? Nur, weil die alteingesessene Kölner Firma &lt;a href="http://www.gummi-gruen.de/"&gt;Gummi Grün&lt;/a&gt; nicht lieferfähig war! Die haben zwar alles auf die Italiener geschoben, die angeblich beim ersten Mal die Bestellung nicht bekommen haben und nun mit der Lieferung im Rückstand seien - "Isch erwaade die Lieferung jeden Tach ..." Die sind sooo kölsch da und der Laden ist wirklich sehenswert. Dass es so einen Laden überhaupt noch gibt! "Seit über 115 Jahren", heißt es im Webauftritt - und der sieht auch ungefähr so aus wie von vor 115 Jahren. Dagegen ist der Laden brandmodern. Sieht höchstens aus wie von vor 50 Jahren. Ein (Geheim-?)Tipp, unbedingt hingehen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8110878723166588406?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8110878723166588406/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/9-coole-arten-sich-uber-den-strand-zu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8110878723166588406'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8110878723166588406'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/9-coole-arten-sich-uber-den-strand-zu.html' title='9 coole Arten, sich über den Strand zu bewegen'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-2750799010881195828</id><published>2011-03-19T21:40:00.000+01:00</published><updated>2011-03-19T21:40:50.122+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Juister Inseltagebuch'/><title type='text'>Die norddeutsche Umleitung</title><content type='html'>Gestern sind wir um halb zwei losgefahren, um das Schiff nach Juist um halb acht zu erreichen - sischä is sischä -, und dann war es doch tatsächlich schon halb sieben, als wir die gut 360 Kilometer hinter uns gebracht hatten - nicht zu fassen! Auf der geplanten Stauausweichstrecke A57 fing es gleich mit einem Stau an, der sich, als wir schon auf eine Alternativroute ausgewichen waren, als Vollsperrung entpuppte. Danach haben wir uns im Prinzip von einem Stau bis zum anderen gequält, und erst als wir das Ruhrgebiet auf der A31 hinter uns gelassen hatten, konnte man mal richtig fahren. Ich bin Prius nicht gefahren, sondern gebrettert, und habe eine halbe Stunde wieder aufgeholt. Ewig schon bin ich nicht so schnell gefahren, hat aber alles nichts geholfen, denn als wir dann an dem Autobahnkreuz ankamen, an dem es Richtung Emden abzubiegen galt, war der Wegweiser nach Norddeich einfach rot durchgestrichen bzw. -geklebt. Kein Hinweis auf eine Umleitung, nichts: einfach gestrichen. Und dann war die Autobahn wegen Baustelle voll gesperrt. Hier ausfahren, lautete die Anweisung. Immer noch kein Hinweis. Irgendwann am Ende der Ausfahrt stand da mal &lt;b&gt;ein&lt;/b&gt; einsames Umleitungsschild ... und tatsächlich war dann immer eins da, wenn man schon anfangen wollte zu verzweifeln. Eine original norddeutsche Umleitung eben, ziemlich wortkarg, definitiv kein Wort zuviel, und (norddeutsch genäselt) 'n bisschen kannze ja auch ma' selber mitdenken, ne?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um viertel vor sieben ging die Sonne über Juist unter, sehr rot, sehr fotogen, unter einem leicht schräg verlaufenden lila Wolkenband. Und gegenüber war schon der (vermeintliche) Vollmond aufgegangen, ganz besonders hell. Pünktlich um halb acht fuhr die Frisia 9 (?) los, und nach einer ganz ruhigen Fahrt legten wir superpünktlich um neun an. Die Besucherflut ergoss sich mit Kofferrollengetöse in den Ort, und wir kamen auch schon bald zu unserer Ferienwohnung auf der Mittelstraße, wo uns die Vermieterin schon erwartete. Nein, wir sollten ihr doch noch ein Stück folgen, bis ans Ende der Straße, denn die Nachbarn hätten unerwartet ihr Dach abgedeckt, und die Baustelle sei sehr laut. Dafür hätten wir dann ein bisschen mehr Platz und eine Erdgeschosswohnung. Na ja ... dafür liegt die aber leider eben auch ein paar hundert Meter weiter weg von Juist City. Aber gut, dann ist es eben so. Der nächste Schrecken kam bei der Abendtoilette: Brrr, das Wasser wollte nicht warm werden! Und die Bettdecke ist mit Normalgröße ein bisschen zu schmal und zu kurz, aber davon abgesehen haben wir schon gleich gut geschlafen. Ich habe mein Körnerkissen dabei - dann kann ja nicht viel passieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-2750799010881195828?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/2750799010881195828/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/die-norddeutsche-umleitung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2750799010881195828'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2750799010881195828'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/die-norddeutsche-umleitung.html' title='Die norddeutsche Umleitung'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5595244965860432677</id><published>2011-03-05T18:47:00.010+01:00</published><updated>2011-03-06T19:02:15.019+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Interkulturelles Training</title><content type='html'>Am Mittwoch war ich mit den Kollegen zum Abendessen - und nachdem zunächst ein schickes neues Lokal im Rheinauhafen der festgelegte Treffpunkt gewesen war, wurde der kurzfristig geändert: statt mediterranem Essen mit Gemüseschwerpunkt ging es ins Brauhaus! Da konnte ich erst einmal interkulturell trainiert werden und habe auch gleich mit dem Essen angefangen. Einer fragte mich, was ich denn bestellt hätte. Na, wat soll man schon bestelle, wenn man im Brauhuus esse jeht? Natürlisch! &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Himmel_un_%C3%84%C3%A4d"&gt;Himmel un Ääd&lt;/a&gt;! Watt sonnz! Ich erklärte ja auch, dass ich das immer nehme, wenn ich ins Brauhaus gehe. Der Kollege: "Also alle fünf Jahre, oder wie?" Man kennt mich ...&amp;nbsp; ;-)))&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Fall war bei Himmel und Erde Blootwoosch dabei, wie sich das für ein ordentliches Kölner Brauhaus gehört, und eine Garnitur von Speck und Zwiebeln - das ist eigentlich nicht so gut, weil der Speck zuviel Eigengeschmack hat. Aber sonst war es gar nicht schlecht. Ich sollte öfter ins Brauhaus gehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch lustiger war aber das interkulturelle Training für unseren amerikanischen Kollegen griechischen Ursprungs, der diesmal auch dabei war. Der hat über die Karnevalstage frei genommen und erklärte, er beabsichtige, zum Karneval zu gehen. O je, das hagelte gleich Ratschläge! Leider saß er an einem anderen Ende des Tisches, so dass ich nicht ganz viel davon mitbekommen habe. Eins aber doch: Ohne Kostüm könne man unmöglich gehen, und er möge ein geräumiges Kostüm wählen. Wo man genug drin unterbringen könnte. Denn eines wäre ja wichtig, vor allem, wenn man sich schon an Weiberfastnacht als Single-Mann unters (Weiber-)Volk mischen wolle. "You have to take some equipment!" Ja, was denn für 'ne Ausrüstung? Da haben alle herumgedruckst, bis einem die berühmte Zahnbürste einfiel. "A toothbrush? What for?" Die Antwort: Zum Zähneputzen, was hast du denn gedacht?!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5595244965860432677?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5595244965860432677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/interkulturelles-training.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5595244965860432677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5595244965860432677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/03/interkulturelles-training.html' title='Interkulturelles Training'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-3125784017678321030</id><published>2011-02-28T23:45:00.013+01:00</published><updated>2011-03-01T11:16:17.071+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Hausfrauenglück und Ballerinahorror</title><content type='html'>Da wir ja noch keine Putzhilfe haben und die Küche nicht seeehr groß ist, kann ich jetzt immer ungestört meinen diversen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: wischen, waschen, wedeln, saugen, blasen ("es saugt und bläst der Heinzelmann ..."), bügeln, putzen, spülen ... ganz toll. Und was mir die größte Sorge macht: ich bin danach dann nicht mal besonders unzufrieden, sondern gar fast zufrieden - außer mit meinen Händen. Ja, habe ich auch schon mal gehört, dass man das alles mit Gummihandschuhen machen kann, aber die sind ja auch sehr unangenehm. Statt dessen habe ich gesurft und diverse streng geheime Geheimtipps gefunden: Die Hände mit einem halben Teelöffel Haushaltszucker und einem Esslöffel Olivenöl ein paar Minuten lang gründlich massieren (wie wenn man sie wäscht) - oder, verschärfte Form: aus 2 Esslöffeln Haferflocken mit je einem Esslöffel Olivenöl und Zitronensaft unter Hinzufügen von etwas Wasser einen schönen Brei machen und darin die Hände suhlen ... habe ich jetzt alles ausprobiert und ist nicht schlecht. Dazu nach dem normalen Händewaschen eine ordentliche Handcreme, dann geht das schon. Eigentlich wollte ich ja lieber irgendwo hingehen und mir die Hände "betüddeln" lassen, aber das hat sich nicht ergeben. -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ewigen Zeiten war ich heute auch wieder einmal im Kino. Nachdem gestern die &lt;a href="http://www.oscars.org/awards/academyawards/83/nominees.html"&gt;Akademiepreise&lt;/a&gt; vergeben wurden, gab es natürlich nur oskarisierte [oder heißen die oskarierte?&amp;nbsp; ;-))] Streifen zur Auswahl. Aus praktischen Erwägungen wurde es dann "&lt;a href="http://www.blackswan-derfilm.de/"&gt;Black Swan&lt;/a&gt;". In Anbetracht des Blogtitels bevorzuge ich vermutlich auch weiterhin schwarze Schweine gegenüber schwarzen Schwänen - dieser hier war jedenfalls ein echter Horrorfilm mit reichlich Blut. Das mir! Aber die Rolle des Ballettdirektors ist natürlich echt klasse. Sie changiert so wunderbar zwischen Lüstling, Schuft und genialem Coach, dass einem der Atem stockt, wenn er&amp;nbsp; meint, sein Ziel erreicht zu haben, und feststellen muss, dass nicht er, sondern sie zu weit gegangen ist. Warum es dafür nicht mal eine Oskar-Nominierung gab, weiß ich ja auch nicht. Anschauen - aber Kissen nicht vergessen, hinter dem man sich vor dem Blut verstecken kann!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-3125784017678321030?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/3125784017678321030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/02/hausfrauengluck-und-ballerinahorror.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3125784017678321030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3125784017678321030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/02/hausfrauengluck-und-ballerinahorror.html' title='Hausfrauenglück und Ballerinahorror'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-107433059117884280</id><published>2011-02-21T21:49:00.000+01:00</published><updated>2011-02-21T21:49:51.626+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Versnobt?!</title><content type='html'>Am Wochenende waren wir seit langen Zeiten mal wieder in Münster. Stadtrundgang und Einkaufsbummel mit dem natürlich obligatorischen Cafè Grotemeyer, das genauso voll war wie die zahlreichen neuen Café-Bistro-Bar-Etablissements. Kaum zu glauben, &lt;i&gt;&lt;b&gt;wie&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; voll es da überall war! Und obwohl ich mich doch mit Fug und Recht als Stammkundin bezeichnen darf - oder wie nennt man Leute, die seit 30 Jahren irgendwo hin gehen?! -, hielt man mir mein Lieblingsplätzchen in der (früheren) Nichtraucherecke nicht bereit. Na sowas!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gipfel war aber der Platz vor dem Picasso-Museum an der Königsstraße. Der ist mit Pflastermuster verziert (ich habe mir sagen lassen, dass das auch etwas darstellt, was man aber nur von einer Stelle aus erkennen könne, zu der kein öffentlicher Zutritt besteht), in rotem und grauen Stein. Da landete doch wirklich eine einzelne Taube in genau der Farbe des roten Pflasters. Und auch nur genau eine. Vermutlich haben farblich nicht passende Tauben hier keine Landeerlaubnis.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-107433059117884280?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/107433059117884280/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/02/versnobt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/107433059117884280'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/107433059117884280'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/02/versnobt.html' title='Versnobt?!'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-4038087035882729259</id><published>2011-02-05T20:36:00.000+01:00</published><updated>2011-02-05T20:36:44.306+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Föhnschaden</title><content type='html'>Ach herrje! Kaum eingezogen, schon weggeflogen! Der warme, recht starke Wind, der anderswo bestimmt Föhn heißen würde und gestern Abend schon zu blasen begonnen hatte, hat uns in der Nacht einen Balkonkasten weggeblasen. Und leider ging es nicht glimpflich: der fiel auf ein Auto und hat leider nicht nur die Heckscheibe kaputtgemacht, sondern auch das Blech darunter ein bisschen gedellt. Super Methode, um sich bei den neuen Nachbarn einzuführen ... aber die nehmen es zum Glück mit Gelassenheit. Wir haben ihr Auto in unserer Garage geparkt, damit niemand einbricht und es nicht hineinregnet. Das kommt davon, wenn man unbepflanzte Behälter hat. In der Wohnung haben wir bald auch jede Menge unbepflanzte Behälter, weil die Umzugsfirma unsere Pflanzen hat erfrieren lassen - die meisten jedenfalls.&amp;nbsp; :-((&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber genug der schlechten Nachrichten. Die vielen schönen neuen Geräte sind jetzt da: die Waschmaschine, der Trockner, der Staubsauger, und, ganz wichtig hier leider, der Wasserfilter - das Wasser ist seeehr kalkig. Nach einer Woche habe ich aus dem Wasserkocherfilter schon leicht brockigen Kalksand entfernt ... und der Tee ist immer ganz schlierig. Das wird ja dann jetzt wohl ein Ende haben. Wird auch Zeit!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-4038087035882729259?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/4038087035882729259/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/02/fohnschaden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4038087035882729259'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4038087035882729259'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/02/fohnschaden.html' title='Föhnschaden'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5234587299750502368</id><published>2011-01-30T20:04:00.000+01:00</published><updated>2011-01-30T20:04:49.297+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Schlaflos in Seattle - schranklos in Köln</title><content type='html'>Was lange währt, wird endlich gut: Nach etwa einem halben Jahr in Monheim wohnen wir jetzt in Köln. Ach, ist das gut! Im Moment wohnen wir natürlich noch in einer Wohngemeinschaft mit einigen Dutzend Umzugskartons - oder sollte ich sagen: ... hausen wir in einer Hausgemeinschaft ... haust du noch, oder wohnst du schon?&amp;nbsp; ;-))&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn: außer unseren beiden relativ kleinen Kleiderschränken aus Shanghai haben wir praktisch keinen Schrank. Die Küchensachen gingen mit Mühe und Not in die vorhandene Küche, der eingelagerte Kleiderschrank konnte leider nicht aufgebaut werden, weil zwar die weitgereiste Hälfte der Beschläge (einmal Shanghai und zurück) wiedergefunden wurde, nicht aber die andere Hälfte. Ganz davon abgesehen, dass eine der Spiegeltüren zu Bruch gegangen war. Die Badezimmerutensilien passen nicht ganz in den neuen Spiegelschrank und den Waschbeckenunterschrank - und andere Schränke gibt es hier (noch) nicht. Die Abstellkammer ist auch schon halbwegs gefüllt. Auf dem Speicher ist immerhin noch reichlich Platz (super: hier gibt es einen richtig großen Dachspeicher) - aber die meisten Dinge aus den Kisten sind doch eher für den Gebrauch als für den Speicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mieter unserer Monheimer Wohnung (ja, gute Nachricht: die ist schon ab dem 1. März wieder vermietet) wollte gern den Einbauschrank übernehmen, und wir haben uns nach nur kurzer Diskussion dazu breitschlagen lassen. Eigentlich wollten wir ihn ja mitnehmen, aber zugegebenermaßen sieht der in Monheim viel besser aus als hier, und ein neuer Schrank ist natürlich auch schön. Zwar auch schön teuer, aber andererseits sparen wir dafür die Malerarbeiten und die Parkettüberarbeitung in der alten Wohnung. Vom Transport und der Überarbeitung des Schranks ganz abgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wohn- oder Hausgemeinschaft wird also wohl noch anhalten, aber man sieht schon, dass es richtig schön werden wird. Im Moment bin ich doch recht euphorisch. Insofern allen Lesern - falls ich noch welche habe - eine wunderbare Woche. Vor lauter Euphorie habe ich ja, wie man sieht, auch schon begonnen, einen der Vorsätze für das neue Jahr in die Tat umzusetzen: mindestens drei Blogartikel pro Monat. (Pro Monat in Köln ...!&amp;nbsp; ;-))) )&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5234587299750502368?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5234587299750502368/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/01/schlaflos-in-seattle-schranklos-in-koln.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5234587299750502368'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5234587299750502368'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2011/01/schlaflos-in-seattle-schranklos-in-koln.html' title='Schlaflos in Seattle - schranklos in Köln'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-4339201403731365722</id><published>2010-09-26T18:01:00.002+02:00</published><updated>2010-10-02T14:29:36.620+02:00</updated><title type='text'>Mittwoch, 15. September 2010: Provisorien und das Schlaraffenland</title><content type='html'>Am Vormittag besichtigen wir die Kathedrale von Toulouse - eben nicht St-Sernin, sondern St-Étienne. Insgesamt ein Musterbeispiel für die Dauerhaftigkeit von Provisorien und ein Lehrstück für die Lektion, dass man sogar Provisorien so anlegen sollte, dass sie mit dem Vorhandenen harmonieren. In der dem heiligen Stephan geweihten Bischofskirche hat man das nicht gemacht und hat dafür jetzt die krummste Konstruktion, die man je gesehen hat: der Chor liegt nicht in der Verlängerung des Langhauses, sondern ein Stück nach links versetzt. Wenn man durch das Seitenportal eintritt, hat man praktisch zwei Kirchen vor sich: vorn links den sehr langgezogenen Chor, vergleichsweise hell, rechts hinten eine etwas dunkle, aber (auch in Anbetracht ihres Alters) beeindruckend große Halle mit beinahe quadratischem Querschnitt von etwa 19 Metern Breite und 19 Metern Höhe. Im Nirwana dazwischen haben sich geplagte Architekten und/oder Ingenieure des Mittelalters "einen abgebrochen", um die Lücke zwischen dem schönen hellen Neubau und dem nun doch nicht abgerissenen "alten dunklen Loch" zu überdachen. Im Nirwana-Fußboden, mitten auf der Bewegungsfläche, weist eine schon ganz abgenutzte Bodenplatte darauf hin, dass hier an dieser Stelle der besagte Kanalbauer Riquet begraben liegt. Gerade vorher, sagte Burkhard hinterher, habe jemand mit schwarzer Farbe die Schlüsselwörter (… Grab … von … Riquet …) erneut nachgezogen - anders kann man es auch nicht vor dem großen Vergessen retten, denn die eingemeißelten Buchstaben sind praktisch nicht mehr lesbar. - Die Kirche hat noch ein schön geschnitztes Chorgestühl und einige schöne und alte Fenster, woran ich die Stärken meines neuen Fotoapparats prima ausprobieren konnte. Der ist schon gut! Nur zwei große Schwächen: dass man nicht im gezoomten Zustand zwischen Bildern vor- und zurückblättern kann und dass Makroaufnahmen nicht so gelingen wollen wie mit dem alten.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Vorplatz teilt sich St-Étienne mit der Präfektur; am Brunnen mit einem kleinen Obelisken gießen dunkle Putten mit heiteren Mienen permanent Wasser nach. Die scheinen die Sonne auch zu genießen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am späten Vormittag fahren wir aus einer offenbar chronisch verstopften Stadt hinaus (wohl auch ein paar cgt-Aktivisten unterwegs, das ist die kommunistische Gewerkschaft, wenn ich mich recht erinnere - klingt heutzutage so furchtbar unzeitgemäß …). Es geht hinaus zu unserem nächsten Ausflug ins Lauragais. Unsere Franzi bugsiert uns wieder irgendwohin und verkündet dann, wir seien am Ziel. Bitte?! Wo? In Vaux? Vaux denn?, äh, wo denn? Wir finden trotzdem hin zu dieser kleinen Ansammlung von Häusern. Die Kirche hat die typische Glockengiebelwand, und gegenüber liegt ein etwas renovierungsbedürftig wirkendes Renaissanceschloss, vor dessen Südwand prächtiger Akanthus geradezu wuchert. Nichts, wo man sich länger aufhalten müsste, aber der helle Natursteinbau unter blauem Himmel in der stillen, gedämpften Spätsommermittagshitze hat seinen Reiz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren weiter nach St-Félix-Lauragais, dem Hauptort dieser eher milden Landschaft ohne Extreme, die in Reiseführerlyrik folgendermaßen zu beschreiben ist: " … fruchtbares, ebenes Land, in dem anmutige Backsteinbauten, Kirchen mit Glockengiebeln im Stil der Toulouser Gotik und Schlösser an den einstigen Reichtum erinnern, den der Färberwaid dem 'Pays de Cocagne' - Schlaraffenland - beschert hatte." (Aus dem grünen Michelin-Reiseführer Pyrenäen - leider ist das der einzige, den wir in den Kölner Buchhandlungen über Toulouse und Umgebung finden konnten. Die anderen Verlage lassen zwischen dem Südwesten und dem Languedoc-Roussillon offenbar einen weißen Fleck. Und toll ist der grüne Michelin irgendwie nicht.) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich habe ich ja bei allem, was Felix heißt, Vorbehalte, aber wenn es ein heiliger ist, kann man ja mal 'ne Ausnahme machen … In St-Félix öffnet sich nach engen Gassen ein wunderbarer Platz, der nach einem gewissen Guillaume de Nogaret benannt ist. Fachwerkhäuschen auf einem wirklich sehr großen Platz, den eine der offenen Markthallen beherrscht. In diesem Fall steht rechts dahinter ein rundes Türmchen, von dem eine weiße Marienstatue gnädig, aber ohne großes Interesse auf den Platz herunterlächelt. Uns lacht da schon mehr das nette kleine Restaurant an einer Ecke des Platzes an, weshalb wir uns dort niederlassen, um eine Kleinigkeit zu essen. Der Wirt entpuppt sich als Österreicher, der hier nun schon seit zwanzig Jahren dieses Etablissement betreibt. In dieser Zeit hätten sich Land und Leute merklich geöffnet … jaja, nicht nur China hat das nötig. ;-))  Und in der Tat sind übrigens jede Menge Engländer unterwegs, und man sieht schon mal zweisprachige Beschriftungen und hört schon mal Leute ein wenig Englisch reden, das sogar als solches erkennbar ist. Früher war es ja oft so, dass man erst nach zwei Minuten gemerkt hat, dass diese unbekannte Sprache mit der französischen Sprachmelodie Englisch darstellen sollte - und dann war's fürs Verstehen schon zu spät.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außer dem netten Platz hat St-Félix noch eine wenig bemerkenswerte Kirche, in der die Stuckdekoration nur gemalt ist, und ein Schlösschen mit einer Terrasse, von der aus man weit ins Land schauen kann. Pyrenäen, Montagne Noire - um nach Norden zu schauen, muss man ein Stück weiter gehen. Eine alte Windmühle im Vordergrund und weiter hinten Schlösser, Dörfer und Kirchen: alles sehr idyllisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses eine Schloss da, das wir gesehen haben: da wollen wir jetzt hin. Montgey müsste das heißen. Wir kommen näher und haben noch einen hübschen Blick über ein Sonnenblumenfeld hinweg, das jetzt schon abgeerntet ist - eine Nachzüglerin blüht aber noch, weshalb Burkhard sich zum Fotografieren ins Zeug, d. h. in diesem Fall ins Feld legt. Er hat jetzt ein schönes Foto mit Sonnenblume, ich hab eins mit liegendem Fotografen.  :-))))) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oben auf dem Hügel versteckt sich das Schloss ein bisschen vor uns, also schauen wir bloß von diesem Platz vor der obligatorischen Kirche ins Land (sieht so ähnlich aus wie vom Nachbarhügel, na sowas) und fahren dann gleich weiter, denn wir wollen unbedingt zum Château de Magrin, um der Geschichte des Färberwaids nachzuspüren, und es wird schon etwas spät. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen viertel nach vier haben wir dieses Schlösschen gefunden - liegt auch eher an einem dieser vielen Enden der Welt, die es in der französischen Provinz in großer Zahl gibt. Oha, bloß noch bis 17 Uhr geöffnet, und der Eintritt kostet 8 Euro pro Nase. Hm. Vermutlich ist es der Schloßherr selbst, der uns zunächst auf den Dachboden führt, wo in bester Bastlermanier ein Videosaal aufgebaut ist, in dem wir dann eine etwas langatmige DVD ansehen sollen, auf der das Schloss selbst aus seinem langen Leben erzählt. Die Anfänge sind mittelalterlich, dann gab es die Färberwaid-bedingte Blütezeit, in der den bis dahin schon ruinierten Burgbauten das schöne Renaissancegebäude hinzugefügt wurde. - Im Zwischengeschoss kann man noch die alten Trockengestelle für die Waidbälle (cocagnes) sehen. Im Erdgeschoss befindet sich das Museum, so eins Marke Eigenbau von vor 30 Jahren, das meiste recht verblichen und mit handschriftlichen oder maschinengetippten Erklärungszettelchen. Eine der beiden Cocagnes haben in der Vitrine die jetzt auch mumifizierten Würmer zerfressen … Versteh' schon, warum der Eintrittspreis so hoch ist …  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach werden wir noch hinters Haus geführt (wenigstens nicht hinters Licht), wo wir zuerst die wiederaufgebaute Mahlvorrichtung besichtigen dürfen. Früher habe es davon im Pays de Cocagne, dem Dreieck zwischen Toulouse, Albi und Carcassonne (Magrin liegt ziemlich genau in der Mitte), 800 bis 1000 gegeben, von denen wohl nicht einmal eine Handvoll erhalten sind. Sieht aber auch nicht viel anders aus als etwa eine traditionnelle Ölmühle zur Gewinnung von Olivenöl. Das Bemerkenswerte sei, dass die ausgeklügelte Mechanik es erlaube, den zwei Tonnen schweren Mahlstein buchstäblich mit links in Bewegung zu versetzen. Ein Pferd war nämlich früher mindestens so teuer wie ein ordentliches Auto heute und musste daher auch geschont werden. So konnte es die Mühle nebenbei betreiben. Im Garten zeigt uns der sehr engagiert wirkende Schloßherr mit den Allüren eines zerstreuten Professors noch einen pastelblau angestrichenen hölzernen Wagen und hebt die Wirkung des Färberwaids als natürliches Holzschutzmittel hervor, weshalb man mittlerweile auch den entsprechenden Wirkstoff von Isatis tinctoria (so der botanische Name) in "ernsthaften" Produkten einsetzt. Und dann bekommen wir auch die Pflanze selbst gezeigt. Sie ist zweijährig und kommt im ersten Jahr als eine absolut unscheinbare Rosette länglicher, dunkel-graugrüner Blätter daher, die man bis zu sechs Mal abschneiden und zu blauer Farbe verarbeiten kann (die übrigens sowohl zum Färben von Stoff wie auch zum Streichen verwendet werden kann). Im zweiten Jahr blüht sie gelb. - Ein paar Meter weiter steht auch die exotische Konkurrenz: die völlig unattraktive, aber in der Färbewirkung viel effizientere Indigopflanze. Die hat, aus den Kolonien kommend, zusammen mit den Religionskriegen dem florierenden Pastel-Handel und dem daraus erwachsenden Reichtum nach einer nur kurzen Hochzeit von etwa 60 Jahren ein vergleichsweise jähes Ende bereitet. - Wir verzichten darauf, die ganze Geschichte noch vom Band (deutscher Audioguide) nachzuhören; dann ist der Besuch zu Ende. Vor dem Tor wächst noch eine andere interessante Pflanze. Sie hat blassgelbe Blüten und Früchte, die aussehen wie etwas langgezogene Klatschmohnknospen, in der Form wie kleine dicke Gürkchen. Der Schlossherr warnt uns noch: das seien Knallgurken (ich meine, er hat concombres pétards gesagt). Und das hatte Burkhard auch schon festgestellt. Wie beim Springkraut verteilt die Pflanze ihre Samen durch Explosion der Früchte. Die reifen "Gurken" schießen in der Tat bei der leisesten Berührung zerplatzend erst einmal hoch in die Luft und spritzen ihren "Gurkensaft" mitsamt den braunen Samenkörnern meterweit in die Gegend. Huch! (Spätere Anmerkung der Redaktion: Die sind ja auch noch &lt;a href="http://www.giftpflanzen.com/ecballium_elaterium.html"&gt;giftig&lt;/a&gt;!)&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg fahren wir noch in Loubens-Lauragais vorbei. Ein weiteres Nest mit Schlösschen, das sich samt blauem Himmel in einem ganz kleinen Ententeich spiegelt. Der bemerkenswerte Garten hat natürlich geschlossen - nicht nur um diese Uhrzeit, was zu erwarten war, sondern im September auch in der Woche. Na ja, dann fahren wir eben gleich zurück nach Toulouse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend gehen wir nicht ins Restaurant, sondern ins Fachgeschäft für Fisch und Meeresfrüchte, wo man auch sitzen und die Produkte gleich vertilgen kann. Es ist wie wenn der Friseur von mir sagt, ich hätte keine Frisur, sondern bloß Haare. Hier gibt es auch keine Speisen, sondern eben bloß Fisch und Meeresfrüchte (auch wenn ein paar Beilagen buchstäblich beiliegen). Aber die in Perfektion zubereitet! Köstlich! Wir gönnen uns Austern und danach Thun- und Tintenfisch. - Dem Geschäftsmodell entsprechend verzettelt sich der Fischzubereiter nicht mit Desserts (sicher nicht sein oder ihr Ding), sondern beschafft den Nachtisch "Chez Betty", was in Toulouse eine Institution in Sachen Milchprodukte und Käse zu sein scheint, denn das hatte ich auch schon woanders gesehen. Der Wermutstropfen: der Milchreis von Chez Betty war aus. So ein Pech. Aber der Café gourmand mit kleinen Leckereien war auch nicht übel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-4339201403731365722?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/4339201403731365722/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/mittwoch-15-september-2010-provisorien.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4339201403731365722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4339201403731365722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/mittwoch-15-september-2010-provisorien.html' title='Mittwoch, 15. September 2010: Provisorien und das Schlaraffenland'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5332369914206894722</id><published>2010-09-20T18:46:00.001+02:00</published><updated>2010-09-20T18:46:45.866+02:00</updated><title type='text'>Dienstag, 14. September 2010: Unendliche Weiten und eine beinahe endlose Allee</title><content type='html'>Trotz herrlichen Wetters verbringen wir den Vormittag in der Cit&amp;#233; de l&amp;#39;Espace. F&amp;#252;hrungen durch die Airbus-Produktion gehen n&amp;#228;mlich nur mit Voranmeldung einen Monat im Voraus, hie&amp;#223; es - so war der Raumfahrtpark das Alternativprogramm. Schlie&amp;#223;lich ist Toulouse ein wichtiges Zentrum f&amp;#252;r Luft- und Raumfahrt. Eine Tatsache, der wir auch in unserem Programm Rechnung tragen wollten. F&amp;#252;r mich ist das aber dann doch nicht sooo interessant - aber das d&amp;#252;rfte eine tolle Etappe f&amp;#252;r Leute mit Kindern sein. Viele Mitmachsachen. Mir gef&amp;#228;llt am ehesten noch die Sektion &amp;#252;ber Leben im All. Und ich bin von Mir, Kvant und Kristall beeindruckt. Man kann durch diese Dinger durchgehen, die &amp;#228;hnlich ger&amp;#228;umig sind wie ein U-Boot. Wahre Leukoplastbomber, kaum vorstellbar, dass man damit wirklich sicher aus der Atmosph&amp;#228;re ausbrechen kann! - Wir sehen uns auch den 3D-Film &amp;#252;ber die Reparatur von Hubble an. Einige der Effekte sind so dick aufgetragen, dass sogar ich sie sehen konnte. Der Originalkommentar wird von Leonardo di Caprio gesprochen - also zwei Rei&amp;#223;erpunkte, die offenbar ein ordentliches Drehbuch und vern&amp;#252;nftige Regiearbeit &amp;#252;berfl&amp;#252;ssig machen. Jedenfalls hat man es nicht geschafft, eine zugleich informative und spannende Geschichte zu erz&amp;#228;hlen, obwohl doch der Stoff dazu bestimmt zu sein scheint. Na, egal. Mir gef&amp;#228;llt daf&amp;#252;r das musterg&amp;#252;ltig gesponnene Netz mit Trichtereffekt, das eine Spinne am Fu&amp;#223; des Ariane-Modells angebracht hat.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Den wunderbar warmen und sonnigen Nachmittag verbringen wir mit einem Ausflug durch die Ebene des Lauragais, dem Verlauf des Canal du Midi folgend. Sein Bau war ein gro&amp;#223;es Infrastrukturprojekt im 17. Jahrhundert; ein gewisser Pierre-Paul Riquet war sowohl Projektsponsor als auch Projektleiter. Mit dem Kanal wurde eine Wasserstra&amp;#223;e vom Mittelmeer zum Atlantik komplettiert. Die Freizeitschipper danken es noch heute, denn wer es ruhig und gr&amp;#252;n mag, ist mit einer Kanaltour bestens bedient. Der k&amp;#252;nstliche Fluss ist rechts und links von Platanen ges&amp;#228;umt, deren eigentlicher Zweck es war, die Verdunstung des Kanalwassers in der hei&amp;#223;en s&amp;#252;dlichen Sonne zu verringern. Die Leistung von Riquet war auch nicht, den k&amp;#252;hnen Gedanken einer Verbindung von zwei Meeren zu haben - davon hatten die Leute hier schon viel fr&amp;#252;her getr&amp;#228;umt -, vielmehr war er derjenige, dem es mit aufwendiger Wasserbau-Ingenieurskunst gelungen war, eine nachhaltige Wasserversorgung des Kanals sicherzustellen. Und nicht nur die Schipper k&amp;#246;nnen jetzt den angenehm beschatteten Verkehrsweg genie&amp;#223;en, es gibt auch einen gut ausgebauten und markierten Radweg, der von dieser beinahe endlosen Allee profitiert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aber wir fahren ja schn&amp;#246;de mit dem Auto von Ort zu Ort, und unser erstes Ziel hei&amp;#223;t Montgiscard. Das Nest auf einer Anh&amp;#246;he besitzt eine wehrhaft wirkende Kirche mit einer dieser typischen Backstein-Angebe-Fassaden, die viel h&amp;#246;her und m&amp;#228;chtiger sind als der weit bescheidenere Kirchenbau dahinter. Offen in der Fassade h&amp;#228;ngen auch die Glocken, in diesem Fall sechs, schutzlos Wind und Wetter ausgeliefert - die armen! Auf der fast v&amp;#246;llig schmucklosen Fassade prangen zwei Backsteinreliefs, eins mit einer Telge (oder sonst einem stilisierten Baum) und eins mit der Jungfrau Maria. Ganz an der Seite zeigt eine eher einfache Uhr nur aus Ziffern und Zeigern bescheiden die Zeit an. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Der n&amp;#228;chste Ort hei&amp;#223;t Ayguesvives - die lebendigen Wasser, also gewisserma&amp;#223;en ein Pendant zu Aiguemort (oder hei&amp;#223;t der Aiguesmortes??) in der Camargue. Dieses Nest hat ein sehr h&amp;#252;bsches Ensemble aus Schloss-Rathaus, Marienstatue, Gefallenendenkmal, schmiedeeisernem Kreuz und Backsteinkirche mit Kastanienb&amp;#228;umen. In der sonnig-warmen, fr&amp;#252;hherbstlichen Nachmittagsruhe - die Kastanienbl&amp;#228;tter werden schon braun - wirkt alles sooo friedlich. &lt;br&gt;&lt;br&gt;In Montesquieu-Lauragais, dem n&amp;#228;chsten Etappenziel, gibt es ein gro&amp;#223;es Renaissanceschloss, das allerdings mit den (vermutlich) Speicherh&amp;#228;usern und anderen Wirtschaftsbauten eher wie ein nobler Gro&amp;#223;bauernhof mit schickem Wohnhaus wirkt und wohl auch heute noch so genutzt wird. Jedenfalls ist es in Privatbesitz. Gegen&amp;#252;ber liegt eine der typischen Kirchen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Danach f&amp;#252;hrt unsere Franzi uns nach nirgendwo. Mitten auf dem freien Feld behauptet sie, wir seien am Ziel. Wie denn, wo denn, was denn?!! Wir finden aber trotzdem nach Avignonet-Lauragais - die blassockerne Natursteinkirche leuchtet gegen den blauen Himmel und weist uns selbst den Weg. Nach den ganzen Backsteinkirchen ist dieser Bau eine echte Abwechslung, ansonsten aber nicht sehr bemerkenswert. Eine Tafel erinnert an ein Massaker zu Zeiten der Albigenserkriege. Ich glaube, hier haben &amp;quot;katharische Partisanen&amp;quot; eine Gruppe von Gesandten der offiziellen Kirche mehr oder weniger im Schlaf hingemeuchelt (oder sollte es andersherum gewesen sein??). Eine Eskalation, die wohl mit zum harten Vorgehen beim Sturz von Monts&amp;#233;gur beigetragen hat. Wer Gewalt s&amp;#228;t …&lt;br&gt;&lt;br&gt;Unser n&amp;#228;chster Halt hei&amp;#223;t Montferrand - oben auf einem l&amp;#228;nglichen H&amp;#252;gel liegen eine verlassene Kirche, eine ganz und gar nicht verlassene Kapelle, eine Orientierungstafel mit Pyren&amp;#228;enblick und ein Leuchtturm. Viele Schmetterlinge und andere Insekten scheinen die W&amp;#228;rme des Sp&amp;#228;tsommernachmittags voll auszukosten. Aber der Reihe nach: Die Kapelle befindet sich in einem Natursteinhaus und hat sch&amp;#246;ne gro&amp;#223;e Fenster, durch die man Blick und Gedanken in die weite Landschaft mit Feldern und W&amp;#228;ldern schweifen lassen kann. Eine stilisierte Marienfigur aus Fenstermalfarben ziert ein schmales Fenster neben dem Altar. Das sieht nach sehr lebendigem Gemeindeleben aus, obwohl es hier doch nur ein paar Seelen geben d&amp;#252;rfte. - Die Orientierungstafel ist nicht sehr gut gezeichnet, aber zum Gl&amp;#252;ck wollen wir es ja gar nicht so genau wissen. Die Pyren&amp;#228;en zeichnen sich als Schattenrisskante in der Ferne ab. - Am interessantesten ist eigentlich der alte Leuchtturm. Die werten Leser m&amp;#246;gen sich schon gewundert haben: wieso Leuchtturm? Beim Befahren eines Kanals kann man doch wohl kaum vom Weg abkommen?! Des R&amp;#228;tsels L&amp;#246;sung: er war gar nicht f&amp;#252;r die Bootsleute gedacht und gemacht, sondern zur Unterst&amp;#252;tzung der mutigen oder vielleicht manchmal auch tollk&amp;#252;hnen Piloten wie Antoine de Saint-Exup&amp;#233;ry, die die ersten Nachtfl&amp;#252;ge von Toulouse nach Dakar und bald darauf auch nach Santiago de Chile unternahmen. Eine ganze Reihe dieser T&amp;#252;rme gab es fr&amp;#252;her, und jeder hatte seinen eigenen Buchstaben, den er als Lichtsignal morste. MontferRand hatte das R. Die Anz&amp;#252;ndezeit wurde dem Leuchtturmw&amp;#228;rter gekabelt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Von der Orientierungstafel haben wir schon Riquets Obelisken ausgemacht, der unser letztes Ziel markiert: die Schwelle von Naurouze. Den Obelisken haben Riquets Nachfahren zu seinem Ruhme auf ein paar Natursteinbl&amp;#246;cken aufgestellt. Das eingez&amp;#228;unte Areal drumherum ist heute von eleganten Zedern umgeben. Auf dem Feld davor wachsen, etwas &amp;#252;berraschend, - Sojabohnen! Auf der anderen Seite des mit Wohnmobilen &amp;#252;berf&amp;#252;llten Parkplatzes geht es zu diesem kritischen Punkt, an dem vor Riquet alle Tr&amp;#228;ume zerplatzt waren: der besagten Wasserscheide von Narouze. Hier flie&amp;#223;t jetzt das Wasser aus der Montagne Noire in den Kanal und versorgt beide Seiten. Um das zu erreichen, hatte Riquet nicht nur den Hauptkanal bauen m&amp;#252;ssen, sondern auch zahlreiche Zuf&amp;#252;hrungskan&amp;#228;le, Sammelbecken, Absperrungen, &amp;#220;berl&amp;#228;ufe, Schleusen et cetera pp - eben ein wasserbautechnisches Gesamtkunstwerk, an dem wohl 12.000 Menschen 14 Jahre lang gearbeitet haben. Aber so richtig viel zu sehen gibt es eben nicht. Zuf&amp;#252;hrungskan&amp;#228;le, Sammelbecken, … - ich erw&amp;#228;hnte es schon. Und &amp;#252;berall ist auch nach dem hei&amp;#223;en Sommer noch genug Wasser drin, um friedlich in ausreichender Menge in den Hauptkanal zu flie&amp;#223;en. Wir k&amp;#246;nnen einen Freizeitschipper bei seiner Durchfahrt durch die sogenannte Ozean-Schleuse beobachten. Die Schleusen waren alle standardisiert, mit ovalen Becken von festgelegten Ausma&amp;#223;en.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf der R&amp;#252;ckfahrt steigen wir noch kurz in St-Rome aus. Das ist auch so ein Landschloss mit Wirtschaftsgeb&amp;#228;uden. Es ist recht originell, aber seine Bewohner scheinen den Guide Michelin zu verfluchen - Besucher sind nicht nur zu der Unzeit, zu der wir aufkreuzen, offenbar unerw&amp;#252;nscht. Die Geb&amp;#228;ude sind teils mit Fliesen, teils mit Stein- oder Kieselpaneelen geschm&amp;#252;ckt, haben geschnitzte Balken, vorkragende D&amp;#228;cher, von einer anderen Seite erinnern getrimmte Eiben und spitze Giebel an Mr Herberts Anwesen aus Greenaway&amp;#39;s &amp;quot;Kontrakt des Zeichners&amp;quot;. Das schmiedeeiserne Eingangstor ist nicht nur abgeschlossen und mit einem B&amp;#252;gelschloss verriegelt, dahinter liegt auch eine dicke Steintonne, die wohl auch einem Panzer unmissverst&amp;#228;ndlich die Du-bist-hier-unerw&amp;#252;nscht-Botschaft vermittelt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Danach fahren wir direkt (und f&amp;#252;r Geld) nach Toulouse zur&amp;#252;ck und speisen auf der Terrasse von 7, place St-Sernin - so nicht nur die Adresse, sondern auch der Name des Restaurants. Das Essen ist nicht schlecht, aber auch nicht super - aber der Sonnenuntergang, der die Ziegelbasilika in heftiges Rot taucht, gleicht die kleine Schw&amp;#228;che speziell des Hauptgangs m&amp;#252;helos aus. Und das Verbenensorbet zum Nachtisch war seeehr lecker!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5332369914206894722?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5332369914206894722/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/dienstag-14-september-2010-unendliche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5332369914206894722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5332369914206894722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/dienstag-14-september-2010-unendliche.html' title='Dienstag, 14. September 2010: Unendliche Weiten und eine beinahe endlose Allee'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-4518939275808608320</id><published>2010-09-18T21:01:00.001+02:00</published><updated>2010-09-18T21:01:37.626+02:00</updated><title type='text'>Montag, 13. September 2010: Von Jakobinern und schönen Künsten</title><content type='html'>Wir haben den Tag heute gleich wieder an und in St-Sernin beginnen lassen, wenn man mal vom Fr&amp;#252;hst&amp;#252;ck absieht. Der portionsweise verpackte junge Cantal wurde mit den Worten &amp;quot;gro&amp;#223;er K&amp;#228;se f&amp;#252;r gro&amp;#223;e Ideen&amp;quot; beworben … hm. Wom&amp;#246;glich l&amp;#228;sst sich das Ergebnis kurz mit &amp;quot;Ihre Idee ist wirklich gro&amp;#223;er K&amp;#228;se&amp;quot; zusammenfassen?!  ;-))&lt;br&gt;&lt;br&gt;St-Sernin zeigt vormittags seine Schokoladenseite, die Chorpartie, im besten Licht. Unter heute wolkenlosem blauen Himmel sieht das einfach umwerfend aus. Ich habe mir auch Zeit genommen, das romanische Portal Mi&amp;#233;geville zu studieren und das Vorportal aus dem 15. (?) Jahrhundert. Spannend auch die Bilder von vor und nach der Absenkung des Bodenniveaus auf dem Kirchplatz um einen ganzen Meter! Vorher machte das Portal eher den Eindruck eines zwar sehr prachtvollen, aber fromm und dem&amp;#252;tig zu durchschreitenden Kircheneingangs, w&amp;#228;hrend es jetzt definitiv eher ein Triumphbogen ist. - Im Inneren habe ich mich heute vor allem auf die Raumwirkung konzentriert und nebenbei vorn links noch den heiligen Exuperius entdeckt. Und ich hatte immer gedacht, das sei nur ein Name …!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann haben wir den schon bekannten Weg durch die Rue du Taur genommen, die an den Stier erinnert, dem der heilige Saturninus = Sernin sein Martyrium verdankt. Der Rathausplatz hat morgens, wenn die Front des Capitolium noch im Schatten liegt, keinen gro&amp;#223;en Reiz. Also weiter zu den Jakobinern, deren Konvent hier inmitten von Geb&amp;#228;uden der Schule liegt, die nach dem ber&amp;#252;hmten Mathematiker Fermat benannt ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man betritt die eher riesige zweischiffige Halle von der Seite. Der Raum wirkt sehr hoch und wird von der Sonne kirchenfensterbunt illuminiert. Das Sahnest&amp;#252;ck der gotischen Halle ist das Chorgew&amp;#246;lbe, dessen Haupts&amp;#228;ule mit den daraus &amp;quot;hervorwachsenden&amp;quot; abwechselnd dicken und d&amp;#252;nnen Rippen auch als &amp;quot;die Palme&amp;quot; bekannt ist. Hier ist jemand auf eine ganz findige Idee gekommen: in H&amp;#252;fth&amp;#246;he bietet ein Spiegelring von bestimmt zwei oder zwei Metern f&amp;#252;nfzig Breite rund um die Haupts&amp;#228;ule nicht nur schluckbeschwerdenfreie, sondern auch ganz neue Betrachtungsm&amp;#246;glichkeiten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Danach haben wir uns eine halbe Ewigkeit im Kreuzgang aufgehalten, ganz ohne R&amp;#252;cksicht auf den Feierabend irgendwelcher Fremdenf&amp;#252;hrer/innen. Da gab es alles, was man so braucht: eine tolle Atmosph&amp;#228;re, Ruhe, eine Toilette, warmen Sonnenschein, sehenswerte Fresken in der Antonius(?)kapelle, Gr&amp;#252;nzeug, Ausblick - und dann noch Klaviermusik der Konzertklasse, gratis! Seit ewigen Jahren wird im September ein Klaviermusikfestival abgehalten, das nach dem Haupt&amp;quot;austragungsort&amp;quot; Le Piano aux Jacobins hei&amp;#223;t. Im Kreuzgang sind auch die Plakate der vergangenen Ausgaben ausgestellt. Der Champagnerausschank ist im Moment noch nicht im Betrieb, aber die Musik perlt ganz ohne Alkohol oder Kohlens&amp;#228;ure vom Fl&amp;#252;gel, auf dem sich der K&amp;#252;nstler vor leeren Stuhlreihen im offenen Kapitelsaal vermutlich f&amp;#252;r die Abendvorstellung einspielt. Vielleicht war es auch eine K&amp;#252;nstlerin, die da ein gro&amp;#223;es Repertoire an romantischer Musik ganz ohne irgendwelche Gedankenst&amp;#252;tzen spielt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir k&amp;#246;nnen uns nur schwer losrei&amp;#223;en, gehen aber dann auf der Place du Capitole einen teuren, aber nahr- und schmackhaften Salat essen. Lokalit&amp;#228;tenaufschlag, denke ich. Danach erkunden wir die Hauptachse der alten Stadt: die Fortsetzung der Rue du Taur. Jenseits der Place du Capitole hei&amp;#223;t sie Rue St-Rome oder Rue des Changes, glaube ich, und ist von Gesch&amp;#228;ften aller Art ges&amp;#228;umt. Wir tun uns ein bisschen schwer, das Hotel d&amp;#39;Ass&amp;#233;zat zu finden - aber am Ende kann uns dieses sch&amp;#246;ne Renaissance-Stadtpalais nicht &amp;quot;entkommen&amp;quot;. Es stammt aus der goldenen Zeit der Stadt, die eigentlich blau war, denn der Reichtum der Kaufleute stammte vom &amp;quot;Pastel&amp;quot;, dem blauen Farbstoff aus dem unscheinbaren F&amp;#228;rberwaid, der wohl auch irgendwo in Th&amp;#252;ringen angebaut wurde. - Das Museum (Fondation Bemberg), das sich heute die R&amp;#228;ume des Palastes mit mehreren Akademien teilt, hat allerdings geschlossen, es ist ja Montag. Also gehen wir zum Flussufer, es ist hei&amp;#223; und sonnig, wenn man aus dem Schatten der Stra&amp;#223;enschluchten tritt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir passieren eine mit Monumentalgrazien dekorierte Marmorfront - die Schule der sch&amp;#246;nen K&amp;#252;nste. Gleich daneben liegt die einem Tempel nachempfundene Front von Notre-Dame-de-la-Daurade. Mit Marmors&amp;#228;ulen und Dreiecksgiebel, aber der Eingang ist wohl nur f&amp;#252;r besondere Anl&amp;#228;sse gedacht. Er scheint lange nicht benutzt worden zu sein. Die Kirche gibt es schon sehr lange; sie steht am alten Garonnehafen und ihre Patronin sollte den Bootsleuten bei ihren gef&amp;#228;hrlichen Flusstouren beistehen. Der heutige Bau ist allerdings noch keine 100 Jahre halt, total dunkel und wenig ansprechend. Die Madonna erfreut sich aber wohl auch heute noch gro&amp;#223;er Beliebtheit. Fr&amp;#252;her haben die B&amp;#252;rger von Toulouse bei gro&amp;#223;en Katastrophen und schlechten Zeiten immer von der geistlichen Leitung des Konvents eine Marienprozession erbeten, um die Beschwernisse zu lindern. Wenn ich mich recht entsinne, tr&amp;#228;gt die schwarze Madonna einen gro&amp;#223;en weiten wei&amp;#223;en Mantel mit bunten Schleifen und &amp;quot;wohnt&amp;quot; auf einem wei&amp;#223;-blauen Keramikaltar, so dass sich das Ensemble wohltuend hell und freundlich von der Finsternis des d&amp;#252;steren Raumes abhebt. Und nein, sie ist nicht nach einem schmackhaften Speisefisch benannt, diese Madonna. Vielmehr hei&amp;#223;t &amp;quot;daurade&amp;quot; nichts anderes als &amp;quot;dorata&amp;quot; = vergoldet, denn so war das Mosaik, das einen der Vorg&amp;#228;ngerbauten zierte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Als wir mit der Kirche fertig sind, bed&amp;#252;rfen wir erstens einer Toilette und zweitens eines Getr&amp;#228;nks und suchen daher das Caf&amp;#233; des Artistes ganz in der N&amp;#228;he auf. Die Kunden scheinen da eher Lebensk&amp;#252;nstler zu sein - aber das sind ja, wie der Name schon sagt, auch K&amp;#252;nstler. Apropos Toilette: der Mangel an &amp;#246;ffentlichen Toiletten wird mit ziemlich penetranten Ger&amp;#252;chen quittiert - in Toulouse scheint so ungef&amp;#228;hr jede Ecke eine P&amp;lt;hmhmhm&amp;gt;ecke zu sein. Scheu&amp;#223;lich! &lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach der Kaffeepause (ganz ohne Kaffee, die Temperaturen waren so, dass nicht mal mir das Getr&amp;#228;nk mit Eisw&amp;#252;rfeln zu kalt war) spazieren wir am Flu&amp;#223;ufer entlang, das mit warmen Steintreppen und Rasenstreifen bei Studenten und anderen Leuten offenbar sehr beliebt ist. Wir kl&amp;#252;ngeln dort auch ein wenig herum - genial, wenn man das kann! Dann schicken wir uns an, die Br&amp;#252;cke zu erklimmen, denn wir wollen einmal das andere Ufer erkunden. Unterwegs f&amp;#228;llt uns ein gro&amp;#223;es Plakat auf: Manifesto. Aha, da gibt es eine Fotoausstellung in diesen Containern, die da im unvollst&amp;#228;ndigen Halbkreis auf einer Leerfl&amp;#228;che vor den Flutmauern am Ufer stehen. Hingehen, anschauen! Gar keine schlechten Ideen! In besonderer Erinnerung: die Fotoserie aus Kirchendisney, wie ich Lourdes ja immer zu nennen pflege, die Sehensw&amp;#252;rdigkeitenbilder mit den gro&amp;#223; und breit ins Bild gerannten Passanten (hier hat also der K&amp;#252;nstler aus der Not, die bei manchen mir bekannten Personen schlimme Zornanf&amp;#228;lle hervorruft, eine Tugend gemacht ;-)) ), die Selbstportr&amp;#228;ts im Spiegel - mit Spiegeln zum Mitmachen und vor allem die An-der-Wand-Schl&amp;#228;fer, bei denen die K&amp;#252;nstlerin ihre Modelle aufgefordert hat, mit Kopfkissen und geschlossenen Augen vor einer Wand einen Luftsprung zu machen, den sie dann im entscheidenden Moment mit der Kamera eingefangen hat.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir kommen am H&amp;#244;tel-Dieu vorbei, einem in seinen Urspr&amp;#252;ngen mittelalterlichen Krankenhaus, und am &amp;quot;Wasserschloss&amp;quot; (= Ch&amp;#226;teau d&amp;#39;eau), wie die Franzosen ja etwas so Profanes wie einen Wasserturm bezeichnen; dann geht es &amp;#252;ber den Pont-Neuf zur&amp;#252;ck, die trotz ihres Namens &amp;#228;lteste Br&amp;#252;cke der Stadt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Abends essen wir im Restaurant Le Colombier - sehr netter Speisesaal mit Ziegelwand, riesigem Schlemmergem&amp;#228;lde, nostalgischen Bodenfliesen und behutsamen modernen Akzenten - ein Menu R&amp;#233;gional: Cassoulet mit Salat und eine Art Apfelstrudel zum Nachtisch. Nein, dieses Bohnengericht mit Wurst, Entenkeule und diversen anderen &amp;quot;Schweinereien&amp;quot; (&amp;#39;tschuldigung) wird sicher nicht mein Leibgericht, aber man kann es essen - und meiner Meinung nach MUSS man es einmal essen, wenn man in dieser Gegend ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-4518939275808608320?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/4518939275808608320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/montag-13-september-2010-von-jakobinern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4518939275808608320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4518939275808608320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/montag-13-september-2010-von-jakobinern.html' title='Montag, 13. September 2010: Von Jakobinern und schönen Künsten'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8229053413104853241</id><published>2010-09-13T13:53:00.001+02:00</published><updated>2010-09-13T13:53:46.805+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 12. September 2010: Erste Eindrücke von Toulouse</title><content type='html'>Bei zwar nicht sch&amp;#246;nstem, aber doch sch&amp;#246;nem Wetter verlassen wir Chateauroux und kommen ca. vier Stunden sp&amp;#228;ter bei ebensolchem in &amp;quot;Tolosa&amp;quot; an, so eine alte Form des Namens. Unterwegs haben wir an einer Rastst&amp;#228;tte ein Sandwich bei der alten franz&amp;#246;sischen Traditionsb&amp;#228;ckerei PAUL erworben, die wir lustigerweise erst in Shanghai kennengelernt hatten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir haben unser Auto in die Hotelgarage bugsiert (UUAAH! Fuuuurch&amp;#39;ba&amp;#39; eng!), unser Zimmer f&amp;#252;r die n&amp;#228;chsten vier N&amp;#228;chte bezogen und uns dann gleich aufgemacht, die gro&amp;#223;e romanische Kirche St-Sernin zu besuchen. &amp;#220;berwiegend ein Backsteinbau von ziemlich gewaltigen Ausma&amp;#223;en, 115 Meter lang, 64 Meter breit (im m&amp;#228;chtigen Querschiff allerdings) und 21 Meter hoch. &amp;#220;berraschend hell, finde ich. Im Querschiff gibt es noch romanische Wandmalereien zu sehen. Unter dem hohen Chor befindet sich eine zweigeschossige Krypta, in der ein Teil des Kirchenschatzes pr&amp;#228;sentiert wird. Die dem heiligen Saturninus, einem von einem gepeinigten Stier zu Tode geschleiften M&amp;#228;rtyrer der fr&amp;#252;hen Christenheit, geweihte Kirche war oder ist eine wichtige Station auf dem Jakobsweg und ist dementsprechend reichlich mit Reliquien ausgestattet, darunter ein Kreuzsplitter und eine Dorne aus der Dornenkrone. Solche edlen &amp;#220;berbleibsel ben&amp;#246;tigen auch edle Reliquiare. Fast noch sch&amp;#246;ner sind die romanischen Marmorreliefs an der Au&amp;#223;enwand der Krypta. Zwei Engel, zwei Apostel, ein Seraph und ein Cherub umgeben einen thronenden Christus. Ich experimentiere mit meiner neuen Kamera (bin &amp;#252;berwiegend sehr zufrieden damit) und kann sch&amp;#246;ne Bilder machen. Jetzt muss Burkhard sich aber umgucken … was ich mit ein paar hundert Gramm Technik f&amp;#252;r tolle Bilder machen kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Vorher hatten wir noch die komplett mit Malereien gestaltete Karmeliterkapelle besucht; die Bilder eines lokalen Malers sind Typ Schinken und voll von fr&amp;#246;mmelnder Ekstase - nicht mein Fall, aber als Gesamtkunstwerk nicht ohne Reiz.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am fr&amp;#252;hen Abend erreichen wir dann den Platz vor dem Rathaus, das hier Capitole hei&amp;#223;t. Die Front ist immerhin 128 Meter lang - Platz f&amp;#252;r viele Beamte oder blo&amp;#223; &amp;#252;bertriebenes Renommierbed&amp;#252;rfnis einer vermutlich reichen und m&amp;#228;chtigen Stadt? Egal - in der Abendsonne sieht das rot-wei&amp;#223;e Geb&amp;#228;ude (Ziegel und Natursteinkanten) mit der dreifachen Beflaggung (Europa, Frankreich, Okzitanien) unter blauem Himmel mit wei&amp;#223;en Wolken einfach super aus, weshalb sich die Caf&amp;#233;-Bar-Restaurantzeile gegen&amp;#252;ber auch reichlichen Zuspruchs erfreut.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Durch teils etwas abgewrackt aussehende Stra&amp;#223;en machen wir einen Abendspaziergang zur Garonne, wo sich ein Sonnenuntergang hinter dramatischen Wolken ank&amp;#252;ndigt. Durch das (oder ein) Universit&amp;#228;tsviertel geht es zur&amp;#252;ck Richtung St-Sernin. Der Weg f&amp;#252;hrt an St-Pierre-des-Cuisines vorbei, der Kirche des heiligen Petrus der K&amp;#252;chen. Gleich gegen&amp;#252;ber liegt die Mensa. Ob der K&amp;#252;chenchef da wohl auch heilig ist oder zumindest Peter hei&amp;#223;t? Vor den Wohnheimen stehen Relikte eines alten Kreuzgangs, in dessen Garten jetzt Gr&amp;#252;ppchen von Studierenden eben nicht studieren, sondern herumlungern - was ihnen am Sonntagabend ja geg&amp;#246;nnt sei. Ein st&amp;#252;ckweit verfolgt uns ein verlorener Stadtreiniger (?? jedenfalls f&amp;#252;hrt er einen M&amp;#252;llsack mit sich), der vermutlich Weltmeister im lauten R&amp;#252;lpsen ist. Und das, wo derlei Ger&amp;#228;usche doch hier im westlichen Kulturkreis streng verp&amp;#246;nt sind - anders als zum Beispiel in China.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zum Abendessen sieht es wieder tr&amp;#252;be aus - sonntags haben halt die meisten Restaurants geschlossen. Also kehren wir bei einer der zahlreichen Cr&amp;#234;perien ein. Auch ok. Danach gibt es noch eine Fotosession an St-Sernin, dessen Turm wundersch&amp;#246;n illuminiert ist. Eine Mondsichel am bald darauf tief nachtblauen Himmel macht die Stimmung perfekt. Aus dem Inneren der Kirche dringen die Kl&amp;#228;nge eines Orgelkonzerts nach drau&amp;#223;en - aber da nichts erleuchtet ist, wird wohl nur ge&amp;#252;bt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Danach falle ich gleich ins Bett. Nach dem Aufr&amp;#228;umen der Fotos ist es ja auch schon elf Uhr.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ach &amp;#252;brigens: Kaum kommen wir nach Toulouse, schon gibt es schlechte Nachrichten: Sarkozy und seine Frau besuchen mit Journaille-Begleitung die H&amp;#246;hle von Lascaux, und Claude Chabrol ist gestorben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8229053413104853241?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8229053413104853241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/sonntag-12-september-2010-erste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8229053413104853241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8229053413104853241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/sonntag-12-september-2010-erste.html' title='Sonntag, 12. September 2010: Erste Eindrücke von Toulouse'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-6535886942943759439</id><published>2010-09-12T12:50:00.001+02:00</published><updated>2010-09-12T12:50:13.484+02:00</updated><title type='text'>Nachtrag</title><content type='html'>Gegen&amp;#252;ber vom P&amp;#39;tit Bouchon, dem kleinen Korken, war ein Schaufenster mit Arzneimittel-&amp;quot;Aufstellplakaten&amp;quot;. Ich konnte mich ja kaum &amp;#252;ber das wieder einkriegen, das M&amp;#228;nnerwaden &amp;#252;ber und verkrampfte Zehen unter einer heruntergelassenen Hose zeigte. Gro&amp;#223;e &amp;#220;berschrift: Gelegentliche Verstopfung? Kleinere Antwort: Entspannen Sie sich, dann fluppt es schon! Und daneben das Bild der Tablettenschachtel. Versteh&amp;#39; ich nicht - wenn Entspannung reicht, warum dann noch Mittelchen nehmen? Aber am besten fand ich ja, dass dieses Plakat praktisch gleich neben den Restauranttischen stand. Bestimmt pflegen der Wirt und der Apotheker einen sanften Kleinkrieg.  :-)))&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-6535886942943759439?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/6535886942943759439/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/nachtrag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/6535886942943759439'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/6535886942943759439'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/nachtrag.html' title='Nachtrag'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8539406125492312077</id><published>2010-09-11T22:58:00.001+02:00</published><updated>2010-09-11T22:58:09.672+02:00</updated><title type='text'>Samstag, 11. September 2010: Etappe</title><content type='html'>Um 11 Uhr ging es los: Nach vier Jahren wieder einmal nach Frankreich. Bei den &amp;quot;Fritten&amp;quot; haben wir ebensolche gegessen und waren &amp;#252;ber die umfangreiche Saucenauswahl &amp;#252;berrascht. Schlemmerplatte rot-wei&amp;#223; war gestern!&lt;p&gt;Um Paris herum war es etwas voll, aber es ging gerade noch so, auch dank unserer &amp;quot;Franzi&amp;quot; - so hei&amp;#223;en bei mir alle Navigationssysteme, die ja vor dem VerFranzen sch&amp;#252;tzen sollen. Die hat uns dann auch, Frau Dr. Allwissend, brav bis Chateauroux und dort zum Hotel gef&amp;#252;hrt. Schon praktisch! Gegen halb acht waren wir eingecheckt und sind dann gleich in die Grande Rue an den Markthallen gegangen, um dort beim kleinen Korken drau&amp;#223;en zu sitzen. Lecker, nur dass es sich am Ende ein bisschen lang hinzog und auch recht k&amp;#252;hl wurde..&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8539406125492312077?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8539406125492312077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/samstag-11-september-2010-etappe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8539406125492312077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8539406125492312077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/samstag-11-september-2010-etappe.html' title='Samstag, 11. September 2010: Etappe'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8990595030813287671</id><published>2010-09-04T23:51:00.000+02:00</published><updated>2010-09-04T23:51:49.669+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagebuch'/><title type='text'>Nun backt sie wieder ...</title><content type='html'>Oh, jetzt ist also der ganze August in einem anfangs mehr, später weniger sommerlichen Schwebezustand ganz ohne Blogeintrag vorbeigeflossen ... na sowas! Zwei Drittel davon haben wir noch in Köln verbracht, jetzt sind wir wieder, jammer, heul, zurück in unserer alten Wohnung. Das absolute Chaos weicht mittlerweile einer leicht gepflegten Unordnung. Trotz professioneller Reinigung finden sich immer noch versteckte Ecken, die sich als verdreckte Ecken entpuppen ... so zum Beispiel die Schublade für die Backbleche unter dem Backofen. Da man die nur findet, wenn man sie kennt, mag es kein Wunder sein, dass die "Besenhexen" sie übersehen haben. Auf jeden Fall ist es schon besser, dass ich die Wohnung nicht so gesehen habe, wie die Mieter sie hinterlassen haben. Igitt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Lichtblick: Ich habe eine dritte Shoppingvorliebe bei mir entdeckt. Eigentlich ist Shopping ja nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, jedenfalls dann, wenn es nicht um Bücher oder Büro- bzw. Schreibbedarf geht. So dachte ich bisher immer, stimmt aber nicht, denn auch ein Besuch im Gartencenter kann mich in prima Stimmung versetzen. So neulich geschehen in Köln, als ich Pflanzen fürs frisch bezogene Büro brauchte (die Büropflanzen mit Service sind ja für mich nicht ausreichend, ich hab's gern noch grüner), und so heute geschehen, als wir einiges Grünzeug für die neue alte Wohnung gekauft haben. Eine Wohnung ohne Pflanzen ist doch nun gar zu traurig. Aber jetzt geht es schon ein bisschen besser. Eine Zamioculcas für die bewährte Stelle im Bad, ein großes Einblatt im mattgrünen chinesischen Keramiktopf und eine Irgendwie Japonica in einem weiteren, dazu ein interessanter Korallenkaktus (heißt so, sieht aber weder sehr "kakte-ig" noch sehr nach Koralle aus) und so eine Pflanze mit großen fleischigen Blättern, die oben rot angelaufen zu sein scheinen, außerdem eine gekräuselte Grünlilie für die Pflanzsäule, die sich die passende chinesische Keramikschale mit einer anderen höheren Namenlosen teilen soll, und eine lilagrüne Pflanze passend zu unserer Einrichtung in einem lilafarbenen Topf. Und nicht zu vergessen die Zutaten für eine weitere Sukkulentenschale - eine hatten wir neulich schon aus Köln mitgebracht. Beziehungsweise die Zutaten dazu, und Burkhard hat dann die Bepflanzung vorgenommen. Sieht klasse aus, und die neue wird bestimmt auch schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ja, nun habe ich zum ersten Mal wieder Muffins gebacken, mit Mohnfüllung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8990595030813287671?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8990595030813287671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/nun-backt-sie-wieder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8990595030813287671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8990595030813287671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/09/nun-backt-sie-wieder.html' title='Nun backt sie wieder ...'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-8184181198257234385</id><published>2010-07-31T22:30:00.000+02:00</published><updated>2010-07-31T22:30:03.985+02:00</updated><title type='text'>Enthüllungen</title><content type='html'>Gestern war es so weit, die große Enthüllung stand bevor! Das neue Auto sollte übergeben werden, eine "lotosblaue" A-Klasse ... weil es ja auch blauen Lotos gibt und weil der dann total dunkelblau ist. Zuerst habe ich aber mal den Mietwagen abgegeben, an dem ich ja jetzt schon die Start-Stop-Automatik kennengelernt hatte. Gar nicht so übel, vor allem hier im Stadtverkehr. Der nette junge Mann von Sixt hat sogar noch einen unserer Spezialschlüsselringe im Auto gefunden und mir den extra nachgetragen, super! Die Dame an der Mercedes-Information war hingegen eine absolute Fehlbesetzung. Dafür war der für die Übergabe zuständige Herr wiederum sehr freundlich und geduldig. Er hat sich auch gefreut, dass er mal was Anderes zu übergeben hatte: Die Autos seien zu 40% schwarz und zu weiteren 40% silberfarben; die restlichen 20% verteilen sich dann auf die übrige Farbpalette, wusste er zu berichten. Na, dann kann ich meine wenigstens ein bisschen leichter finden in der Menge. Zuvor hatte der Herr uns nach hinten in die Halle geführt, wo unter einem mittelblauen Fallschirmseidentuch uns schon erwartungsvoll ein Licht anleuchtete. Und dann wurde, allerdings ohne Tusch, die blaue Aioli enthüllt. (Ja, so hab' ich sie getauft, und so heißt auch das traditionelle Autoschweinchen, das ich gleich heute erworben habe - schlimm genug, dass es gestern noch nicht dabei war!! Die Vorgängerinnen, Zita-Walli und AnniKa, eine für jedes Auto, sitzen jetzt noch im Container.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann hat er uns noch alles schön und mit Geduld trotz aller Zwischenfragen erklärt, auch den Geschwindigkeitsbeschränker und den  Tempomaten (ah! endlich wieder ein Tempomat, das ist sicher gut!), den Multimediaanschluss oder wie das Ding heißt, die Sprachsteuerung fürs Navisystem und auch die selbstlenkende Einparkhilfe - das muss ich dann mal in Ruhe ausprobieren. Wenigstens waren noch blaue Schutzfolienstreifen auf den Metallleisten im Boden im Türbereich, sonst war alles Verpackungsmaterial schon entfernt. Ich konnte mir ja nicht verkneifen, das spaßeshalber zu bemängeln - und das Gesicht war auch sehenswert. Habe natürlich dann erklärt, dass es in China sehr üblich ist, die Verpackungen der Einzelteile aus der Produktion nicht zu entfernen.&amp;nbsp; ;-))&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute musste ich mir dann nur noch zwei CDs kaufen, damit ich ein bisschen Musik habe, und rippe jetzt gerade die zweite - hatte ja bei einem Missgeschick noch in Shanghai meinen mp3-Player komplett gelöscht, so dass ich seither nur Podcasts und keine Musik mehr drauf habe ... schließlich will ich die Multimediaschnittstelle gleich am Montag in Betrieb nehmen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-8184181198257234385?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/8184181198257234385/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/enthullungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8184181198257234385'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/8184181198257234385'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/enthullungen.html' title='Enthüllungen'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-3582037242381506674</id><published>2010-07-27T01:30:00.000+02:00</published><updated>2010-07-27T01:30:15.130+02:00</updated><title type='text'>42</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_3B8UXRm2o6w/TE4Zb25WGuI/AAAAAAAAClQ/OvA2tkMZhEg/s1600/IMG_5534_low.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_3B8UXRm2o6w/TE4Zb25WGuI/AAAAAAAAClQ/OvA2tkMZhEg/s320/IMG_5534_low.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Am Samstag waren wir in Oberhausen. Da ist es Bestandteil des Sommerprogramms, sogenannte Vollmondnächte am &lt;a href="http://www.gasometer.de/de_DE/index.php"&gt;Gasometer&lt;/a&gt; zu organisieren, wobei man auch wohl fünfe gerade sein lässt und den tatsächlichen Vollmondtermin mit den Erfordernissen der arbeitenden Bevölkerung großzügig in Einklang bringt. War der Mond doch &lt;a href="http://www.vollmond.info/de/vollmond-kalender.html"&gt;erst heute um 3:36 Uhr&lt;/a&gt; so richtig voll und rund. Aber egal - genau betrachtet sind diese Nächte wohl nur eine Art Vorwand, den Gasometer ausnahmsweise abends geöffnet zu lassen, so dass man den Ausblick über das Ruhrgebiet auch mal im Sommer im Dunkeln genießen kann. Dazu gibt es - sogar total umsonst oder doch jedenfalls gratis, denn wir mussten nur den regulären Eintrittspreis bezahlen - ein Extra-Programm, in diesem Monat bestehend aus der vollen Dröhnung "&lt;a href="http://www.bbc.co.uk/cult/hitchhikers/"&gt;Per Anhalter durch die Galaxis&lt;/a&gt;" in der alten &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Hitchhiker%27s_Guide_to_the_Galaxy_%28TV_series%29"&gt;BBC-Fernsehserienversion&lt;/a&gt;&lt;span id="goog_886593850"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span id="goog_886593851"&gt;&lt;/span&gt; mit sechs Folgen à 30 Minuten und drei Runden Lasershow mit elektronischer Musik à 45 Minuten. Mir ist jetzt aufgefallen, dass die berühmte Antwort auf die große Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und allem sich in Binärschreibweise so hüsch 101010 liest, nämlich 1*32 + 0*16 + 1*8 + 0*4 + 1*2. Na sowas!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem konnte man sich natürlich weiterhin die Ausstellung Sternstunden (siehe auch &lt;a href="http://das-jahr-des-schweins.blogspot.com/2009/07/oberhausen.html"&gt;hier&lt;/a&gt;) ansehen und dem Gasometer aufs Dach steigen - wegen frostiger Kälte (ca. 13°C, nach den heißen Sommertagen ist das wirklich furchtbar kalt) hielt sich das Genießen der Aussicht aber ein bisschen in Grenzen - ich hab' vor allem gefroren da oben! Das kalte weiße Vollmondlicht in der Dämmerung hat dagegen auch nicht geholfen. Da war die Lasershow unter dem größten Mond auf Erden schon besser. Mir hat sie gut gefallen, aber den meisten Zuschauern waren 45 Minuten nicht abwechslungsreich genug. Immer nur Musik und Laserfächer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls war es insgesamt sehr kurzweilig, und die sechs Stunden bis Mitternacht waren flugs um. Um kurz vor eins waren wir dann wohlbehalten wieder "zu Hause".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-3582037242381506674?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/3582037242381506674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/42.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3582037242381506674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3582037242381506674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/42.html' title='42'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_3B8UXRm2o6w/TE4Zb25WGuI/AAAAAAAAClQ/OvA2tkMZhEg/s72-c/IMG_5534_low.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-2682963133698880476</id><published>2010-07-11T21:35:00.000+02:00</published><updated>2010-07-11T21:35:24.978+02:00</updated><title type='text'>Köbes</title><content type='html'>Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6bes"&gt;Köbesse&lt;/a&gt; sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Als ich am Freitagabend eine Kollegin zum Dom-Hotel begleitet hatte, ging ich am Brauhaus Früh vorbei heim. Das ist ja fast ein Wohlfühlort für Chinesen: laut und voll und heiß (oder lag letzteres am Wetter?), also richtig &lt;a href="http://www.chinaboard.de/chinesisch_deutsch.php?sid=574b1b895c6c4fd9530e1a15aafd8d5e"&gt;rènao&lt;/a&gt;. Da stehen und sitzen die Leute alle herum und werden halt von den Köbessen bedient - falscher Ausdruck eigentlich, also: bekommen halt von den Köbessen Kölsch vorgesetzt. Aber diesmal war da auch noch ein ganz unversorgtes Grüppchen, und da rief der Köbes doch zu denen 'rüber: "&lt;i&gt;&lt;b&gt;Entschuldigung, &lt;/b&gt;&lt;/i&gt;ich komme gleich zu ihnen." Nicht zu fassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-2682963133698880476?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/2682963133698880476/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/kobes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2682963133698880476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/2682963133698880476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/kobes.html' title='Köbes'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-1902953341866162328</id><published>2010-07-07T23:22:00.000+02:00</published><updated>2010-07-07T23:22:33.278+02:00</updated><title type='text'>Sutra</title><content type='html'>Klingt asiatisch, ist es auch ... ein bisschen jedenfalls. Sutra - so lautet der Titel des viel gepriesenen Tanzstücks von einem gewissen Sidi Larbi Cherkaoui, seines Zeichens ein flämisch-marokkanischer Choreograph. Es gibt bergeweise Rezensionen und auch einige Videos zu &lt;a href="http://www.google.de/search?q=sutra+cherkaoui"&gt;googeln&lt;/a&gt;, aber Künstlers Kommentare habe ich nicht wirklich gefunden. Und auch keine Info darüber, welchen Text die Tänzer an einer Stelle aufsagen. Ein Stück Sutra?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am ehesten gab es noch mit Cherkaouis Tagebuchauszügen (&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/stage/2008/apr/23/dance1"&gt;hier&lt;/a&gt; auf Englisch) Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Werks. Aber egal, schauen kann man ja auch ohne Kommentare, und das haben wir dann gestern auch getan. Das Stück gastiert für zwei Tage im Kölner Opernhaus, also just um die Ecke (genial!). Siebzehn Mönche aus dem Shaolin-Tempel als Tänzer auf allen möglichen westlichen Bühnen, und jetzt eben hier in Köln. Mir kam es nicht so fernöstlich vor wie manchen Rezensenten. Die Musik von einem Herrn Szymon Brzóska war in meinen Ohren kein bisschen chinesisch. Davon abgesehen war das Stück mit elementaren Mitteln, nämlich mannshohen Holzkisten, ziemlich bildgewaltig. Wenn man mich fragte, würde ich es empfehlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-1902953341866162328?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/1902953341866162328/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/sutra.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1902953341866162328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/1902953341866162328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/sutra.html' title='Sutra'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-3889461480002033438</id><published>2010-07-04T23:11:00.003+02:00</published><updated>2010-07-05T00:27:38.847+02:00</updated><title type='text'>Christopher Street Day</title><content type='html'>Ja, wie sollte es anders sein - in den letzten beiden Jahren war es so, da ist es halt diesmal auch so: Wenn ich nach Deutschland und nach Köln komme, ist da Christopher Street Day (CSD). Bisher habe ich ja immer nur die schrägen Gestalten bewundert, die schon am Samstag vor dem Sonntag die Innenstadt bevölkerten (siehe zum Beispiel &lt;a href="http://das-jahr-des-schweins.blogspot.com/2008/07/christopher-street-day.html"&gt;hier&lt;/a&gt; (2008) oder &lt;a href="http://das-jahr-des-schweins.blogspot.com/2009/07/deutscher-sommer.html"&gt;hier&lt;/a&gt; (2009)). Aber wenn man jetzt mittendrin wohnt, liegt es ja nahe, auch mal zum sommerlichen Karnevalsumzug zu gehen. Es ist nämlich irgendwie nichts Anderes, nur dass statt Kamelle Kondome fliegen. Und rote Schleifchen der Aidshilfe, jede Menge Aufkleber, Gummibärchen, Kölnisch Wasser und ich weiß nicht was noch. Und alle möglichen Organisationen sind dann auch mit einem Wagen dabei, auch solche, bei denen man nicht zuerst an sexuelle Orientierung denken würde. Alle Parteien mitsamt Jugendorganisationen zum Beispiel, oder diverse Fußballvereine. Oder, oder, oder. Frau Roth von den Grünen war auch persönlich dabei auf dem Wagen. Der CSD ist übrigens nur ein Bestandteil eines größeren Events namens &lt;a href="http://www.colognepride.de/"&gt;ColognePride&lt;/a&gt;, und das Motto hieß dieses Jahr denn auch "Stolz bewegt."&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach anderthalb Stunden mit diversen Wagen und jeder Menge schrillen Fußvolks war ich absolut mürbe wegen der Lautstärke. Jaja, ich werd' wohl alt, aber es ist echt unerträglich. Ich habe keine Ahnung, wie das die zahlreichen "Wagenengel" aushalten, gewissermaßen Ordner, die neben den Wagen hergehen und aufpassen, dass keiner unter die riesigen Räder kommt. Ich hatte ja wenigstens noch gelegentlich kleine Pausen mit reduziertem Lärm zwischen zwei Wagen, aber wenn man die ganze Zeit direkt daneben steht ... ich vermute, dass am Ende eines solchen Tages die Gruppe "Lila und rosa Gehörlose" nennenswerten Zulauf erhält, die natürlich auch mit einem eigenen und erfrischend stillen Wagen dabei war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-3889461480002033438?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/3889461480002033438/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/christopher-street-day.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3889461480002033438'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/3889461480002033438'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/christopher-street-day.html' title='Christopher Street Day'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-4382774042631249094</id><published>2010-07-04T17:08:00.000+02:00</published><updated>2010-07-04T17:08:04.807+02:00</updated><title type='text'>Revolution now!</title><content type='html'>So der Titel des Stücks, das wir gestern im Schauspielhaus Köln - genial! auch in der besagten "fußläufigen" Entfernung! - gesehen haben. Mehr darüber im &lt;a href="http://www.schauspielkoeln.de/stueck_archiv.php?ID=233&amp;amp;tID=1855"&gt;Spielplan&lt;/a&gt;. Nicht genial, aber recht unterhaltsam, mit einem Kontrast von und mit Interaktion zwischen drinnen und draußen, nämlich im Schauspielhaus und davor. Mittels Videoübertragung. Da sollte dann eine der Akteurinnen "das Volk" finden und zur Revolution aufrufen, was gestern eher in eine Realsatire umkippte. Das Volk Ute ließ sich dann doch nicht zum Bleiben animieren, so dass schließlich Volk Helmut, in geräumiger Hose und mit blütenweißem Unterhemd auf gebräunter costaricanischer Haut, das Rennen machte. Nach seinen Änderungswünschen befragt, fokussierte es vorwiegend auf &lt;i&gt;Party!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich aber doch gefragt, ob die Schauspieler nicht den meisten Spass mit dem Stück haben ... vor allem, weil es bei jeder Vorstellung wirklich immer anders ausgeht und man sich spontan auf das jeweilige "Volk" einstellen muss. (Jede Wette übrigens, dass das Stück in China ganz anders laufen würde. Wenn da schon mal einer auf einer öffentlichen Straße vor einem Fernseher stehen bleibt, würde es keine zwei Minuten dauern, dann wäre schon ein ganzer Pulk von Neugierigen da und würde mit in den Kasten glotzen. Klar, Gruß aus Kalau: in einer Volksrepublik kann man viel einfacher Volk finden!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch drinnen in den Zuschauerreihen konnte man gestern mitmachen. Zuerst von den billigen Plätzen auf die teuren vorrücken, damit die Reihen nicht allzu leer aussähen (mitten im Sommer und an einem Abend mit WM-Viertelfinale war der Andrang nicht gerade überwältigend), dann ging eine Flasche Wodka rum, dann durften-mussten-sollten einige Auserwählte aus den ersten Reihen auf der E-Gitarre spielen, und zum Schluss gab's nochmal Wodka für alle, diesmal immerhin aus individuellen Gläsern. Und das alles für nur 22 Euro auf den teuersten Plätzen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-4382774042631249094?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/4382774042631249094/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/revolution-now.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4382774042631249094'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/4382774042631249094'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/revolution-now.html' title='Revolution now!'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7713733211820339286.post-5810762887504772210</id><published>2010-07-03T18:56:00.001+02:00</published><updated>2010-07-03T19:08:38.188+02:00</updated><title type='text'>Neu in Köln, oder: sie hat es wirklich gefragt!</title><content type='html'>Wir sind ja jetzt Neubürger in Köln, zumindest für die nächsten ca. 6 Wochen (und dann hoffentlich recht bald wieder), und wohnen wunderbar zentral. Und trotzdem überraschend ruhig, mit Vogelgezwitscher vor Tür und Fenster. Nicht zu fassen! Und alles, was man braucht, in "fußläufiger" Entfernung. (Dieses Wort hab' ich ja schon immer geliebt.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dem Unwetter heute Nachmittag haben aber die 100 Meter von der Rückseite des Blocks zum Eingang gereicht, um uns bis auf die Haut zu durchnässen ... das war gegen viertel vor vier, als die Strassen dann nicht nur leergefegt, sondern auch leergewaschen waren, vom unmittelbar bevorstehenden Viertelfinalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft und vom Wolkenbruch. Wir hatten uns gerade in einem Antiquariat ein Mineralienbuch mit kolorierten Tafeln angesehen, aber der Preis von 580 Euro ließ uns doch den Atem stocken. Mag ja sein, dass es so viel wert ist - uns war es nicht so viel wert. Aber dann waren wir im Laden quasi festgenagelt wegen des Wolkenbruchs. Das Dumme war nur, dass der verkrachte Student (so einen Eindruck machte er jedenfalls), der da heute den "Ladenhüter" abgab, den Laden früher schließen wollte, um irgendwo in einer Kneipe zum "Public Viewing" zu gehen. Und da habe ich es wirklich gefragt: Wer spielt denn? Burkhard konnte es kaum fassen ... ;-))&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne herzlich willkommen zum &lt;i&gt;&lt;b&gt;neuen&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; Jahr des Schweins - bei mir ist ja zum Glück immer Jahr des Schweins.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7713733211820339286-5810762887504772210?l=das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/feeds/5810762887504772210/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/neu-in-koln-oder-sie-hat-es-wirklich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5810762887504772210'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7713733211820339286/posts/default/5810762887504772210'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://das-neue-jahr-des-schweins.blogspot.com/2010/07/neu-in-koln-oder-sie-hat-es-wirklich.html' title='Neu in Köln, oder: sie hat es wirklich gefragt!'/><author><name>Zeepunkt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09483801622071703849</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
